Forschungsschwerpunkt Management und Entwicklung Ländlicher Räume

Vor dem Hintergrund sich verändernder ökonomischer, politischer und ökologischer Rahmenbedingungen sieht sich insbesondere der ländliche Raum zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt. Die seit Jahren anhaltenden Diskussionen um Strategien, Leitbilder, Konzepte und Instrumente sind nicht zuletzt auch dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen auf nationaler und internationaler Ebene geschuldet. Die Anpassung dieser sich wandelnden Anforderungen wirft in zunehmendem Maße Fragen für die Forschung auf, die an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg in einem eigenen Forschungsschwerpunkt gebündelt werden. Die bearbeiteten Handlungsfelder beziehen sich auf die zahlreichen Funktionen des ländlichen Raums wie z.B.:

  • die land- und forstwirtschaftliche Produktion,
  • der ländliche Raum als Potenzial- und Refugialraum von Biodiversität,
  • die Neuentdeckung des ländlichen Raumes als Lieferant der erneuerbaren Energien,
  • die Ver- und Entsorgung von Ressourcen (Trinkwasser & Abwasser, Müll, Luftreinhaltung, Bodenschätze) und
  • die Bedeutung als Räume und Kulissen für Erholung und Freizeit.

Im Kompetenzschwerpunkt „Management und Entwicklung ländlicher Räume“ werden vor allem inter- und transdisziplinäre sowie praxisorientierte Forschungsthemen im ländlichen Raum aufgegriffen. Das Spektrum der Projekte ist breit gefächert und umfasst Themen zur Politik- und Programmevalulation, extensive Landnutzungsstrategien, Regionalwirtschaft sowie die Behandlung von Potenzialen und Technikfolgeabschätzung bezogen auf den ländlichen Raum und der Nutzung von Erneuerbaren Energien.

Forschungskompetenz:

  • Nachhaltige Bioenergienutzung im Ländlichen Raum (Naturschutzstandards, flächenbezogene Anforderungen etc. )
  • Biomassepotentialerhebungen
  • Biodiversität und Agrarumweltprogramme
  • Wirkungen von Agrar- und Regionalpolitik
  • Funktionen von Grünlandökosystemen
  • Extensive Weidenutzungsformen
  • Klimawandel und Ländlicher Raum
Aktuelle Projekte

Aktuelle Projekte im Forschungsschwerpunkt Management und Entwicklung Ländlicher Räume

Herausforderungen in der Wasserversorgung: Problemfelder und Lösungsansätze für eine nachhaltige und sichere Trinkwasserversorgungmehrweniger

Logos: Baden-Württemberg STIPENDIUM; Baden-Württemberg Stiftung

Challenges in water supply: Problem areas and solutions for a sustainable and safe drinking water supply

Projektträger:

Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus, ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de 

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de 

Laufzeit:

01.10.18-30.09.2021

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Matthias Friedle

Projektpartner:

Ndejje University (NDU), Uganda

Projektmitarbeiter/innen:

B.Sc. Nina Schäfer

Beschreibung:

Mittelpunkt des Projekts ist die Darstellung der Unterschiede der Wasser- und Sanitärversorgung in Deutschland und Uganda. Durch praxisrelevante Forschungs- und Studienprojekte, die gemeinsam von deutsch-ugandischen Tandem-Teams durgeführt werden, lernen die Studierenden und die betreuenden DozentInnen die sozialen, technischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Trinkwasserversorgung im jeweiligen Partnerland kennen. Für die deutschen TeilnehmerInnen stehen dabei insbesondere sozio-ökonomische Fragen zur Ressource Wasser sowie Ursachen der unzureichenden Wasserversorgung in Uganda im Vordergrund, während den ugandischen PartnerInnen die Strukturen der deutschen Wasserversorgung sowie Kenntnisse über moderne Aufbereitungsverfahren vermittelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Rahmen von zwei Wassertagungen an der HFR und der NDU präsentiert. Außerdem unterstützt das Projekt das im Aufbau befindliche Wasserlabor am Water Research & Development Centre der NDU durch theoretische und praktische Fortbildungsmaßnahmen. Durch die Einbindung der bestehenden Regionalgruppe „Technik ohne Grenzen (TeoG)“ an der HFR und die Neugründung einer TeoG-Regionalgruppe an der NDU entstehen zusätzliche Kooperationsstrukturen zwischen den Studierenden beider Hochschulen, die auch nach Abschluss des BWS-Projekts bestehen bleiben werden.

Focus of the project is to present the differences in the water and sanitation supply both in Germany and Uganda. Through practice-relevant research and study projects, which are jointly led by German-Ugandan tandem teams, the students and the supervising lecturers, get to know the technical and structural framework conditions of drinking water supply in the respective partner country. For the German participants, socio-economic aspects of the resource water and the causes of the inadequate water supply in Uganda are particularly important, while the Ugandan partners are taught the structures of the German water supply as well as knowledge about modern treatment processes. The knowledge gained will be presented at two water conferences at the HFR and the NDU. In addition, the project supports the water laboratory, which is currently under construction at the NDU's Water Research & Development Centre, with theoretical and practical training sessions. By involving the existing regional group "Technology without Borders (TeoG)" at the HFR and founding a new TeoG regional group at the NDU, further cooperation structures will be created between the students of both universities, which will continue to exist even after the completion of the BWS project.

Schafe im Weinberg - W3: Win-Win im Weinberg – innovatives, ökologisches und ökonomisches Weinbergmanagement mit extensiver Schafbeweidung [W3: Win-Win]mehrweniger

Logo: Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, Foto: Weidende Schafe im Weinberg

Projektförderer:

  • Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg (am Ministerium für Umwelt, Klima & Energiewirtschaft),
  • Musella-Stiftung / Freiburg und
  • Heidehof Stiftung / Stuttgart.

Laufzeit:

01.04.2019 bis 31.01.2023

Projektträger:

Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR)

Projektpartner:

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Institut für Biologie II ( Prof. Dr. Michael Scheerer-Lorenzen ),
  • Fakultät für Umwelt & Natürliche Ressourcen (Prof. Dr. Alexandra Klein) und
  • Staatliches Weinbauinstitut Freiburg (Dr. Dr. Rolf Steiner & Dr. Michael Breuer).

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick (HFR)

Projektmitarbeiter/innen:

Nicolas Schoof (HFR)
E-Mail: schoof@dont-want-spam.hs-rottenburg.de 
Mobil: 017661817226

Beschreibung:

Doppelnutzungsformen sind in der Landwirtschaft ein wesentlicher Baustein zur Steigerung der Flächenproduktivität und der Risikosteuerung und bei einer rasch steigenden Weltbevölkerung wohl auch vielfach einzufordern. Das betrifft speziell die landwirtschaftlichen Flächen, die bislang ausschließlich zur Produktion von Genussmitteln genutzt werden. Allerdings sind die Abläufe verschiedener Nutzungsformen auf derselben Fläche in der Regel nur schwer vereinbar oder werden in der Praxis aus anderen Gründen abgelehnt. Nur in seltenen Fällen ergeben sich Synergien – so auch bei der Schafshaltung in Weinbergen?

Kaum 70 Jahre ist es her, dass Weidetiere in Weinbergen relativ häufig und keine Ausnahme waren. In der Weidetierhaltung war das Futter knapp und Rebflächen boten eine Nahrungsgrundlage – speziell im Winter. Gleichzeitig war Kunstdünger teuer oder überhaupt nicht verfügbar. Der Weinbau war also auf die Ausscheidungen der Tiere angewiesen. Je nach lokalen Gegebenheiten (z. B. Stockdichte, Erziehungsform) wurden unterschiedliche Beweidungsformen in Weinbergen praktiziert. Nicht nur Schafe, sondern auch Gänse, Enten, Hühner und sogar Kühe und Schweine waren – zumindest temporär – Gäste des Weinbaus.

Heute sorgen Schafe im Weinberg für viel Erstaunen und bei manchem Winzer auch für Kopfschütteln. Gleichzeitig suchen viele Schäfer in Europa nach Futterflächen und würden deshalb vor allem im Winter gerne auch Rebflächen bestoßen. Wiederkäuer sind ein natürlicher Bestandteil unserer Ökosysteme und ermöglichen bzw. stärken ökologische Prozesse, die von Mensch oder Maschine nur schwer substituiert werden können – so z. B. ein weidetypisch vitales Bodenleben. Schafe sind also potentiell ein ökologisch zielführender Baustein der ganzheitlichen Bewirtschaftung von Weinbergen. Welche Vorteile könnten sich durch die Flächenextensivierung und Doppelnutzung ergeben? Im März dieses Jahres startete ein mehrjähriges, von der Stiftung Naturschutzfonds BW gefördertes Forschungsprojekt in Südbaden, um dieser Frage nachzugehen. Forschungspartner sind die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg sowie die Universität Freiburg, vertreten durch die Professuren Naturschutz und Landschaftsökologie sowie Geobotanik. Folgende Potentiale des Einsatzes von Schafen werden von den Forschungspartnern evaluiert:

  1. Doppelnutzungsansätze versprechen eine Steigerung der Flächeneffizienz; mit der Doppelnutzung der Rebfläche können zusätzliche Produkte (Wolle, Fleisch) auf Basis einer Revitalisierung historischer Nutzungsformen generiert werden.
  2. Die Tiere können das händische bzw. chemikalische Stammputzen der Rebstöcke (Entfernung unerwünschter Triebe) ersetzen und
  3. die kostenintensive Freistellung der Traubenzone (phytosanitäre Zwecke; v. a. bei Rotweinsorten erwünscht) bewerkstelligen.
  4. Als „Rasenmäher“ können Schafe die Begleitwuchsregulation übernehmen und machen daher den Einsatz von Herbiziden sowie einige Überfahrten (Mulchen, Fräsen, Unterstockpflege mit Scheibenpflug) überflüssig.
  5. Es erscheint logisch, dass eine solche Bewirtschaftungsumstellung bislang ruhende Ökosystemleistungen aktivieren kann (Biodiversität, Erosionsvermeidung, etc.), zumal viele Reben auf naturschutzfachlich hoch interessanten Flächen liegen.
  6. Alte, bedrohte Schafsrassen (z. B. Rauhwolliges Pommersches Landschaf) eignen sich aufgrund ihrer Körpergröße womöglich besonders gut, um die zuvor genannten Potentiale zu erfüllen. Die Integration dieser Rassen wäre wiederum ihrem Erhaltungszustand dienlich.
  7. Der Einsatz von Schafen kann in einem engen Markt gewinnbringend für das Marketing des Weins eingesetzt werden.
  8. Ein solches Doppelnutzungsmodell sollte nach Möglichkeit auch die Potentiale der Berufsschäferei einbinden und hier Synergien freisetzen (z. B. durch ein Rent-some-Sheep-Modell) – also den Schäfereien zu einem zusätzlichen Einkommen verhelfen, was im Optimalfall mit einer Kostenreduktion für den Weinbau einhergeht.

Die aufgeführten Potentiale erzeugen bei überraschend vielen Winzern (europaweit!) großes Interesse an der (Wieder-)Einführung von Schafen in den Weinbau. Allerdings ist tatsächlich noch nirgendwo eine konkrete Anleitung für dieses Doppelnutzungssystem zu finden. Ein tatsächliches oder vermutetes betriebliches Risiko der Umstellung von Maschine bzw. händischer Arbeit auf Schafe ist daher für die Winzer noch relativ schwer abzuschätzen. Wie mit jedem Nutztier verlaufen auch mit Schafen nicht alle Abläufe nach Plan, was für die Berücksichtigung der Anforderungen des Weinbaus eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Daher ist es für den Praktiker umso wichtiger, über ein handlungsleitendes Koordinatensystem zu verfügen.

Aktuell liefern in dem Forschungsprojekt 35 Schafe auf fünf verschiedenen Versuchsflächen Einblick in alle notwendigen und optionalen Arbeitsschritte, Chancen und natürlich Herausforderungen. Alle Abläufe werden dokumentiert, um sie später für einen Handlungsleitfaden aufzubereiten. Ziel ist, möglichst alle aufkommenden Fragen der Praxis (von der Anschaffung der Tiere, über weinbauliche Anpassungen bis zu veterinärmedizinischen Aspekten) aufzugreifen und über die Jahre Idealmodelle für unterschiedliche Reberziehungsformen und -sorten zu destillieren. Speziell für Steillagen, für Reben in Umkehrerziehung, Minimalschnitt oder mit Hagelschnutznetzen sind Schafe wahrscheinlich eine ökonomisch hoch interessante Alternative zur maschinellen und menschlichen Arbeitskraft. Diese Annahme gilt es zu evaluieren.

Da die EU nach aktuellem Stand für die nächste Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik qualifizierende 2. Säule-Maßnahmen für Sonderkulturen einfordert, bietet sich eventuell die Möglichkeit, die Erfahrungen des Projektes in die Programmierung entsprechender Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen auf Länderebene einzuspeisen. Somit könnte zukünftig der Einsatz von Schafen auch in topographisch günstigen Flächen (noch) attraktiver sein.

Im Grundlagen-orientierten Forschungsmodul werden die Wirkungen der Schafe, die einen reduzierten Einsatzes von Maschinen und die Einstellung der Herbizidausbringung ermöglichen, untersucht. Von Interesse sind nicht nur die biotischen (u. a. Vegetation, Struktur, Insekten), sondern auch die abiotischen (Bodenparameter) Veränderungen in den Reben. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung werden mit Ablauf des vierjährigen Forschungsprojektes veröffentlicht. Ein erster Handlungsleitfaden für interessierte Winzer ist für das Jahresende geplant.

Wettbewerbsfähige ländliche Räume: Die Rolle von Unternehmertum in Iran und Deutschlandmehrweniger

Logos: Baden-Württemberg STIPENDIUM; Baden-Württemberg Stiftung

Projektträger:

Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus, ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung

Laufzeit:

01.09.2017-31.12.2019

Projektverantwortung:  

Prof. Dr. Heidi Megerle

Projektpartner:  

Universität Teheran, College of Agriculture and Natural Resources, Campus Karaj, Iran

Projektmitarbeiter/innen:  

Marlis Wurster

Beschreibung:

Hauptsächlich sollen umsetzungsfähigen Handlungsoptionen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität ländlicher Räume in Baden Württemberg und im Iran erarbeitet werden.
In beiden Ländern unterliegt der ländliche Raum starken Veränderungsprozessen bedingt durch (Binnen-) Migration, demographischen Wandel sowie Auswirkungen des Klimawandels. Gleichzeitig werten neue Ökosystemdienstleistungen zur Klima- und Hochwasserregulierung, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie Tourismus und Naherholung ländliche Räume auf. Durch den wechselseitigen Austausch von Studierenden und deren Erhebung von Risiken und Chancen der Untersuchungsgebiete sollen die bestehenden Kontakte intensiviert und ein fachlicher Austausch etabliert werden. Gegen Ende der Projektlaufzeit ist eine gemeinsame Abschlussveranstaltung in Rottenburg mit einem Reflexionsworkshop für die Studierenden, Diskussionsrunden und einer öffentlichen Konferenz geplant, die zu einer zukünftigen, nachhaltigen Kooperation mit dem Iran führen soll.  

Über den Projektträger:

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de 

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt. 

Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de 

 

Baden-Württemberg-STIPENDIUM
The Baden-Württemberg-STIPENDIUM supports the international exchange of students and vocationally qualified people. Since 2001, it has enabled more than 20,000 young people from Baden-Württemberg to gain experience abroad and allowed scholarship holders from other countries to visit Baden-Württemberg. Approximately 1,500 young people receive a Baden-Württemberg-STIPENDIUM each year. www.bw-stipendium.de 

Baden-Württemberg-STIPENDIUM for University Students – BWS plus
With the Baden-Württemberg-STIPENDIUM for University Students – BWS plus, the Baden-Württemberg Stiftung supports innovative joint projects between universities from Baden-Württemberg and their international partners. The programme, which is endowed with approximately 1.2 million euros annually, was announced for the first time in 2011. Since then, more than 70 BWS plus projects have been supported at universities in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg Stiftung
The foundation Baden-Württemberg Stiftung is committed to creating a vibrant Baden-Württemberg worth living in. It paves the way for cutting-edge research, diverse educational activities and responsible interactions with our fellow human beings. The Baden-Württemberg Stiftung is one of the major operational foundations in Germany. It is the only one that invests exclusively and non-partisanly in the future of Baden-Württemberg – and thus in the future of its citizens. www.bwstiftung.de 

Link:      

Urwälder in Rumänienmehrweniger

Logo: DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Virgin & Old Growth Forests in Romania – Safeguarding European Biodiversity Heritage [OldGroFoRo]

Projektträger:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Laufzeit:

01.04.2017 – 31.01.2019

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick, Prof. Stefan Ruge

Projektpartner:

Stiftung Euronatur / Radolfzell Transilvania University of Brasov / Faculty of Forestry - Romania

Koordination:

Matthias Schickhofer

Beschreibung:

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rainer Luick ein Forschungsvorhaben, das sich beginnend im Jahr 2017 und bis 2019 laufend mit der Inventarisierung von Urwaldreservaten in Rumänien beschäftigt. Weniger als 1% aller europäischen Wälder vermitteln noch ihr ursprüngliches Aussehen und ihre faszinierende biologische Vielfalt. Der Großteil aller noch erhaltenen großflächigen europäischen Urwälder (außerhalb von Russland) liegt im Karpatenbogen und hier in erster Linie in den rumänischen Karpaten. Dort gab es noch um das Jahr 2000 geschätzt 200.000 ha Wälder mit sehr unterschiedlichen Waldtypen, die über Jahrtausende ohne Nutzungseinfluss waren, bzw. nur marginale Spuren historischer Nutzungen aufweisen (so genannte “Quasiurwälder”). Mit dem EU Beitritt und dem Engagement von ausländischen Holzkonzernen, die überwiegend aus Österreich und Deutschland stammen, sind diese Urwaldflächen auf vermutlich schon weniger als 150.000 ha geschrumpft. Massive illegale und auf zweifelhafte Weise “legalisierte” Einschläge, aber auch ein vielfach nur in der Theorie bestehender Schutzstatus, sind die Ursachen.

Die bis Dezember 2016 amtierende Übergangsregierung hat zwar noch die gesetzlichen Verbesserungen für einen umfassenden Schutz der Urwälder auf den Weg gebracht. Alle Urwälder sind jetzt zwar prinzipiell geschützt, aber erst, wenn diese in einen nationalen Katalog aufgenommen sind. Für eine Listung im “Urwaldkatalog” müssen die Urwaldstandorte nach einem standardisierten Verfahren erfasst und in Verbindung mit einem wissenschaftliche fundierten Gutachten an die zuständigen Behörden und Ministerien gemeldet werden. Zwar gibt es in Rumänien kompetente Forstwissenschaftler, allein es fehlen die Mittel, um diese Inventur zügig durchzuführen. Mit den Mitteln der DBU können nun in den kommenden beiden Jahren Urwaldreservate im Umfang bis zu 20.000 ha untersucht und inventarisiert werden.

Die Koordinierung liegt bei Prof. Dr. Rainer Luick und Prof. Stefan Ruge; die eigentlichen wissenschaftlichen Arbeiten werden von Experten in Rumänien durchgeführt. Als Koordinator ist Matthias Schickhofer, ein europaweit anerkannter Experte zu Urwaldfragen mit Sitz in Wien zuständig.

Mittlerweile kartieren und dokumentieren mehrere Teams rumänischer Wissenschaftler Waldgebiete, die nach den nationalen Kriterien potentielle Urwaldschutzgebiete sind. Auf Grundlage der Studien, die in enger Kooperation mit dem rumänischen Ministerium für Umwelt erstellt werden, wird es dann hoffentlich möglich sein, diese letzten europäischen Wälder langfristig zu sichern.

Ein Fokus in der Kampagne 2017 waren Waldgebiete in den südlichen Fogarascher Alpen. Während in den Hochlagen der Gebirge schon seit sehr langer Zeit oft eine traditionelle Weidewirtschaft betrieben wird, wurden die steilen Täler kaum oder gar nicht erschlossen. Dort sind an beiden Hangflanken und auch entlang der Flüsse großflächigeWald- Wildnisgebiete erhalten geblieben. Besonders spektakulär sind die Wildnistäler Boia Mica und Laitei. Leider sind diese Urwaldgebiete - wie viele andere auch -derzeit nicht wirksam geschützt und Holzeinschlag, der in Rumänien in aller Regel in großflächigem Kahlschlag erfolgt - könnten jederzeit stattfinden. Gutachten, die im Rahmen des Projektes erstellt werden, sollen nun den Weg zu einer Unterschutzstellung ebnen.

Eine große Hilfe bei den Arbeiten ist die räumliche Orientierung mittels Drohnen, die für das Forschungsprojekt beschafft wurden. Es ist faszinierend, wie die Drohnen selbst in einem dichten Waldbestand in einem engen Lichtschacht aufsteigen können und aus bis zu 500 m Höhe spektakuläre Aufnahmen über diese letzten europäischen Urwälder ermöglichen. So können sogar problemlos die Baumhöhen bestimmt werden und Einblicke in den Mikrokosmos der Kronenregionen der bis zu 60 m hohen Bäume ermöglicht; Lebensräume, die vom Boden nicht beurteilt werden können.

Wildpflanzenressourcen und ihre ökonomische / regionalwirtschaftliche Relevanz im Pharma- und Kosmetiksektor [PharmaHerbs] mehrweniger

Wild plants and their economic significance for phytopharmaceuticals and nature cosmetics

Projektträger:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Laufzeit:

01.01.2017 – 31.12.2018

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Fakultät für Umwelt & Natürliche Ressourcen / Prof. Dr. Albert Reif, Tennenbacherstr. 4, 79085 Freiburg im Breisgau
  • University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Cluj-Napoca (USAMV) / Dr. Florin Pacurar, Calea Mănăștur 3-5, Cluj-Napoca 400372, RO
  • University College London (UCL) / School of Pharmacy / Prof. Dr. Michael Heinrich, 29-39 Brunswick Square, London, WC1N 1AX, UK

Projektmitarbeiter/innen:

  • M.Sc. Anja Zur Loye,
  • M.Sc. Joana Sucholas

Beschreibung:

Das Forschungsvorhaben adressiert die Thematik von Wildpflanzenressourcen und ihre ökonomische / regionalwirtschaftliche Relevanz im Pharma- und Kosmetiksektor

Gegenstand des Vorhabens ist im Detail:

  • Die Analyse und Darstellung der Marktrelevanz von Wildsammlungen von Pflanzen aus Extensivgrünland einschließlich der ökologischen, sozio-ökonomischen und sozio-strukturellen Rahmenbedingungen in wichtigen Sammelgebieten.
  • Die Darstellung beispielhafter Wertschöpfungsketten (value chains) bei der Nutzung von Wildpflanzenressourcen als Grundlage für pharmazeutische und kosmetische Produkte.
  • Die Ableitung regionalwirtschaftlicher Potentiale und möglicher Synergien (u.a. nachhaltige Nutzung über hochwertige Produkte, Teilhabe der Flächenbewirtschafter und Erhaltung ökologisch wertvoller Lebensräume der Ressourcennutzung und – der Gefährdung von Pflanzen durch Wildsammlungen).
  • Die Bereitstellung von Informationen und Handlungsempfehlungen für Branchenunternehmen (in Bad.-Württ.) als Grundlage für die Entwicklung unternehmerischer Strategien.

Mit wachsender ökonomischer Bedeutung sind Pflanzen aus Wildsammlungen begehrte und nicht zu ersetzende Rohstoffe für die Herstellung von Arzneimitteln, hochwertiger Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln und auch für Naturfarben und Lacke. Allein das deutsche Marktvolumen für Phytopharmaka (Heilmittel aus Pflanzen) und Naturkosmetika beträgt aktuell ca. 4 Mrd. € jährlich (Tendenz wachsend) . Beim Import von Heil- und Aromapflanzen steht Deutschland im weltweiten Vergleich an 4. Stelle; beim Export bemerkenswerterweise an 3. Stelle. Am europäischen Markt für Phytopharmaka haben deutsche Unternehmen einen Anteil von rund 50%. Auch in Baden-Württemberg gibt es zahlreiche traditionsreiche, meist klein– bis mittelständisch strukturierte Unternehmen, die im Segment hochwertiger Arzneien und Kosmetika auf Basis von Wirkstoffen natürlicher Pflanzen aktiv sind – etliche agieren sogar global.

Doch viele Heilpflanzen und ihre Lebensräume werden immer seltener. Sowohl die Beschaffung (Mengen) als auch die Qualität dieser Pflanzen aus Wildsammlungen (Inhaltsstoffe) werden daher zunehmend kritische Faktoren für die Unternehmen der Phytopharmaka- und der Naturkosmetikbranche. Generell sind folgende Entwicklungen festzustellen:

  • Der ständig steigende Bedarf führt zu immer intensiveren und sich geographisch ausdehnenden Wildsammelaktivitäten; gleichzeitig nehmen viele Lebensräume mit Vorkommen von Wildpflanzen drastisch ab, bzw. die Ressourcen werden zunehmend übernutzt.
  • Es wird versucht, mengen- und umsatzrelevante Pflanzen durch landwirtschaftlichen Anbau zu kultivieren, bzw. die Wildarten durch Züchtung an Kulturbedingungen zu adaptieren.
  • Bei vielen wirtschaftlich relevanten Pflanzen ist es bislang nicht gelungen, diese Pflanzen in Kultur anzubauen, bzw. der ökonomische Aufwand ist zu hoch und die Qualitäten (Inhalts-und Wirkstoffe) sind unbefriedigend.

Die Thematik der Ressourcenbewirtschaftung von natürlichen Ökosystemen mit Vorkommen von wichtigen Pflanzen für Pharmazie und Naturkosmetik ist also weitaus mehr als ein reines Naturschutzthema. Die WELEDA AG, Schwäbisch Gmünd, wird das Vorhaben durch Expertise, die Bereitstellung von Daten und durch Logistik für einen geplanten Expertenworkshop unterstützen. 

Miteinander forschen, voneinander lernen: Austausch in Forschung und Lehre zwischen der UENR in Ghana und der HFR in Baden-Württemberg mehrweniger

Logos: Baden-Württemberg STIPENDIUM, Baden-Württemberg Stiftung

Researching together, learning from each other: Exchange in research and teaching between UENR, Ghana and HFR, Baden-Württemberg, Germany

Projektträger:

Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus, ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung

Laufzeit:

1.11.2016-31.10.2019

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Steffen Abele, Hochschule für Forstwirtschaft

Projektpartner:

University of Energy and Natural Resources (UENR), Sunyani, Ghana

Projektmitarbeiter/innen:

B.Sc. Nina Schäfer

Beschreibung:

Das Oberziel des Projektes ist die Kooperation zwischen der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der University of Energy and Natural Resources in Sunyani, Ghana. Dabei soll auf der Basis dieses Projekts eine langfristige Zusammenarbeit insbesondere im Bereich der gemeinsamen Forschung und des Austauschs in der Lehre entstehen.
Dieses Ziel soll durch ein Modell aus eng miteinander verbundenen Projektsäulen erreicht werden. Die drei Säulen sind Forschungsprojekte Studierender (Bachelor- und Masterarbeiten), der Austausch von Lehrenden zwischen den zwei Hochschulen, sowie die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprioritäten und –projekte. Die Fachgebiete, auf denen sich das Projekt und seine Säulen inhaltlich bewegen, sind Energie und Energiemanagement, Wassermanagement und Landwirtschaft.

The overall objective of the project is the cooperation between the University of Applied Forest Sciences (hereinafter HFR) in Rottenburg, Germany, and the Sunyani University of Energy and Natural Resources (UENR) in Ghana. The present project will help establish long-term relations and eventually lead to a sustained cooperation and to further joint research and teaching projects in particular.
The overall objective of the project will be achieved through a tightly coupled multi-pillar scheme of student research projects, through the exchange of teaching staff and the development of common research priorities and projects. To achieve this objective, the priority research areas, or pillars, of the project are: Energy and Energy Management, Water Management and Agriculture.

Über den Projektträger:

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de 

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de 

Nutzung von Maisfeldern durch Vögel im Sommer und Herbstmehrweniger

Maisfeld mit Fangnetz

Use of maize fields by birds in summer and autumn

Laufzeit:

2016-2018

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Projektpartner:

  • Vogelwarte Helgoland,
  • Vogelwarte Radolfzell,
  • Beringungszentrale Hiddensee

Projektmitarbeiter/innen:

  • Angelina Mattivi,
  • VogelberingerInnen aus ganz Deutschland

Beschreibung:

Auf etwa 7,2 % der Gesamtfläche Deutschlands wird Mais angebaut. Unklar ist welchen Wert Maisfelder für die Biodiversität besitzen. Um dies herauszufinden, sollen am Beispiel der Vögel in unterschiedlichen Regionen und Landschaften Deutschlands Vogeldichten in Maisfeldern ermittelt werden. Ziel des Projektes ist es, mit Hilfe von standardisierten Netzfängen an möglichst unterschiedlichen Standorten in Deutschland zu ermitteln, welche Vogelarten sich zwischen Juli und Oktober mit welchen Individuenzahlen im Mais aufhalten. Hierbei wird der Landschaftskontext, der für Unterschiede in der Vogeldichte eine Rolle spielen könnte, berücksichtigt. Wichtiges Ziel ist ebenso, Aussagen zur Nutzungsdauer und Fitness von Vögeln in Maisfeldern treffen zu können. In 2016 haben sich mehr als zehn Vogelberinger und Beringerinnen aus ganz Deutschland an dem Projekt beteiligt.

About 7.2 % of Germany’s territory is used for the cultivation of maize. The value of maize fields for biodiversity has rarely been investigated. Therefore, we intend to sample bird densities in different regions and landscapes within Germany. The aim of the project is to find out the number of bird species and individuals present in maize fields by standardized mist-netting between July and October. Landscape matrix effects will be considered as they might responsible for differences between recorded bird abundances. Furthermore, we investigate the duration and fitness of birds resting in maize fields. In 2016, more than ten people from different regions within Germany has been taken part in this ongoing project.

Downloads: 

Projektunterstützung durch:

  • Deutsches Maiskomitee (2016)
  • Deutsche Ornithologen Gesellschaft e.V. (2017)

Wissensdialog Nordschwarzwald [WiNo] – ein Reallabor Projekt. Der Nationalpark Schwarzwald als Katalysator einer regionalen Nachhaltigkeitstransformationmehrweniger

Projektträger:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK)

Laufzeit:

01. Januar 2018 – 31. Dezember 2019

Projektverantwortung:

  • Prof. Dr. Barbara Koch (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • Prof. Dr. Bachinger (Themenbereich waldbasierter Gesundheitstourismus)

Projektpartner: 

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
  • Nationalpark Schwarzwald
  • Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord
  • Nationalparkregion Schwarzwald e.V.

Projektmitarbeiter/innen:

Hannes Rau, M.Sc. (Themenfeld waldbasierter Gesundheitstourismus)

Beschreibung:

Das Forschungsprojekt „Wissensdialog Nordschwarzwald“ (WiNo) ist gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) und wird von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der Universität Freiburg gemeinsam bearbeitet. Nach Abschluss der ersten Projektperiode (2015-2017) werden seit 2018 drei auserwählte Themenfelder bis zum Ende der zweiten Förderphase im Dezember 2019 gefördert. Darunter ist das Thema „waldbasierter Gesundheitstourismus“, das an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg unter der Leitung von Frau Prof. Monika Bachinger bearbeitet wird.

In der ersten Phase wurden in diesem Themenfeld positive Effekte von Wäldern auf die physische, psychische und soziale Gesundheit analysiert und nachfrageseitige Bedürfnisse als auch angebotsbezogene Chancen im Schnittbereich von Tourismus, Wald und Gesundheit erforscht. Konkrete Maßnahmenideen wurden mit Forschungs- und Praxispartnern und Akteuren aus der Nationalparkregion Schwarzwald gesammelt. Aufgrund der großen Unterschiede bei der touristischen Nachfrage und Angebot als auch in Bezug auf die landschaftliche Vielfalt der Projektregion wurden verschiedene „Erlebnisräume“ abgegrenzt (siehe Karte 1).

Während der laufenden Phase des Projektes sollen auf Basis der Forschungsergebnisse und Umsetzungsideen weitere Impulse in Richtung einer Verstetigung gesetzt werden, die auch über die Dauer der Reallaborprojekte hinaus Wirkung in der Region entfalten. Dazu sind drei Arbeitsschritte vorgesehen. Schritt eins bezieht sich auf die Vervollständigung von touristischen Produktideen: in der ersten Förderphase wurden im Rahmen einer prototypischen Veranstaltung nur in einer der vier Erlebnisräume der Region Produktideen gesammelt; somit wurde auch nur ein Teil der relevanten Stakeholder einbezogen. In der Folgephase des Projektes wird der entwickelte methodische Ansatz nun flächendeckend in den drei fehlenden Teilregionen angewandt. Auf Basis des dann vorhandenen Pools an Ideen werden Produktvorschläge mit konkretem Umsetzungswillen ausgewählt. Für diese Ideen werden durch studentische Teams im Rahmen eines Forschenden-Lernen-Ansatzes umsetzungsreife Konzepte, z.B. Businesspläne entwickelt. Die einzelnen Schritte werden im Folgenden weiter detailliert:

  • Schritt 1: Systematische Vervollständigung der Produktideen: Im Rahmen einer regionalen Workshopreihe wurden konkrete touristische Produktideen gesammelt, die den Wald und seine gesundheitsfördernden Wirkungen als zentrale Aspekte aufgreifen und für Besuchende als auch Einwohner in Wert setzen. Auf diese Weise konnten eine Vielzahl regional verankerter Ideen gewonnen werden, die die große landschaftliche Vielfalt und breite Angebotspalette im Naturtourismus aller vier Teilgebiete der Nationalparkregion widerspiegelt. Insgesamt wurden drei regionale Workshops durchgeführt. Workshop 1 (Teilgebiet 3 „Höhenlagen“): 11.07.2017 in Baiersbronn Workshop 2 (Teilgebiet 4 „Nationalpark“): 22.3.2018 im Nationalparkzentrum Ruhestein Workshop 3 (Teilgebiet 1 „Rheinebene & Vorberge“ und 2 „mittlere Lagen und Täler“): 09.04.2018 in Bühlertal.
  • Schritt 2: Auswahl von Ideen mit konkretem Umsetzungswillen: Eine Jury bewertete die eingereichten Ideen anhand von Kriterien des Design-Thinking-Ansatzes. Stimmberechtigt waren dabei der Nationalpark Schwarzwald, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die Nationalparkregion Schwarzwald e.V., die HS Rottenburg sowie die Uni Freiburg. Die Bewertungskriterien waren die Wünschbarkeit, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktideen. Insgesamt wurden 13 Ideen bewertet, die über die Errichtung eines Naturlabyrinths, einer Schwarzwaldhochzeit bis hin zu Nutzung von Heuhütten für Übernachtungen reichten. Insgesamt wurden sechs der touristischen Produktideen zur weiteren Bearbeitung ausgewählt.
  • Schritt 3: Herstellen der Umsetzungsreife: Die sechs besten Produktideen wurden von Studierendenteams der Studiengänge NAREM und Forstwirtschaft zur Umsetzungsreife weiterentwickelt. Dies erfolgte im Sommersemester 2018 durch vier Teams und im Wintersemester 2018/10 durch zwei Teams. Im Sommersemester 2018 nahmen 15 Studierende teil, die Konzepte zu den Themen „Naturlabyrinth“, „Kurwald“, „Ein Tag wilder“ und „Heuhütten“ entwickelten. Im zweiten Durchlauf im Wintersemester 2018/2019 erstellten die Projektgruppen Maßnahmenkonzepte, welche das Atmen von gesunder Waldluft sowie das Thema Stressmanagement für Mitarbeiter aufgreifen. 

Insgesamt verfolgt das Projekt in seiner Verlängerungsphase eine zweifache Zielsetzung. Einerseits sollen einige der im Rahmen des Projektes entwickelten Angebotsideen weiter in Richtung einer konkreten Umsetzung gebracht werden – auch um konkrete Mehrwerte für regionale Stakeholder aus der Forschung der ersten Projektphase zu schaffen und die Ergebnisse zu verstetigen. Daneben besteht weiterhin der übergeordnete Anspruch, den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu fördern. Noch stärker als in der ersten Förderphase steht dafür ein forschendes Lehr-Lern-Konzept im Mittelpunkt. Ziel ist hierbei, Studierenden nicht nur die Möglichkeit zu geben, an Projekten mit hoher Praxisrelevanz teilzunehmen und so Beiträge zur Entwicklung der Region zu leisten, sondern auch Begeisterung für die Prozesse und Herausforderungen des Forschens zu entwickeln. Das an der HFR eingesetzte Instrument sind Praxis-Wissenschafts-Teams, in denen Studierende von regionalen Praxispartnerinnen und -partnern bei der Weiterentwicklung der Angebotsideen beratend, inspirierend, aber auch kritisch begleitet werden. Methodische Zugänge, sowie fachliche Hintergrundinformationen werden von den Dozierenden im Rahmen von Vor-Ort-Begehungen, Online-Tutoring oder Seminaren vermittelt. Dieser besondere Ansatz wird derzeit zum wiederholten Mal im Rahmen des Fachs „Wald und Gesundheit“ angeboten. Für die verbleibende Projektlaufzeit ist es Aufgabe, dieses Lehr-Lern-Format so weiterzuentwickeln, dass es in die gegebenen curricularen Strukturen übernommen und an der HFR verstetigt werden kann.

Links:

http://www.wissensdialog-nordschwarzwald.de/   

Wissenschaftliche und organisatorische Zusammenarbeit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der Université du Burundi in Bujumburamehrweniger

Das Projekt „Wissenschaftliche und organisatorische Zusammenarbeit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg und der Université du Burundi in Bujumbura“ ist ein Projekt im Rahmen des „Baden-Württemberg-STIPENDIUMs für Studierende – BWS plus“, einem Programm der Baden-Württemberg Stiftung.

Projektträger:

Baden-Württemberg-Stiftung GGmbH

Laufzeit:

2014-2017

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Heidi Elisabeth Megerle

Projektpartner:

Prof. Dr. Reinhold Fink und Prof. Dr. Peter Grathwohl, beide Universität Tübingen

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. (FH) Kay Zierlein

Beschreibung:

Seit 1980 besteht eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Burundi, die in jüngster Zeit durch die Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens intensiviert wurde.

Das Projekt der HFR verfolgt den Ausbau der bereits 2011 initiierten Zusammenarbeit der Hochschule Rottenburg und der Université du Burundi in Bujumbura und die Entwicklung zu einer langfristig nachhaltig tragfähigen Kooperation im Kontext des oben genannten Partnerschaftsvertrages und unter Beachtung der entwicklungspolitischen Leitlinien des Landes. Hierzu wird eine Kooperation beider Länder in mehreren Fachbereichen (Forstwissenschaft, Geographie und Ressourcenmanagement, Geowissenschaften und Chemie) angestrebt, die von hoher entwicklungspolitischer Bedeutung sind.

Für Studierende aus beiden Ländern sind vielfältige Möglichkeiten für Austauschmaßnahmen vorgesehen. Studierende der Studiengänge Forstwirtschaft, Ressourcenmanagement Wasser und Naturraum- und Regionalmanagement der Hochschule Rottenburg sowie der Studiengänge Chemie und Geowissenschaften (Tübingen) sollen ein Auslandssemester an der Université du Burundi absolvieren und / oder ihre Abschlussarbeit in Burundi schreiben können, wozu sie in interessante, anspruchsvolle und gesellschaftlich relevante Projekten in Burundi eingebunden werden sollen. Studierende aus Burundi sollen ihre Ausbildung im internationalen Umfeld vervollständigen und Kenntnisse erwerben, die in ihrem Heimatland dringend gebraucht werden.

Durch den Austausch von Hochschullehrern wird zudem die wissenschaftliche Zusammenarbeit ausgebaut, für deren Fortsetzung anschließend weitere Fördergelder eingeworben werden können. In diese Forschungsprojekte sollen Studierende im Rahmen von Abschlussarbeiten eingebunden werden (siehe oben). Zudem ist eine Internationalisierung der Lehre durch das Angebot von Lehrveranstaltungen der besuchenden Dozenten an allen Standorten geplant. Die anvisierten gemeinsamen Forschungsprojekte haben nicht nur einen hohen wissenschaftlichen Anspruch, sondern auch eine sehr hohe Relevanz für die weitere Entwicklung in Burundi, einem der ärmsten und mit vielfachen Problembereichen belasteten Land, das zu den weltweit am wenigsten entwickelten Ländern (least developed countries nach Kriterien der UN) zählt.

Über den Projektträger:

Über das Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM fördert den internationalen Austausch von qualifizierten Studierenden und jungen Berufstätigen. Seit 2001 konnten über 20.000 junge Menschen aus Baden-Württemberg Auslandserfahrungen sammeln bzw. junge Menschen aus dem Ausland konnten einige Zeit in Baden-Württemberg verbringen. Jedes Jahr werden rund 1.500 Stipendien im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs vergeben. www.bw-stipendium.de

Das Programm Baden-Württemberg-STIPENDIUM für Studierende – BWS plus
Mit dem Programm BWS plus unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung innovative Kooperationen von Hochschulen mit anderen internationalen Institutionen. Das mit jährlich ca. 1,2 Million Euro dotierte Programm wurde 2011 zum ersten Mal ausgeschrieben. Seitdem wurden mehr als 70 BWS plus-Projekte an baden-württembergischen Hochschulen unterstützt.

Die Baden-Württemberg Stiftung
Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de 

Baden-Württemberg-STIPENDIUM
The Baden-Württemberg-STIPENDIUM supports the international exchange of students and vocationally qualified people. Since 2001, it has enabled more than 20,000 young people from Baden-Württemberg to gain experience abroad and allowed scholarship holders from other countries to visit Baden-Württemberg. Approximately 1,500 young people receive a Baden-Württemberg-STIPENDIUM each year.
www.bw-stipendium.de 

Baden-Württemberg-STIPENDIUM for University Students – BWS plus With the Baden-Württemberg-STIPENDIUM for University Students – BWS plus, the Baden-Württemberg Stiftung supports innovative joint projects between universities from Baden-Württemberg and their international partners. The programme, which is endowed with approximately 1.2 million euros annually, was announced for the first time in 2011. Since then, more than 70 BWS plus projects have been supported at universities in Baden-Württemberg.

Baden-Württemberg Stiftung
The foundation Baden-Württemberg Stiftung is committed to creating a vibrant Baden-Württemberg worth living in. It paves the way for cutting-edge research, diverse educational activities and responsible interactions with our fellow human beings. The Baden-Württemberg Stiftung is one of the major operational foundations in Germany. It is the only one that invests exclusively and non-partisanly in the future of Baden-Württemberg – and thus in the future of its citizens. www.bwstiftung.de   

LINK:

Abgeschlossene Projekte

Abgeschlossene Projekte im Forschungsschwerpunkt Management und Entwicklung Ländlicher Räume

Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen der GAP auf die Grünland bezogene Biodiversität [GAPGRÜN]mehrweniger

Projektträger:

F+E Vorhaben des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Laufzeit:

15.11.2015 – 14.03.2018

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Thünen Institut für Ländliche Räume des Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald & Fischerei, Braunschweig.
  • PAN Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH, München.
  • Michael-Otto-Institut im NABU, Bergenhusen
  • European Forum on Nature Conservation & Pastoralism, UK.

Projektmitarbeiter/innen:

Nicolas Schoof

Beschreibung:

Gestiegene Agrarpreise, die globale Marktausrichtung in bestimmten Produktionssektoren mit entsprechenden Konsequenzen und auch die hohe Nachfrage nach energetischer Biomasse erhöhen den Nutzungsdruck auf das Grünland. Gleichzeitig ist es politisches Ziel der neuen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) eine ökologischere, “grünere“ GAP zu erreichen. Die Notwendigkeit für eine stärkere Ökologisierung der GAP ist u.a. aus dem dramatischen Artenrückgang in der Agrarlandschaft und hier insbesondere im Grünland ableitbar. Mit dem Greening innerhalb der 1. Säule sowie den reformierten Instrumenten der 2. Säule, sollen, so die politischen Formulierungen, ein Beitrag zur Erreichung nationaler und europäischer Umwelt- und Naturschutzziele geleistet werden.

Mit dem geplanten F+E Vorhaben sollen die neuen Auflagen, Fördermechanismen und Gebietskulissen der GAP innerhalb des geplanten F+E Vorhabens auf ihre Effektivität hinsichtlich dem Schutz und der Förderung des Grünlands geprüft werden. Hierbei gilt es die Effizienz des Dauergrünlandschutzes durch das Greening sowie durch Agrarumwelt- und Klimaprogramme und die Ausgleichzahlungen für benachteiligte Gebiete genauer zu analysieren.

Es soll im Detail geprüft werden, ob die neuen Gebietskulissen und die aktualisierte Grünlanddefinition zum Schutz des Grünlandes und seiner biologischen Vielfalt ausreichend sind. Von besonderem Interesse ist die Situation der Agrar(Wiesen)vögel, deren Vorkommen und Reproduktion von bestimmten Ausstattungen von Grünlandgebieten und spezifischen Grünlandnutzungen abhängig ist. In ausgewählten Gebieten mit verfügbaren langjährigen Monitoringdaten sollen Entwicklungen und Wirkungen von Instrumenten der GAP und des Naturschutzes analysiert werden. Durch einen Vergleich mit anderen Mitgliedstaaten sollen weiterhin alternative Schutz- und Fördersysteme identifiziert werden. Außerdem soll ein Monitoringsystem erarbeitet werden, welches die quantitativen aber auch qualitativen Veränderungen des Grünlands in Deutschland und die Auswirkungen für die Biodiversität erfasst. Ziel ist es, abgeleitete Empfehlungen zur Weiterentwicklung der GAP-Instrumente aber auch von Instrumenten der Naturschutz- und Energiepolitik, für einen umfassenden und im Sinne der damit verfolgten Ziele verbesserten Grünlandschutzes, aufzuzeigen. Das Vorhaben gliedert sich in 7 Arbeitspakete:

  • AP 1: Recherche zu Veränderungen, aktuellen Entwicklungen und neuen Erkenntnissen bzgl. des Grünlands innerhalb der neuen GAP.
  • AP2 : Analyse der InVeKoS- und Agrarstrukturdaten hinsichtlich Änderungen der Förderung, Grünlanddefinition und Grünlandnutzung.
  • AP 3: Entwicklung eines vegetationskundlichen Monitoringkonzeptes.
  • AP 4: Bewertung Vertragsnaturschutzmodelle im Grünland am Beispiel der Vögel in Beispielregionen (ornithologische Biodiv-Schwerpunktregionen).
  • AP 5: Beispiele guter fachlicher Praxis bei der Umsetzung der neuen GAP-Instrumente auf Grünland mit hohem Naturwert in anderen EU-Mitgliedsländern.
  • AP 6: Empfehlungen zur Weiterentwicklung der GAP-Instrumente, von Instrumenten der Naturschutz- Klima- und Energiepolitik, für einen umfassenden / verbesserten Grünlandschutz.
  • AP 7: Kontinuierliche Zuarbeit für das BfN (u.a. Bereitstellung von Expertenwissen, ad-hoc-Bewertungen / Kommentierungen zu Stellungnahmen). 

DBU-Konzeptstudie “Analyse prioritärer Handlungsräume für Biodiversitätsschutz in Rumänien” [BioDiv-Regionen Rumänien] mehrweniger

Identification of rural areas with significance for biodiversity in Romania with potential for long time engagement of the German Fund for Environment (DBU)

Projektträger:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Laufzeit:

01.02.2017 – 31.12.2017

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Cluj-Napoca (USAMV)
    Dr. Florin Pacurar
    Calea Mănăștur 3-5, Cluj-Napoca 400372, RO
    mail-to: fpacurar@dont-want-spam.gmail.com 
    phone: ++40 (0) 264 596 384 191
  • Transilvania University of Brasov / Faculty of Forestry /
    Prof. Dr. Lucian Curtu
    Șirul Beethoven 1, Brașov 500123, RO
    mail-to: lucian.curtu@dont-want-spam.unitbv.ro 
    phone: ++40 (0) 268413757

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl-Agrarbiol. Thomas Wehinger

Beschreibung:

Das Projekt verfolgt das Ziel, eine Entscheidungsgrundlage für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zu erarbeiten, die eine Identifizierung von Natur- und Kulturlandschaften mit besonderer Identität und biologischer Vielfalt am Beispiel Rumäniens ermöglicht. Es ist geplant, dass auf Basis der Studie in ausgewählten Regionen nachhaltige Entwicklungsprojekte über mehrere Jahre gefördert werden. Der Fokus der Projekte soll insbesondere der Sicherung von Prozessen dienen, die zum Erhalt der ökologisch wertvollen und für den Erhalt der Biodiversität wichtige Natur- und Kulturlandschaften beitragen. Wesen der geplanten Projekte soll ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz sein, der über die Förderung von Naturschutzmaßnahmen, Umweltbildung und Wertschöpfungsketten eine Landnutzung ermöglicht, die zum Erhalt der Biodiversität beiträgt.
Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung von Natur- und Kulturlandschaften in Rumänien, die von sehr großer Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität sind.

Die spezifischen Ziele des Vorhabens sind:

  1. Erarbeitung von Kriterien, die eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für die Auswahl von Natur- und Kulturlandschaften darstellen;
  2. Identifikation potentieller Handlungsräume unter Einbindung von nationalen Akteuren und Experten;
  3. Definition ökologischer und sozialökonomischer Aspekte, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren in der Region erwarten lässt.

Kooperationspartner des Vorhabens sind die Universität für Agrarwissenschaften und Tiermedizin in Cluj-Napoca (USAMV) und die Transsilvanien-Universität in Braşov (TUB).
Es werden darüber hinaus deutsche und rumänische Experten mit Erfahrungen und regionalen Kenntnissen zur umweltgerechten Nutzung von traditionellen Natur- und Kulturlandschaften in Rumänien in das Vorhaben einbezogen. Das Projekt sieht folgende Aktivitäten vor:

  1. Grundlagen und Workshop 1: Erarbeitung von Grundlagen zur Identifizierung von Kulturlandschaften die einen besonderen Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität haben. Diese Grundlagen beruhen auf allgemeinen Recherchen und auf Basis von Experteninterviews. Ein Diskussionspapier wird die Ergebnisse dieser Recherchen zusammenfassen und den Teilnehmern der Stakeholder Workshops als Vorbereitung zur Verfügung gestellt. Im Rahmen es 1. Workshops diskutieren die Stakeholder und die Experten das Konzeptpapier und tragen mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zur Vervollständigung der Entscheidungsgrundlage bei.
  2. Konzeptstudie und Workshop 2: Beim 2. Workshops werden eingeladenen Konzepte für mögliche / umsetzungsorientierte und –fähige vorgestellt und diskutiert. Die Workshop Ergebnisse finden dann Eingang in die Endfassung der Konzeptstudie. Basierend auf Ergebnissen der Grundlagen und der Workshops wird die Konzeptstudie vervollständigt. Inhalte sind u.a. Empfehlungen für ein methodisches Vorgehen, Inhaltskriterien für sinnvolle regionalwirtschaftliche Förderprojekte und Vorschläge für Auswahlkriterien für förderwürdige und förderfähige Projekte. Die Studie wird mit der Deutschen Bundesstiftung diskutiert und komplettiert.
  3. Identifizierung von möglichen Best-practise Förderungen: Über ein wettbewerbsartiges Auswahlverfahren (im Kontext von Ergebnissteil 2) werden Projekte (Regionen, Projektgruppen / Projektträger) vorgeschlagen, die ggf. nach Auswahl für einen längeren Zeitraum von der DBU gefördert werden sollen.

Stadtgrün – Fit for Futuremehrweniger

Projektträger:

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Laufzeit:

2015-2017

Projektverantwortung:

  • Prof. Dr. Rainer Luick (Projektleitung)
  • Prof. Dr. Heidi Megerle

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl. Biol. Anja Kries

Beschreibung:

Der aktuelle Stand der Klimaforschung zeigt, dass es aufgrund von fehlendem Handeln (bei allen globalen Akteuren und auf allen globalen Ebenen und Handlungsfeldern) nicht mehr nur darum geht, Folgen des Klimawandels auf Umwelt und Zivilisationen zu vermeiden. In Zukunft wird es zunehmend wichtiger werden, sich mit geeigneten und rechtzeitig eingeleiteten Handlungskonzepten und Maßnahmen auf die Auswirkungen des Klimawandels einzustellen. Dies betrifft als unmittelbare Handlungsebene auch in starkem Maße die Kommunen.

Hinsichtlich der projizierten Klimaänderungen haben urbane, bzw. Agglomerationsräume eine besondere Verantwortung, da sich hier die Effekte des Klimawandels mit den Besonderheiten des Stadtklimas überlagern. Allgemein ist mit den Klimawandel von einer zusätzlichen Belastung des Stadtklimas auszugehen. Die Städtebauliche Klimafibel nennt unter anderem folgende Merkmale des Stadtklimas (vgl. Reuter & Kapp 2012):

  • Städtischer Wärmeinseleffekt (dieser zeichnet sich durch erhebliche Temperaturdifferenzen zwischen Innenstadt und Umland aus, so liegen die Temperaturen in Agglomerationsräumen durchschnittlich 4 bis 10 °C höher als in ländlichen Räumen (Schönwiese 1994, Wagner et al. 2013).
  • Städtisches Windfeld (mangelnde Durchlüftung dicht bebauter Innenstadtbereiche aufgrund fehlender Frischluftschneisen).
  • Städtischer Niederschlag (extreme Niederschlagsereignisse und der hohe Anteil versiegelter Flächen können zu Überflutungen mit z.T. erheblichen Schadpotentialen, führen (z.B. Helbig et al. 1999).
  • Niedrigere Luftfeuchte als im Umland aufgrund des niedrigeren Anteils an Wasser- und Grünflächen.
  • Beeinträchtigung der Luftqualität aufgrund zahlreicher Emittenten (z.B. Hausbrand, Industrieabgase, Verkehr).

In Deutschland ist in vielen Städten und Gemeinden eine zunehmende Sensibilisierung, ja Betroffenheit festzustellen. Befragungen von Bürgern und kommunalen Verwaltungen zeigen, dass es vor allem die Themenfelder Land- und Forstwirtschaft, der Gesundheitsbereich sowie die Wasserversorgung und –entsorgung sind, die mit dem Thema Klimawandel und –anpassungs-strategien assoziert werden. Unternehmen wiederum sehen ihre Risiken vor allem in den Bereichen Logistik sowie Investition und Finanzierung, manche sehen im Absatzbereich bestimmter Produkte und Dienstleistungen aber auch positive Impulse durch den Klimawandel. Im Vorhaben (Stadtgrün – Fit for Future) wird die Thematik der städtischen Grünflächen im Kontext des Klimawandels und zu diskutierender Anpassungen adressiert. Dieser Sektor wird bislang allgemein (noch) nicht als ein Schwerpunktthema erkannt. Wir wollen jedoch mit dem im Weiteren beschriebenen Vorhaben deutlich machen, dass Diskussions- und Handlungsbedarf besteht. Am Beispiel baden-württembergischer Kommunen (Groß- und Mittelstädte) soll untersucht werden, vor welchen neuen Herausforderungen (Problemen) das “Stadtgrün“ bei sich ändernden Klimabedingungen steht. Es soll weiterhin diskutiert werden, welche Chancen im Sinne der Umsetzung von Biodiversitäts-sichernden und -verbessernden Maßnahmen (Stadtökologie) auf kommunaler Ebene bei sich ändernden Standortbedingungen bestehen. Dazu sollen auch umsetzungsfähige Handlungskonzepte entwickelt werden.

Das Vorhaben soll in zwei unabhängig voneinander bearbeitbaren Abschnitten bearbeitet werden. Im ersten Projektteil stehen Analyse und Ableitung von Handlungsempfehlungen im Vordergrund. Im geplanten zweiten Projektteil sollen Vermittlung an Handlungsträger und konkrete planerische Übertragungen im Fokus stehen. Folgende Arbeitspakete werden im ersten Projektteil bearbeitet:

AP 1: Aktueller Stand der Forschung und Erkenntnisse.

AP 2: Aktueller Diskussionsstand in baden-württembergischen Kommunen.

AP 3: Analyse planerischer Ansätze und Anpassung an Climate Mitigation.

AP 4: Erarbeitung übertragbarer Handlungsstrategien und Entwicklung eines Planungsleitfadens.

AP 5: Transfer und Multiplikation der Projekterkenntnisse

Das Projekt hat eine Laufzeit von 2015 bis 2017 und wird von Prof. Dr. Rainer Luick und von Prof. Dr. Heidi Megerle koordiniert. 

Ressourceneffizienz und Landnutzung – Ansätze zur mehrdimensionalen umweltpolitischen Bewertung der Ressourceneffizienz [Nexus]mehrweniger

Projektträger:

Umweltbundesamt (UBA), FKZ 3715 31 103

Laufzeit:

01.11.2015 – 31.07.2017

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Ökoinstitut Freiburg / Darmstadt / Berlin
  • Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB)

Projektmitarbeiter/innen:

Diplom Forstwirt Dimitri Vedel

Beschreibung:

Vor dem Hintergrund einer weltweit stark wachsenden Bevölkerungszahl und einem sich angleichenden Konsummuster, nach dem Vorbild der gesellschaftlichen Mittelklasse in den hochentwickelten Industrieländern, steigt der Druck auf die verfügbaren natürlichen Ressourcen. Dabei stellen grundsätzlich die natürlichen Ressourcen, die Lebensgrundlagen dar. Ihre Verfügbarkeit ist begrenzt, die steigende konkurrierende Nutzung der Ressourcen verschärft sich und gleichzeitig ist die Regenerationsfähigkeit der Ressourcen beschränkt.
Zu den natürlichen Ressourcen zählen nach der Definition der Antragsteller die erneuerbaren und nicht erneuerbaren Primärrohstoffe, physischer Raum, Umweltmedien, strömende Ressourcen sowie Ökosystemleistungen, die die Biodiversität beinhalten.
Ökosystemleistungen beschreiben die Leistungen und den Nutzen, den Menschen aus Ökosystemen ziehen. Bei der Bereitstellung von nachhaltiger Biomasse spielen die Ökosystemleistungen eine zentrale Rolle. Die Leistungen können sich auf verschiedene Bereiche beziehen und stehen in Wechselwirkung mit anderen Leistungen, wie z.B. Versorgungsleistungen, Regulierungsleistungen oder Basisleistungen wie die Fruchtbarkeit von Böden. Die Biomassebereitstellung kann sich auch bei flächeneffizienten Systemen negativ auf andere Systembereiche auswirken, z.B. Fichtenmonokulturen, auf das Landschaftsbild oder die Trinkwasserbereitstellung.
Mit einer veränderten gesellschaftlichen Struktur und einer begrenzten Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen ist dennoch eine effiziente und effektive Nutzung erforderlich. Dies macht ein fundiertes Monitoring bzw. Bewertungssystems nötig. Das System muss helfen Nutzungs- und Effizienzgrenzen aufzuzeigen. Verschiedene Indikatoren können die Effizienzbewertung der Biomassebereitstellung unterstützen. Dies erfolgte bisher nur eindimensional.
Das hier beschriebene Forschungsprojekt soll eine mehrdimensionale Bewertung erlauben und ein übergreifendes Monitoring etablieren. Die zu erarbeitenden Indikatoren können so z.B. eine zukünftige nachhaltige Bioökonomie planbar und bewertbar machen. Auswirkungen auf Umwelt und Ökosystemleistungen werden so in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung beschreibbar.
Ziel des Projektes ist die verschiedenen Bewertungsansätze zu entwickeln, anhand deren die multifunktionale Nutzung von Land und Fläche im Sinne der Ressourceneffizienz beschrieben werden kann. Der Beitrag der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ergänzt das umfassende Bewertungssystem um den Bereich der Biomassebereitstellung aus Wald- und Forstwirtschaft.

Modellprojekt solidarisch-kooperative, nachhaltige Streuobstbewirtschaftung am Modellstandort Waldhausen [SOLAWI-Streuobst] mehrweniger

Projektträger:

Plenum Landkreis Tübingen

Laufzeit:

2015 - 2016

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Steffen Abele

Projektpartner:

  • Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
  • Biolandhof Waldhausen

Projektmitarbeiter/innen:

Hermann Kley

Beschreibung:

Das Forschungsprojekt hat die Zielsetzung den Aufbau einer solidarisch-kooperativen und nachhaltigen Streuobstbewirtschaftung wissenschaftlich zu begleiten. Durch die Dokumentation der Abläufe beim Aufbau und der Durchführung eines Streuobstprojekts als solidarische Landwirtschaft werden die Machbarkeit solcher Kooperationsformen und die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit analysiert.

Mit dem Aufbau einer solidarisch-kooperativen und nachhaltigen Streuobstbewirtschaftung verfolgt die Aktionsgruppe in Waldhausen das Ziel, Streuobstwiesen in der Region zu erhalten und gleichzeitig interessierten Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich an diesen Streuobstwiesen zum eigenen Nutzen zu beteiligen. Bestehende ökologische, wirtschaftliche und soziale Potenziale sollen genutzt werden um ein solidarisches Netzwerk von Wiesenbesitzern, verschiedenen Akteuren der Pflege und Verarbeitung sowie den Verbrauchern zu schaffen. Den Wiesenbesitzern wird die Pflege, Ernte, Verarbeitung und Vermarktung von bezahlten und erfahrenen Kräften eines Aktionsteams abgenommen und erlebnispädagogisch interessant organisiert, damit die Verbraucher sich an den verschiedenen Bewirtschaftungsaktivitäten entsprechend ihren Interessen und ihrer verfügbarer Zeit beteiligen können („Prosumentenmodell“). So gewinnen sie Einblicke und Transparenz bezüglich der Herkunft und Produktion ihrer Lebensmittel, können die Streuobstkultur in ihrem Alltag lebendig wiederbeleben und entsprechende Kompetenzen erlernen. Dazu müssen sie nicht allein eine Obstwiese oder einen Garten ganzjährig hegen. Vielmehr können sie entsprechend ihrer Möglichkeiten und Interessen bei professionell angeleiteten Aktivitäten punktuell mitwirken.

Aktivitäten des Projekts sind die Etablierung einer solidarischen Streuobstbewirtschaftung, die Kommunikation und Akquise von „Prosumenten“, die und die Durchführung von erlebnispädagogischen Modellaktionen am Standort Waldhausen. Insbesondere wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in deren Rahmen ein Businessplan erstellt wird, der die langfristige ökonomische Tragfähigkeit des Modellprojekts analysieren und dokumentieren soll.

Download:

Abschlussbericht SOLAWI-Streuobst | PDF

Bewertung regionaler Landnutzungs- und Biodiversitätsaspekte in der Produktökobilanz (LCA) für die Bioökonomie in Baden-Württembergmehrweniger

Projektträger:

MWK BaWü über Projektträger Jülich; Ausschreibung Bioökonomie

Laufzeit:

01.07.2014 – 30.06.2016

Projektverantwortung:

Prof. Rainer Luick

Projektpartner:

Universität Stuttgart, Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung (GaBi) Fraunhofer Institut für Bauphysik, Abt. Ganzheitliche Bilanzierung

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.- Geographin Christina Eilers

Beschreibung:

Jede wachsende Wirtschaft benötigt neue Flächen für Wohnen, Industrie, Infrastruktur sowie Land- und Forstwirtschaft. Diese zunehmende Intensivierung der Landnutzung und die damit verbundenen Auswirkungen haben eine wachsende Relevanz in gesellschaftspolitischen Diskussionen. Weltweit steigt der Anteil an versiegelter Fläche – meist zu Lasten von Agrarflächen und von Wald – zwischen 5.000 und 15.000 Hektar pro Tag. In Deutschland werden täglich rund 74 Hektar versiegelt; das entspricht der Größe von mehr als 100 Fußballfeldern. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Deutschland zum Ziel gesetzt, den Flächenbedarf bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Der Flächenbedarf für Baden-Württemberg lag im Jahr 2011 bei 6,3 Hektar am Tag.

Landflächen erfüllen eine Vielzahl von ökologischen Funktionen, den so genannten Ökosystemdienstleistungen. Sowohl die Versiegelung von Flächen durch Bebauung als auch die Nutzung von Flächen für Land- und Forstwirtschaft, Infrastruktur, und industrielle Prozesse führen zu einer Veränderung der natürlichen Bodenfunktionen und damit der ursprünglich bereitgestellten Ökosystemdienstleistung. Das natürliche Gleichgewicht wird beeinflusst. Die Berücksichtigung der Auswirkungen von Landnutzung auf die Bodenfunktionen und die Biodiversität sind daher unabdingbar bei der Beurteilung von durch menschliche Aktivitäten verursachten Prozessen.

Die Bioökonomie zielt u.a. darauf ab, stoffliche und energetische Ressourcen vermehrt durch biogene Ressourcen zu ersetzen, jedoch meist unter signifikanter Inanspruchnahme und Nutzung von Flächen. Eine optimale Ausnutzung der Ressource „Land“ mit dem Ziel der geringstmöglichen Beeinflussung der natürlichen Ökosystemdienstleistungen verschiedener Regionen muss angestrebt werden. Etablierte Methoden und Werkzeuge, welche die Umweltwirkungen von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen ganzheitlich untersuchen, müssen somit um Aspekte der Flächeninanspruchnahme und Biodiversität erweitert werden.

Die Ökobilanz (engl. Life Cycle Assessment, LCA) ist eine nach DIN EN ISO 14040 und 14044 international standardisierte und in Forschung und Industrie etablierte Methode zur Ausweisung der potentiellen Umweltwirkungen, die die Herstellung, die Nutzung oder das Lebensende eines Produktes verursachen. Dabei werden sämtliche Ressourcen und Emissionen entlang der kompletten Wertschöpfungskette des Produktes erfasst und die resultierenden Wirkungen auf die Umwelt in verschiedenen Wirkungskategorien, wie dem Beitrag zum Treibhauspotential oder der Eutrophierung, berechnet.

Ökobilanzen sind obligatorisch im Rahmen der Nachhaltigkeitszertifizierung im Bauwesen (DGNB), werden standardmäßig in Entwicklungsprozessen der Automobilindustrie (z.B. Umweltzertifikat Daimler , der Chemieindustrie (z.B. Evonik, BASF, Akzo Nobel, Dow Chemicals) etc. angewandt und sind eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Nachhaltigkeit von fossilen und biogenen Ressourcen.

Bestehende Vorarbeiten adressieren die grundlegende Methodik für die Integration von Landnutzung und Biodiversität in die Produktökobilanz, fokussieren jedoch auf einen überregionalen bis globalen Maßstab. Ziel dieses Projektes ist es, die bestehenden Vorarbeiten und global anwendbaren Ansätze zur Ausweisung der Landnutzung und Biodiversität in der Produktökobilanz weiter zu entwickeln und für eine regionalisierte Betrachtung der Bioökonomie in Baden-Württemberg verfügbar zu machen. Sie sollen die etablierten globalen und überregionalen Bewertungsgrößen in der Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und 14044 ergänzen. Regionale Standortgegebenheiten können somit deutlich besser als bisher bei der Umweltbewertung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen berücksichtigt werden. Die weiterentwickelten Methoden sollen in Fallstudien im Förderprogramm Bioökonomie Baden-Württemberg angewandt und demonstriert werden, vornehmlich aus den Forschungsfeldern Biogas und Lignocellulose. Das Vorhaben wird verantwortlich von der Universität Stuttgart / Lehrstuhl für Bauphysik Abteilung Ganzheitliche Bilanzierung bearbeitet. Die Hochschule Rottenbug / Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rainer Luick ist mit einem Teilprojekt in das Vorhaben eingebunden.

DOWNLOAD:

Die Energiewende im Spannungsfeld energiepolitischer Ziele, gesellschaftlicher Akzeptanz und naturschutzfachlicher Anforderungen mehrweniger

Kurztitel: 

Naturverträgliche Energiewende zwischen allen Stühlen? (EWeNat)

Projektträger:

Bundesamtes für Naturschutz F+E-(Vorhaben 3515801800)

Laufzeit:

01.12.2014 – 31.06.2016

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

TU Berlin/FG Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung Prof. Dr. Stefan Heiland

Projektmitarbeiter/innen:

Forstwirt Dimitri Vedel

Beschreibung:

Ziel des kooperativen Projektes (Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg / Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Rainer Luick und TU Berlin / Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Stefan Heiland) ist es, die Beziehungen und Widersprüchlichkeiten zwischen den politischen Ausbauzielen für erneuerbare Energien und deren technischer Machbarkeit, ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz sowie landschafts- und naturschutzfachlicher Anforderungen näher zu betrachten, zu analysieren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Diese Fragestellungen wurden bisher in der Diskussion um die Energiewende und deren Auswirkungen auf Natur und Landschaft sowie ihre gesellschaftliche Akzeptanz vernachlässigt.

Übergeordnetes Ziel des beantragten Vorhabens ist es, Beiträge zu leisten

  1. zur Reflexion neuer, mit der Energiewende im Kontext stehender Problemlagen zu Aspekten des Natur- und Ressourcenschutzes einschließlich vermutet zukünftiger / antizipierbarer Konfliktlagen,
  2. zur Akzeptanz des Ausbaus erneuerbarer Energien,
  3. zur natur- und landschaftsverträglichen Gestaltung und Umsetzung dieses Ausbaus und
  4. zur Schaffung eines Bewusstseins der Notwendigkeit der Reduktion des Energieverbrauchs und damit einhergehend der Diskussion zukünftiger Lebensstile.

Inhaltlich sollen Erkenntnisse zu folgende Detailfragen erbracht werden:

  1. Wie können Akzeptanz und Akzeptabilität sowohl der Energiewende als auch der Notwendigkeit, diese natur- und landschaftsverträglich umzusetzen, in der Bevölkerung und den relevanten Akteuren erhöht werden?
  2. Wie kann die gesellschaftliche Widersprüchlichkeit im Umgang mit der Energiewende und ihren landschaftlichen (ggf. auch internationalen) Auswirkungen seitens des Naturschutzes in die gesellschaftliche Diskussion eingebracht werden (insbesondere am Beispiel der Windkraft, die besonders sichtbare Auswirkungen in der Landschaft hat)?
  3. Welche Möglichkeiten bestehen, in diesem Zusammenhang Fragen der Reduktion des Energiebedarfs/-verbrauchs und damit von Lebensstilen in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen?

Diese Fragen sind vor dem Hintergrund zu sehen und zu diskutieren, dass derzeit erst rund 13% des Endenergiebedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden und der weitere Ausbau mit erheblichen gesellschaftlichen Herausforderungen sowie Konsequenzen für Natur und Landschaft verbunden sein wird.

Die Vielschichtigkeit der Fragestellungen erfordert einen intensiven Dialog mit Experten verschiedener Fachrichtungen und Akteursgruppen (Naturschutzverbände, Anlagenbetreiber, Bürgerinitiativen, Politikern, Umweltpsychologen, Akzeptanzforscher, Soziologen, Planer, Kommunikationsexperten, ggf. Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit; Experten zu Suffizienzfragen, Akteure Bürgerbeteiligung). 

Bioenergie kommunal [Bioko] – Entwicklung von Umsetzungsstrategien und -hilfen für eine nachhaltige energetische Biomassenutzung auf kommunaler Ebenemehrweniger

Projektträger:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) / Projektträger Jülich│ Forschungszentrum Jülich GmbH

Laufzeit:

01.09.2012 bis 31.08.2015

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Solarcomplex AG, 78224 Singen;
  • Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall w. V., 74549 Wolpertshausen;
  • Fachverband Biogas e.V., 85356 Freising

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. Verena Marggraff

Beschreibung:

Eine im Sinne von energetischer Effizienz und ganzheitlicher Nachhaltigkeit optimierte Biomassenutzung braucht auf regionaler und auf kommunaler Ebene ein innovatives und verbessertes Instrumentarium. Dies umfasst zum einen optimierte Planungsprozesse, die Bürgerbeteiligung ermöglichen und ökologische Aspekte im Rahmen einer koordinierten Standortsuche berücksichtigen.

Die verbesserte und frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungs- und Planungsprozesse ist dabei ein zentraler Aspekt, der auch für andere erneuerbare Energieformen Erkenntnisgewinne erwarten lässt.

Die damit verfolgte Absicht ist als Analyse der bestehenden Planungs-, Genehmigungs- und Beratungskultur zu verstehen, die es gilt, den rasanten und neuartigen Entwicklungen rund um die "Energiewende" anzupassen. Hierbei wird nicht darauf abgezielt, die deutsche Planungslandschaft neu zu erfinden, sondern dabei zu helfen, Lücken im System zu schließen, die bisher die flächendeckende Realisierung einer nachhaltigen und effizienten Nutzung der begrenzt verfügbaren Biomassepotenziale behindern. Prinzipiell darf es künftig nicht mehr genügen, Biomasseanlagen oder regionale Biomassepotenziale allein an ökonomischen und förderpolitischen Prämissen auszurichten, sondern ganz gezielt ökologische Aspekte in alle Planungs- und Realiserungsstufen im Dialog mit konkurrierenden Interessen konzeptionell zu integrieren. Hierfür sind einzelne Bausteine vorgesehen, die an Schwachpunkten ansetzen, die sich in der bisherigen Praxis zeigen. Dazu zählen u.a.: Entwicklung innovativer und übertragbarer Partizipationsformen bei der Standortsuche und Planung von Biomasseanlagen, Unterstützung der Praxiseinführung "extensiver" Anbauverfahren und dem verstärktem Einsatz von BiomasseReststoffen

Link:

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Modellierung der Verbreitung des Igels in Bayernmehrweniger

Projektträger:

Landesbund für Vogelschutz LBV

Laufzeit:

2015 - 2016

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Projektmitarbeiter/Innen:

M.Sc. Angelina Mattivi

Beschreibung:

Über Verbreitung und Bestand zum Igel gibt es in Deutschland vergleichbar wenige Angaben. Unklar ist bisher welche Landschaften und Habitate ein Igel besonders gerne bewohnt und welche Maßnahmen zum Erhalte der Igelbestände auf Landschaftsebene notwendig sind. Im Frühjahr 2015 starteten der Bayerische Rundfunk und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) ein großangelegtes „Citizen-Science-Projekt“ . Mit Hilfe von Bürgern, welche Daten zur Verbreitung von Igeln in Bayern erfassen können, soll herausgefunden werden, wie es dem Igel in Bayern geht.

Im Rahmen des Projektes befasst sich die HFR damit mittels GIS-Analyse und Habitatmodellierung, die aktuelle Verbreitung des Igels in Bayern darzustellen und aus dem Modell eine Bestandsschätzung abzuleiten. Die Ergebnisse sollen zur Beantwortung naturschutzrelevanter Fragestellungen im Sinne des Forschungsprojektes „Igel in Bayern“ genutzt werden. Hierbei spielt zum Beispiel die Frage eine Rolle, inwieweit nachhaltig genutzte Landschaften höhere Igel Populationen aufweisen als weniger nachhaltige.

Link:

http://igel-in-bayern.br.de/ 

Nachhaltige Landnutzung und Artenvielfalt mehrweniger

Projektträger:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DfG)

Laufzeit:

2010-2014

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Projektpartner:

Transferprojekt in Kooperation mit den Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. und der Justus-Liebig Universität Gießen; finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DfG)

Projektmitarbeiter/innen:

M.Sc. Sophia Franke

Beschreibung:

Ziel des Projektes ist es, praxisnahe Optionen für die Erhöhung der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands aufzuzeigen. Das Projekt ist von bundesweiter Bedeutung, da es direkt die Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung aufgreift und versucht Lösungen aufzuzeigen. Hierbei sollen nachhaltige Nutzungsoptionen mit Hilfe des bundesweiten Indikators ‚Artenvielfalt‘ überprüft werden. Der Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt stellt einen von 21 Schlüsselindikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung dar. Im Rahmen des Projektes sollen entsprechend der nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt für eine Erhöhung der Artenvielfalt entscheidende Parameter, z.B. der Anteil an Grünland oder an Hecken mit Hilfe von Landnutzungsszenarien verändert und ihre Wirkung mit Hilfe verschiedener Modellierungstechniken und des Teilindikators „Agrarland“ bewertet werden. Zur Berechnung des Teilindikators werden bundesweite Bestandsentwicklungen von zehn Vogelarten u.a. Feldlerche, Goldammer, Kiebitz, Neuntöter, Uferschnepfe, Steinkauz und Rotmilan herangezogen. Für das Projekt werden 300.000 Vogelbeobachtungen aus dem bundesweiten DDA Erfassungsprogramm „Monitoring häufiger Brutvögel“ genutzt.

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Ergebnisse | PDF

Exploration Forschungskooperation Indienmehrweniger

Projektträger:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Bonn

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick / HFR

Projektpartner:

  • HNB University Garwhal, India

Beschreibung:

Gegenstand des Antrags ist die Förderung von bilateralen Anbahnungsreisen für geplante künftige Forschungskooperationen zu Biodiversitäts-, Klimafolgen- und Nutzungsaspekten komplexer kulturlandschaftlich (agroforstwirtschaftlich) geprägter Landnutzungssysteme. Beteiligt sind folgende Hochschulen:

  • Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) / Baden-Württemberg,
  • Universität Freiburg / Fakultät für Umwelt und Ressourcen
  • Universität Göttingen / Fakultät für Forstwirtschaft und
  • HNB Garhwal University in Srinagar / Uttarakhand / Indien

Der indische Himalaya ist einer der wichtigsten globalen Biodiversitäts-Hotspots – dies sowohl in Bezug auf das natürliche biotische Inventar als auch in Bezug auf alte tradierte Kulturlandschaften mit sehr hoher Agrobiodiversität. Gleichzeitig sind diese Ressourcen durch verschiedene Stressoren in hohem Maß gefährdet. Geplante Forschungsstrategien umfassen Erkenntnisgewinn und Strategienentwicklung, insbesondere zur Ressourcen(Energie)versorgung für nachhaltige Landnutzungen.

Analyse des Einflusses von Klima und Landnutzung auf Verbreitung und Häufigkeit gefährdeter und geschützter Vogelarten mehrweniger

Projektträger:

Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA)

Laufzeit:

01.09.2013-30.09.2014

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Projektmitarbeiter/innen:

Sophia Franke, Ulrike Märkel

Beschreibung:

Am Beispiel von 50 ausgewählten Brutvogelarten sollen die möglichen klimainduzierten Verbreitungsveränderungen der Vogelwelt Sachsen-Anhalts prognostiziert und dargestellt werden. Hierbei werden erstmals in einer Auflösung von 10 x 10 m die heutige und die Verbreitung der Vögel in Sachsen-Anhalt für das Jahr 2050 mit Hilfe hochauflösender Modelle modelliert. Der Vergleich der prognostizierten mit der heutigen Verbreitung einschließlich der daraus abgeleiteten landesweiten Bestandstrends erlaubt die Abschätzung des klimainduzierten Gefährdungspotenzials.

Mit dem Forschungsprojekt soll eine wichtige Grundlage für die naturschutzfachliche Bewertung und die Ableitung von Handlungsempfehlungen und Anpassungsstrategien zur Abwendung negativer Folgen des Klimawandels auf die Biodiversität Sachsen-Anhalts gelegt werden.

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Energiewende in Baden-Württemberg: Auswirkungen, Chancen und Risiken für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg mehrweniger

Projektträger:

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Laufzeit:

01.12.2012 bis 31.12.2013

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Heidi Megerle

Projektpartner:

Die Studie wird im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg durchgeführt

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl. Geogr. Simon Früh

Beschreibung:

Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele und einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung soll in Deutschland ein Systemwechsel von einer vor allem auf Kern- und Kohlekraft basierenden Energieerzeugung hin zur zunehmend dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen (= Energiewende) stattfinden. Zur Umsetzung dieses Systemwechsels bedarf es neben einer drastischen Reduzierung des Energieverbrauchs, eines beschleunigten Ausbaus der erneuerbaren Energien. Damit gehen vielfältige Veränderungen einher, bspw. in den Bereichen technische Infrastruktur, Landnutzung und gesellschaftliche Handlungsmuster.

Zu den Auswirkungen und Konfliktpotenzialen des Ausbaus der erneuerbaren Energien aus lokaler bis internationaler Sicht existieren bereits zahlreiche Forschungsarbeiten und Gutachten. Dabei fokussieren die meisten Arbeiten auf einzelne regenerative Energieträger sowie ihre Auswirkungen auf einzelne Umweltbereiche. Ein entscheidender und innovativer Ansatzpunkt der Studie ist eine zusammenschauende Betrachtung und regionale Fokussierung auf die Raumkategorie „Ländlicher Raum“.

Die Energiewende und der damit verbundene Ausbau der erneuerbaren Energien wird sich erheblich auf den Ländlichen Raum auswirken, da dort die Flächen für eine dezentrale Energieversorgung vorhanden sind und genutzt werden können. Damit einher geht die „Transformation“ des Ländlichen Raums als Nahrungs- und Futtermittelproduzent hin zum Energieproduzenten, auch für die Agglomerationsräume. Die Konsequenzen dieses Prozesses sind äußerst komplex und in ihrem gesamten Ausmaß noch nicht absehbar, trotzdem sind bereits erste Tendenzen zu erkennen. Zu den positiv zu bewertenden Aspekten zählen in erster Linie neue Wertschöpfungs- und damit Beschäftigungseffekte, die abnehmende Abhängigkeit von Energieimporten sowie der Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Konfliktpotenziale sind insbesondere in der Veränderung des Landschaftsbildes und der damit verbundenen Gefahr des Beeinträchtigung der regionalen Identität und eines Rückgangs der touristischen Nachfrage sowie in Nutzungskonkurrenzen zwischen erneuerbaren Energieträgern bzw. deren Infrastruktur zu Produktion, Speicherung und Transport und der Landwirtschaft sowie dem Natur- und Umweltschutz zu sehen.

Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg weist eine große kulturlandschaftliche Vielfalt auf kleinem Raum auf. Dies führt zu spezifischen Empfindlichkeiten, die bei der Betrachtung möglicher Konsequenzen der Energiewende berücksichtigt werden müssen. Zudem müssen weitere aktuelle Raumentwicklungstendenzen einbezogen werden. Zu nennen sind hier vor allem der demographische Wandel und die Binnenmigration mit der Tendenz zur Reurbanisierung, die Europäische Agrarpolitik sowie der Klimawandel.

Die übergeordneten Ziele der Studie sind:

  • Aufzeigen möglicher Konsequenzen, Chancen und Risiken der Energiewende für die Raumkategorie „Ländlicher Raum“ in Baden-Württemberg,
  • Beantwortung der Frage (zumindest im Ansatz), ob die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in erster Linie von (naturräumlichen) Potenzialen und Restriktionen oder vielmehr von der Politik und der Gesellschaft gesteuert wird,
  • Ermittlung regionaler Unterschiede hinsichtlich der Akzeptanz für den Ausbau der erneuerbaren Energien,
  • Ermittlung regionaler Unterschiede hinsichtlich der Herangehensweise an die Umsetzung der Energiewende,
  • Darstellung der Erwartungen und Forderungen der verschiedenen relevanten regionalen Akteure an die Politik,
  • Bereitstellung einer Diskussionsgrundlage zum Thema „Energiewende und Ländlicher Raum“.

Für eine detaillierte Betrachtung wird die Fragestellung auf insgesamt 6 Modellgebiete (3 Landkreise, 3 Kommunen) übertragen, die sich alle vollständig innerhalb des Ländlichen Raums in Baden-Württemberg befinden.

Modellprojekt „Hochschultag Ländlicher Raum: Nachbearbeitung des Hochschultages 2012 und Vorbereitung des Hochschultags 2014 sowie Netzwerkaufbau in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg“ [HoLäRa]mehrweniger

Projektträger:

MLR Baden-Württemberg

Laufzeit:

01.12.2012 - 31.12.2014

Projektverantwortung:

Frau Prof. Heidi Megerle

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl-Geogr. Simon Früh

Beschreibung:

Seit 2006 treten das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und Forschungseinrichtungen des Landes in einen regelmäßigen Dialog zu aktuellen Fragen des Ländlichen Raums. Im Jahr 2011 hat Frau Prof. Megerle die federführende Organisation dieses Hochschultages übernommen. Im Rahmen des Projektes HoLäRa erfolgte die Nachbereitung des fünften Hochschultages einschließlich der Publikation eines Tagungsbandes sowie die Vorbereitung des sechsten Hochschultages im November 2014, der unter dem Leitmotiv „„Wertschöpfungspotentiale im Ländlichen Raum“ widmet. In enger Beziehung mit der Organisation und Durchführung des Hochschultages steht der beabsichtigte Aufbau eines Netzwerkes von Wissenschaftlern, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des Ländlichen Raumes, schwerpunktmäßig in Baden-Württemberg befassen. Hierzu erfolgt eine umfangreiche internetbasierte Recherche, um eine möglichst vollständige Übersicht derjenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen zu stellen, die sich mit der angesprochenen Thematik beschäftigen.

„Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2013 und Erreichung der Umwelt- und Biodiversitätsziele“ FKZ 3510 88 0300 des Umweltforschungsplans 2010 des BfNmehrweniger

Projektträger:

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Laufzeit:

01.11.2010 - 30.06.2013

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB), Mannheim
  • Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., Müncheberg

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Konstanze Ameskamp, Sabine Stein

Beschreibung:

Ziel des Vorhabens ist es, BMU und BfN im Prozess der Agrarreform mit wissenschaftlichen Analysen und problemorientierter Politikberatung zu unterstützen. Dabei sollen die von der Europäischen Union vorgestellten Optionen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Bewirtschaftungspraxis und damit die Umwelt sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt bzw. der Verbesserung des Naturhaushaltes analysiert werden. Neben den ökologischen Wirkungen der Optionen und deren möglichen Ausgestaltungen sollen auch geeignete sozio-ökonomische Parameter in die Analyse einbezogen werden, um Überlegungen und konzeptionell-strategische Empfehlungen aus Umwelt- und Naturschutzsicht zur künftigen Ausgestaltung der GAP zu optimieren und auf ein möglichst breites Fundament stellen zu können. Gleichzeitig sollen in dem Vorhaben Konzeptvorschläge entwickelt werden, damit BMU, BfN und UBA sich effektiv in den Prozess der Agrarreform 2013 einbringen und positionieren können. Aus wissenschaftlicher Sicht werden mit der Arbeit an dem Themenfeld Indikatoren zur Beurteilung der Agrarumweltsituation erarbeitet und so wichtige unterstützende Tools für die Politikbeurteilung, aber auch für späteres Monitoring geliefert. Die Zielsetzung spannt daher einen Rahmen von der Analyse und Bewertung der Vorschläge zur Gemeinsamen Agrarpolitik aus Sicht des Ressourcenschutzes bis hin zur innovativen und pragmatischen Weiterentwicklung der Vorschläge im Hinblick auf eine integrale Einbeziehung der Umweltsituation als zentrales europäisches Aktionsfeld der Landwirtschaft.

Link:

Workshop Ladenburg http://www.bfn.de/12583.html

Download

Broschüren:

Deutsche Version Gemeinsamen Agrarpolitik ab 2014- Perspektiven für mehr Biodiversitäts- und Umweltleistungen der Landwirtschaft? | PDF

Englische Version: Common Agricultural Policy from 2014- Perspectives for more Biodiversity and Environmental Benefits of Farming? | PDF

Ökonomischer Wert von Seen und Feuchtgebieten Projektträger: Global Nature Fund, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg mehrweniger

Laufzeit:

Dezember 2012 – März 2013

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Heidi Megerle

Projektpartner:

Global Nature Fund - Udo Gattenlöhner

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Geogr. Simon Früh (wissenschaftlicher Mitarbeiter), Fabian Spaich (studentischer Mitarbeiter)

Beschreibung:

Ökosystemdienstleistungen haben den Charakter eines öffentlichen Gutes. Aus diesem Grund werden sie vom privatwirtschaftlichen und öffentlichen Sektor in Anspruch genommen, oftmals ohne dass eine Umlage der kalkulatorischen Kosten hierfür stattfindet. In den letzten Jahren ist vor allem durch die Studien zu „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) Schwung in die Diskussion um den Beitrag der Ökosysteme und deren Wert für die Wirtschaft und Öffentlichkeit und die Berücksichtigung konkurrierender Ziele gekommen. Darauf aufbauend wurden, beispielsweise vom World Business Council for Sustainable Development Berichte zur ökonomischen Bewertung und der Relevanz der Ressource „Wasser“ veröffentlicht. Im Rahmen des beantragten Vorhabens soll nun ein weiterer konkreter Beitrag zu der Diskussion geleistet werden. Ergänzend zu den diversen TEEB Prozessen auf nationaler Ebene (TEEB-DE) und thematischer Ebene (TEEB for Water and Wetland) liegt der Fokus des Vorhabens auf den Ökosystemen Seenregionen und deren Relevanz für die (lokale und regionale) Wirtschaft und Bevölkerung.

Ziel des Vorhabens ist es, Unternehmen, lokale Behörden und die breite Bevölkerung für den Wert der von Seen und Feuchtgebieten bereitgestellten Ökosystemdienstleistungen zu sensibilisieren und so das Engagement für ihren Erhalt zu stärken. Ziel ist es, einen Beitrag zur aktuellen politischen Diskussion und wissenschaftlichen Auseinandersetzung in Bezug auf die Bewertung von Ökosystemdienstleistungen am Beispiel von Seenregionen zu leisten. Hierzu wird zunächst allgemein eine Erfassung der von Seen und Feuchtgebieten bereitgestellten Ökosystemdienstleistung vorgenommen. Zudem wird dargestellt, wie Unternehmen von den Dienstleistungen profitieren und welche Möglichkeiten für die Privatwirtschaft bestehen, sich am Erhalt der Feuchtgebiete zu beteiligen. Diese allgemeinen Untersuchungen werden um eine konkrete Fallstudie anhand des Bodensees ergänzt. Diskussionsbeiträge und Medienarbeit runden das Projekt begleitend ab.

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Abschlussbericht | PDF

Umsetzung der Biodiversitätsziele bei der nachhaltigen Bioenergienutzung (Kurztitel: BfN-Biodiv-Ziele) mehrweniger

Projektträger:

Bundesamt für Naturschutz (BfN)

Laufzeit:

01.01.2011 bis 31.10.2012

Projektverantwortung:

Prof. Rainer Luick (HFR), Dr. Klaus Hennenberg (Ökoinstitut e.V. Darmstadt)

Projektpartner:

  • Ökoinstitut e.V. Darmstadt,
  • ILN Singen

Projektmitarbeiter/innen:

Verena Marggraff (HFR), Dr. Klaus Hennenberg (Ökoinstitut e.V.), Uwe Fritsche (Ökoinstitut e.V.), Kirsten Wiegmann (Ökoinstitut e.V.), Alfons Krismann (ILN Singen)

Beschreibung:

Die europäische Richtlinie „Renewable Energie Directive“ (Erneuerbare Energien Richtlinie, kurz: RED) steht im Fokus der Projektarbeit. Die Richtlinie enthält aktuell nur Regelungen für die Erzeugung flüssiger Biobrennstroffe und Biokraftstoffe. Es gibt derzeit keine verpflichtenden Regelungen bei der Erzeugung von fester und gasförmiger Biomasse. Ziel des Projektes ist es deshalb, die bestehenden Nachhaltigkeitskriterien der RED zu prüfen und bezüglich fester und gasförmiger Energieträger weiterzuentwickeln. Dabei werden explizit Biodiversitätsziele in den Fordergrund der Betrachtungen gestellt.

Link:

http://www.bfn.de/22987.html

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Abschlussbericht | PDF

Mögliche Konsequenzen des Klimawandels für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg sowie Handlungs- und Anpassungsstrategien [KonKli] mehrweniger

Projektträger:

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

Laufzeit:

Dezember 2011 bis November 2012

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Heidi Megerle

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl. Geogr. Simon Früh

Beschreibung:

Die Ländlichen Räume sind voraussichtlich in erheblichem Maße durch die Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Besonders zu nennen sind hierbei Auswirkungen auf die Land- und Forstwirtschaft, die die Ländlichen Räume auch heute noch stark prägen sowie Veränderungen der touristischen Nachfrage, v.a. beim Wintersport. Gleichzeitig wird der Ländliche Raum den überwiegenden Teil der Flächenansprüche zu tragen haben, die durch Anpassungsstrategien an den Klimawandel erforderlich werden. Zu nennen sind hierbei u.a. Retentionsflächen sowie Flächen für die Förderung regenerativer Energien, u.a. der Anbau nachwachsender Rohstoffe. Die Ländlichen Räume sind jedoch gleichermaßen Mitverursacher des Klimawandels.

Ein entscheidender und innovativer Ansatzpunkt der Studie ist die Regionalisierung und konsequente Anwendung der Klimasimulationen auf die Raumkategorie „Ländlicher Raum“, da sich bisherige Arbeiten mehrheitlich entweder auf Beiträge der Land- oder Forstwirtschaft zum oder auf Anpassungsstrategien der Land- oder Forstwirtschaft an den Klimawandel beziehen. Dazu sollen spezifische Empfindlichkeiten für Ländliche Räume erarbeitet (Vulnerabilitätsanalyse) und die vielfältigen Herausforderungen berücksichtigt werden, denen sich die Ländlichen Räume gegenübergestellt sehen.

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels und Nutzungskonflikte, sowie zusätzlich auch die sich mit dem Klimawandel überlagernden Konfliktfelder, z. B. Globalisierungseffekte, Auswirkungen des demographischen Wandels, Reurbanisierungseffekte, werden anhand von drei repräsentativen Modellgebieten detailliert betrachtet. Aufgrund verschiedener Faktoren, wie unterschiedliche Naturräume, unterschiedliche sozioökonomische Ausgangsbedingungen sowie verschiedene Förderkulissen wurden der Landkreis Sigmaringen, der Landkreis Main-Tauber sowie der Landkreis Rottweil ausgewählt.

Ziel des Projektes ist, ergänzend zur Darstellung der Auswirkungen des Klimawandels auf Ländliche Räume, auch mögliche Handlungs- und Anpassungsstrategien für die Modellgebiete zu erarbeiten.

KLIWAS 4.01.4 – Elbe: Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt - Untersuchungen zum Unternehmerverhalten aktueller potentieller Nutzer der BWASTR Elbemehrweniger

Projektträger:

Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Laufzeit:

01.08.2011 - 31.12.2013

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Benno Rothstein

Projektpartner:

Prof. Dr. Roland Baumhauer, Universität Würzburg

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Anja Scholten

Beschreibung:

Im Rahmen des Forschungsprogramms KLIWAS ( Projekt 4.01) werden im Auftrag der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) von der Universität Würzburg in Kooperation mit der Hochschule Rottenburg zurzeit Untersuchungen durchgeführt, die die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die verladende Wirtschaft an der Elbe in Abhängigkeit von der Binnenschifffahrt erfassen. Übergeordnetes Ziel hierbei ist es, nicht nur die mögliche Betroffenheit der massengutaffinen Branchen entlang der Elbe zu ermitteln , sondern insbesondere Anpassungsmaßnahmen zu formulieren.

Klimawandel und modellhafte Anpassung in Baden-Württemberg - Grundlagenforschung regionaler Klimafolgen. Teilprojekt T1-4: Regionale Klimafolgen für die Energiewirtschaft in BaWü - Eine modellgestützte Analyse von konkurrierenden Wassernutzungmehrweniger

KLIMOPASS Teil 1:

Projektträger:

Land Baden-Württemberg, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, vertreten durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg

Laufzeit:

01.02.2012 - 30.11.2014

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Benno Rothstein

Projektpartner:

Dr. Jörg Scherzer, Firma UDATA, Neustadt a. d. Weinstr.

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Margret Johst

Beschreibung:

Ziel des Projektes ist es, für die Energiewirtschaft - auf Basis der sich durch den Klimawandel ändernden Energiebereitstellung - gegenwärtige und zukünftige Wassernutzungskonkurrenzen im Einzugsgebiet des Neckars zu identifizieren, zu analysieren und zu vergleichen. In der Projektphase 1 wird eine zusammenfassende Darstellung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Energiewirtschaft vorgenommen und hinsichtlich der Relevanz für Baden-Württemberg untersucht und dargestellt. In der Phase 2 werden die Erkenntnisse hinsichtlich der energiewirtschaftlichen Wassernutzung weiterentwickelt. Hierfür wird eine Analyse und Projektion von Wassernutzungskonkurrenzen unter Klimawandelbedingungen vorgenommen. In der abschließenden Phase 3 erfolgt eine neue Abschätzung der Relevanz der zukünftigen energiewirtschaftlichen Wassernutzung in Baden-Württemberg sowie eine Erarbeitung von modellhaften Anpassungsoptionen an den Klimawandel.

KLIWAS Projekt 4.01 „Hydrologie und Binnenschifffahrt“ mehrweniger

Projektträger:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) über Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Laufzeit:

06/07 - 05/09 (Phase 1) und 06/09-05/11 (Phase 2)

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Benno Rothstein

Projektpartner:

  • Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR),
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG),
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
  • Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M),
  • DST - Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Anja Scholten

Beschreibung:

Ziele für Projektteil "Verladende Wirtschaft" (Phase 2) Im Rahmen des KLIWAS Projektes 4.01 „Hydrologie und Binnenschifffahrt“ innerhalb des BMVBS-Forschungsprogramms "KLIWAS - Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt - Entwicklung von Anpassungsoptionen" werden folgende Arbeitspakete bearbeitet:

Arbeitspaket 1: Ergänzung der Untersuchungen zur Sensitivität der verladenden Wirtschaft am Rhein gegenüber möglichen Klimafolgen.

Arbeitspaket 2: Erhebung von Daten zur Sensitivität der Rheinschifffahrt gegenüber variablen Fahrwasserbedingungen (wirtschaftliche Aspekte).

Arbeitspaket 3: Literaturanalyse zum aktuellen und anzunehmenden zukünftigen Transportbedarf der Rheinschifffahrt.

Arbeitspaket 4: Analyse und Bewertung von Anpassungsmaßnahmen der Rheinschifffahrt und der verladenden Wirtschaft.

Arbeitspaket 5: Abgleich des zukünftigen Transportbedarfs mit den Transportkapazität der Binnenschifffahrt.

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Renewable Energy Concepts - Regionalisierte Biomassekonzepte im Ländlichen Raum mehrweniger

Projektträger:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK)

Laufzeit:

August 2009 bis Dezember 2011

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick (HFR), Prof. Dr. Roman Lenz (HfWU)

Projektpartner:

  • Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen (HfWU),
  • Verband Region Stuttgart,
  • Regionalverband Neckar-Alb,
  • Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, I
  • NNAX ENERGIE & UMWELT,
  • ALTUS Aktiengesellschaft

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing Kolja Schümann (HFR), Dipl.-Ing. Julia Balko (HfWU), Dipl.-Ing. Werner Rolf (HfWU)

Beschreibung:

Die Nutzung regenerativer Energien aus Biomasse hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Ambitionierte energiepolitische Ziele und entsprechende förderpolitische Maßnahmen haben in einigen Regionen Deutschlands zu einem wahrhaften Bioenergie-Boom geführt. Kommt es zu einer Überschätzung der regionalen Nutzungspotenziale und/oder einer Konzentration der Anlagenstandorte, so müssen vielfach unerwünschte negative Umweltwirkungen bilanziert werden. Um auch künftig der Prämisse einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit genügen zu können, sind räumliche Steuerungsansätze gefragt, die eine regionale/lokale Ressourcenübernutzung und die Verschärfung von Nutzungskonkurrenzen vermeiden helfen. Im Rahmen des Vorhabens wird in drei ausgewählten Modellregionen eine Methodik zur Erstellung regionalisierter Biomasse-Bewirtschaftungskonzepte entwickelt. Zentraler Aspekt ist die aus logistischer und investiver Sicht notwendige regionale Dimension. Abgebildet werden die politischen Zielsetzungen, Art und Umfang der untereinander konkurrierenden Biomassenutzungen und deren Umweltauswirkungen. Um negative Umweltwirkungen zu reduzieren, werden in den Regionen insbesondere die Chancen für eine Mobilisierung und Nutzung bestehender Biomassepotenziale aus der Landschaftspflege und dem Naturschutz (bspw. Streuobstwiesen) jenseits der Ackerflächen untersucht. Des Weiteren werden Steuerungsmöglichkeiten von Flächen- und Ressourcenallokationen durch Planungs- und Entscheidungsträger evaluiert und weiterentwickelt. Der innovative Ansatz des geplanten Vorhabens ist die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem “regionalisierte Biomasse-Bewirtschaftungskonzepte“ erstellt werden können. Das Verfahren beinhaltet sämtliche Schritte von der Potenzialerfassung (Stärken und Schwächen), über die Planung bis zur Ausführung und schließt somit bislang noch vorhandene Planungslücken. Besonderes Interesse gilt dabei innovativen Organisations- und Kooperationsformen für den Planungsprozess, um eine Abwägung konkurrierender Interessen zu ermöglichen. Nur so kann die Multifunktionalität unserer Kulturlandschaften gesichert werden. Entsprechend wird das Konzept in einem partizipativen Ansatz zusammen mit regionalen Akteuren und den Investitionsträgern erarbeitet. Das Projekt ist als Kooperationsprojekt zwischen den Hochschulen Rottenburg und Nürtingen. Die Gesamtprojektleitung liegt bei Prof. Dr. Rainer Luick / Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Das große gesellschaftliche Interesse wird durch die intensive Einbindung mehrerer Regionalverbände (Verband Region Stuttgart, Alb-Neckar und Schwarzwald-Baar-Heuberg) deutlich. Die unternehmerischen Partner (INNAX ENERGIE & UMWELT und die ALTUS Aktiengesellschaft Karlsruhe) stellen notwendiges Know-How und konkrete Datengrundlagen aus Projektierer- und Investorenperspektive zur Verfügung.

Downloads:

Statusanalyse zur Situation des extensiven Grünlandes in Baden-Württemberg Projektträger: Stiftung Naturschutzfonds (Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg)mehrweniger

Laufzeit:

15.10.2008 bis 28.02.2010

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. (FH) Stefan Schrode

Beschreibung:

Kulturlandschaft und Grünland im Wandel

Der rapide Wandel unserer Landschaften in den vergangenen Jahrzehnten kann als Spiegelbild oder auch als Produkt unserer Gesellschaft gesehen werden. Das Verständnis der auslösenden Prozesse ist wichtig, ebenso wie auch die laute Kri-tik an den negativen Entwicklungen und selbstverständlich auch das Einfordern von Maßnahmen, um den ablaufenden Diversitätsverlust in bedeutenden Kultur-landschaften zu stoppen. Eine ständige Thematik des Naturschutzes und in der Kulturlandschaftsdebatte ist die des extensiven Grünlandes. Grünland generell - seien es Wiesen oder Weiden – war und ist in unserem kulturlandschaftlichen Kontext immer ein Produkt von landwirtschaftlichen Nutzungen und damit auch von den Akteuren, den Bauern.

Forderungen nach der Erhaltung von bestimmten Kulturlandschaften und deren biotischem Inventar sind politisch-gesellschaftlich durchaus akzeptiert und haben auch zu positiven Strategieansätzen geführt. Dazu dürfen in Baden-Württemberg die Ausweisung von Schutzgebieten wie den Naturparken (Schwarzwald Süd/Mitte und Schwarzwald Nord), dem vor der Einrichtung stehenden Biosphä-rengebiet Schwäbischer Alb und mit besonderer Bedeutung zahlreiche FFH- und SPA Gebiete und auch Förderinstrumente wie das MEKA Programm und die Land-schaftsPflege-Richtlinie gerechnet werden. Gerade die genannten Gebietskulissen haben als Begründung und Zielsetzung die Erhaltung von Kulturlandschaften mit einer besonderen Ästhetik, strukturellen Ausstattung und biotischen Diversität. Das extensive Grünland hat hierbei einen zentralen Stellenwert.

Gleichzeitig muss allerdings auch konstatiert werden, dass die Situation der Ak-teure, der Landwirte, nüchtern gesehen ein ständiger Verschlechterungsprozess ist. Ansprüche aus Sicht des Naturschutzes und die reale Wirklichkeit stehen weniger denn je in Deckung miteinander.

Fragestellungen:

  • Welche Trends und welche Triebkräfte bestimmen die Situation des extensiven Grünlandes und wie wird mutmaßlich die weitere Entwick-lung aussehen?
  • Welche Empfehlungen sind auszusprechen, um den Bürokratieaufwand der Förderung von extensivem Grünland zu reduzieren und moderne Natur-schutzzielsetzungen tatsächlich zur Umsetzung zu bringen?
  • Wie hoch sind die "Bürokratiefolgekosten" für Extensive Grünlandbetriebe und wo wirken diese wirtschaftlich und moralisch als Entwicklungsbremse (Viehverkehrsordnung, Kennzeichnungsvorschriften für Schafe und Ziegen, etc.)?
  • Wie sieht die ökonomische und strukturelle Situation des Partners Landwirt aus, der "extensives Grünland produziert“, vor welchen Entscheidungs-zwängen stehen die Betriebe und durch welche Faktoren werden die Ent-scheidungen gesteuert?
  • Wie behindert oder begünstigt der derzeit starke Trend zur energetischen Nutzung eine nachhaltige Entwicklung von Extensivgrünlandbetrieben?
  • Welche Nutzungs- / Erhaltungs-Szenarien sind unter den Prämissen bestimmter Vorgaben vorstellbar?

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Gütergruppen- und Raum-zeitlich differenzierte Auswertung von Hafenumschlagszahlen in extremen Niedrigwassersituationen [Hafen_NW] mehrweniger

Projektträger:

Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Laufzeit:

Juli 2010 bis Dezember 2010

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Benno Rothstein

Projektpartner:

Universität Würzburg, Geographisches Institut

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Angela Tintrup gen. Suntrup, Dipl.-Met. Kai-Oliver Heuer

Beschreibung:

In dem Projekt wird eine Datenbank der monatlichen Umschlagmengen der wichtigsten Rheinhäfen, getrennt nach Gütergruppen und nach Quell- und Zielort (Relation), aufgebaut. Die gesammelten Daten werden zuerst trendbereinigt, um die Einflüsse von schwankenden Transportmengen – beispielsweise auf Grund konjunktureller Schwankungen oder durch eine grundsätzliche Steigerung der Transportmengen – von den Einflüssen durch Niedrigwasser zu trennen. Im nächsten Schritt werden für jede Gütergruppe (und, sofern vorhanden, zudem für jede Quelle-Ziel Verbindung) die Anomalien, d.h. die Abweichungen der Transportmengen für das Jahr 2003 errechnet. Hierdurch ergeben sich für jeden Monat, jede Gütergruppe und jede Relation Aussagen, inwieweit es zu Einschränkungen des Transports und in der Folge evtl. zu Versorgungsengpässen gekommen ist. Diese Informationen können zum einen die Basis für die Entwicklung von räumlichen und branchenspezifischen Anpassungsmaßnahmen (z.B. über die gezielte Lenkung von Verkehrsströmen) bilden, sind aber zudem auch von großem Wert für weiterführende Forschung. Zu nennen ist hier beispielsweise die Untersuchung der Vulnerabilität bestimmter Branchen oder Regionen.

Naturschutzstandards für den Biomasseanbau – NaSchuSta – Projektträger: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mehrweniger

Laufzeit:

01.10.2007 bis 31.01.2009

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

UFZ Leipzig

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Florian Wagner, Dipl.-Ing. Kolja Schümann

Beschreibung:

Das Vorhaben dient zum einen der systematischen Erfassung der aus Naturschutzsicht erkennbaren Chancen und Gefährdungen durch den Anbau von Biomasse. Zum anderen sollen im Dialog mit unterschiedlichen Akteuren Möglichkeiten für Standards aufgezeigt werden, die einen weitestgehend naturverträglichen Anbau von Biomasse ermöglichen. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen, regionalen Unterschieden, Problemlagen und Potenzialen werden dabei gleichermaßen verschiedene betriebliche Ausrichtungen und alternative Anbausysteme (inkl. Low-Input-Systemen) betrachtet.

Übergeordnetes Ziel des Vorhabens ist es, Handlungsbedarf bei den gesetzlichen Instrumenten zur Steuerung des Biomasseanbaus zu ermitteln und konkrete Empfehlungen für die Gestaltung von Steuerinstrumenten aus Sicht des Naturschutzes zu geben. Zu erwarten sind Ergebnisse, die auf Bundesebene für die Weiterentwicklung des EEG, der Biokraftstoffquotennachhaltigkeitsverordnung, der guten fachlichen Praxis, der Cross Compliance Anforderungen sowie der freiwilligen Instrumente (Agrarumweltprogramme, Vertragsnaturschutz) nutzbar sind.

Nachfolgend stehen erste Arbeitsergebnisse zum Download bereit, die am 07.02.2008 im Rahmen des ersten Treffens der projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG1) vorgestellt wurden.

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Studie zur energetischen Nutzung von Landschaftspflegehölzern im Biosphärengebiet Schwäbische Alb mehrweniger

Projektträger:

Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR) | PLENUM Schwäbische Alb

Laufzeit:

01.08.2008 bis 31.05.2009

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg,
  • BUND-Regionalverbände Donau Iller und Neckar-Alb

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. (FH) Gunnar Harrer, Dipl.-Geogr. Jan Springorum, Dipl.-Ing. (FH) Sonja Kay

Beschreibung:

Vor dem Hintergrund der weltweiten Verknappung der fossilen Rohstoffe und der Bemühungen zum Klimaschutz bzw. zur Reduktion der CO2-Emissionen kommt der energetischen Nutzung von Biomasse zur Gewinnung von Strom, Wärme und Kraftstoff eine verstärkte Bedeutung zu.

Meist steht hier die Nutzung von Biomasse aus dem Bereich der Landwirtschaft (Gras, Mais, Gülle u. ä.), der Forstwirtschaft oder der holzverarbeitenden Industrie im Mittelpunkt. Für die Nutzung holziger Biomasse, die bei der Landschaftspflege i. w. S. anfällt, trifft dies in wesentlich geringerem Umfang zu. Es gibt einige interessante Ansätze, die aber aufgrund der natur- und kulturräumlich bedingten Unterschiede nicht auf das Biosphärengebiet Schwäbische Alb übertragbar sind.

Bei der Pflege öffentlicher und privater Grünflächen, von Straßenrändern, Hecken oder Streuobstwiesen usw. fallen jährlich große Mengen an holziger Biomasse an. In vielen Fällen wird das Schnittgut unzureichend genutzt, so bspw. bei der Straßenrandpflege häufig vor Ort gehäckselt und auf der Fläche belassen. Es ist daher davon auszugehen, dass hier ein erhebliches Biomassepotential bisher nur unzureichend genutzt wird bzw. teilweise – z. B. durch Aufdüngung magerer Flächen – aus Sicht des Naturschutzes Nachteile entstehen.

Die energetische Verwertung von Biomasse aus der Landschaftspflege kann somit vielfach einen doppelten Nutzen haben: Einerseits die CO2-neutrale Produktion von Strom und oder Wärme, andererseits eine im Hinblick auf die Belange des Naturschutzes sinnvolle Entsorgung von überschüssigem Material.

Es gibt inner- und außerhalb Deutschlands bereits einige Beispiele, dass diese Symbiose von Energieerzeugung und Naturschutz gut funktioniert. Im Zusammenhang mit dem Entstehungsprozess des Biosphärengebietes hat das Land Baden-Württemberg ein „Leuchtturmprojekt“ im Bereich Biomassenutzung angekündigt. Dieses soll aufgrund der dort gegebenen idealen Voraussetzungen nun wenige Kilometer außerhalb des Biosphärengebietes in Geislingen-Türkheim in Form einer modernen Biomasse-Vergasungsanlage realisiert werden. Diese Anlage soll von der Energieversorgung Filstal (EVF) mit Sitz in Göppingen errichtet werden, die Planung wird vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart wissenschaftlich begleitet.

Während für das Aufkommen von Reststroh, Heu von überschüssigem Grünland und Waldrestholz sowie Nutzungen aus Stilllegungsflächen durch das Ministerium Ländlicher Raum bereits grobe Angaben gemacht werden konnten, liegt aufgrund der Komplexität der Materie für den Bereich von Landschaftspflege-Biomasse bis dato nur eine sehr grobe, durch das Regierungspräsidium Tübingen vorgenommene Abschätzung vor. Nachdem es erklärtes Ziel ist, die Biomasse-Vergasungsanlage zu einem möglichst hohen Anteil mit Biomasse aus der Landschaftspflege zu betreiben, ist eine genauere Untersuchung erforderlich.

Im Rahmen der Studie soll das Potenzial an energetisch nutzbarer holzartiger Biomasse aus der Landschaftspflege für das gesamte Biosphärengebiet (BSG) erfasst werden. Dies soll prinzipiell unabhängig von der o. b. Planung erfolgen, zumal aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht davon auszugehen ist, dass das im BSG vorhandene Potential komplett in dieser Anlage Verwendung findet. Die Studie soll aber für diese Planung sowie für mögliche weitere ähnliche Planungen eine fundierte Grundlage erarbeiten.

Die Studie soll im Wesentlichen zu einer Abschätzung der anfallenden Mengen - differenziert nach Jahreszeiten, Lokalitäten und Art der Zusammensetzung - kommen. Ermittelt werden soll sowohl das theoretische als auch das tatsächlich verfügbare Potential. Speziell im Hinblick auf das o. b. Projekt sollen auch Überlegungen zur Erfassung sowie einem ökologisch und ökonomisch sinnvollen Abtransport erfolgen, ebenso soll eine Abschätzung vorgenommen werden, welche Kosten bis zur Ablieferung anfallen werden.

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Die Öko- und CO2 Bilanz von Fleisch aus extensiver, großflächiger und ganzjähriger Freilandweidehaltung mehrweniger

Projektträger:

TLUG Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Gelogie

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

Dr. Eva Schmincke, FiveWinds Consulting Tübingen

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. (FH) Saskia Lange

Beschreibung:

Vergleich zweier Rindfleischproduktionsverfahren hinsichtlich ihrer Öko- und CO2-Bilanz. Dazu werden die Produktionsverfahren eines konventionellen in-House Verfahrens mit dem System der extensiven weidegebundenen Mutterkuhhaltung kontrastiert. Für beide Betriebstypen werden umfassend alle Parameter der Arbeits- und Verfahrensabläufe und systemische In- und Outputs einschließlich haltungsspezifischer Parameter als CO2-Äquivalente erfasst und bewertet.

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BIO-EEG - Praktische Umsetzung der BioSt-NachV - Teilprojekt Flächenbezogene Anforderungen mehrweniger

Projektträger:

  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
  • Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH

Laufzeit:

Juni 2009 bis August 2009

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Institut für angewandte Ökologie e.V,
  • Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN)

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing (FH) Saskia Lange

Beschreibung:

Das Teilprojekt "Flächenbezogene Anforderungen" des Projektes "Praktische Umsetzung der BioSt-NachV" fokussiert bei der Analyse auf offenen Fragen, Interpretationsspielräumen und Präzisierungsbedarf in der Verordnung. Betrachtet werden die Bedingungen innerhalb der Fläche der Europäischen Union. In weiteren Schritten werden verfügbare Datensätze auf ihre Brauchbarkeit zur Bestimmung des Landstatus überprüft.

Kurzfassungen der Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme nach der ELER Verordnung – Fortschreibung und Aktualisierungmehrweniger

Projektträger:

Bundesamt für Naturschutz

Laufzeit:

2006 - 2008

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

Institut für Ländliche Entwicklung Kassel

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Elisabeth Hartmann, Dr. Frieder Thomas

Beschreibung:

Mit der Einführung von so genannten Agrarumweltprogrammen im Rahmen der EU-Agrarreform wurde 1992 ein erster wesentlicher Schritt unternommen, Ziele des Natur- und Umweltschutzes in die Agrarpolitik zu integrieren. Die Agrarumweltprogramme unterliegen jedoch einer kontinuierlichen Weiterentwicklung: Insbesondere durch die Neuprogrammierung aller Agrarumwelt- und Naturschutzprogramme im Zusammenhang mit der ELER-VO haben sich deren Inhalte und Strategien grundlegend geändert. Weitere Gründe für Veränderungen sind neue Ziele, die mit den Maßnahmen erreicht werden sollen (Stichworte: Natura 2000, Wasserrahmenrichtlinie), die Umsetzung von Erkenntnissen im Hinblick auf ökologische Wirksamkeit oder effiziente Umsetzungsformen, leider aber auch knappe öffentlich Haushalte. Um einen Überblick über die sich abzeichnende vielfältige Umsetzung der ELER-Verordnung zu erhalten und auch um „best practise“ Beispiele für den Naturschutz zu identifizieren ist eine aktuelle Zusammenstellung und Bewertung auf Bundesebene notwendig. Damit wird auch den zahlreichen Nutzern weiterhin ein effizientes Arbeiten ermöglicht. Das F+E Vorhaben, gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zielt darauf ab,

  • eine aktuelle Übersicht über die neuen Agrarumweltprogramme der Bundesländer nach der Umsetzung der europäischen ELER-VO zu erstellen,
  • die Veränderungen in den Programmen gegenüber der letzten Programmperiode zu dokumentieren, insbesondere Aufnahme neuer bzw. Streichung von Programmen, Förderkulissen, Natura-2000-Förderungen, Förderhöhen, Budgetansätze,
  • die Ursachen und Hintergründe für die Veränderungen zu benennen und die Veränderung der Förderprogramme aus naturschutzfachlicher Sicht zu bewerten.

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PAN - Thematic Network on Cultural landscapes and their Ecosystemsmehrweniger

Projektträger:

EU-funded Concerted Action Project (5th framework)

Laufzeit:

2003 - 2005

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick (Teilprojekt)

Projektpartner:

  • University of Bergen | Department of Botany | (responsible) | (N),
  • Mediterranean Institute of Ecology and Paleoecology | IMEP | University of Aix-Marseille III | (F),
  • Instituto da Conservacao da Natureza Lisabon | ICN | (P),
  • Universität Hannover | Institut für Geobotanik | (D),
  • School of Biosciences and Process Technology IBP | Division of Biology | Växjö University | (S),
  • European Forum on Nature Conservation & Pastoralism (EFNCP) | (UK),
  • Palaeoenvironmental Research Unit | Department of Botany | NUI | Galway | (IR),
  • Institute of Ecology and Conservation Biology | Dept. of Conservation Biology | Vegetation- & Landscape Ecology | University of Vienna | (A)

Darstellung von Kurzfassungen der Agrarumweltprogramme einschließlich einer Analyse und Evaluierung aus Sicht des Umwelt-, Natur- und Ressourcenschutzes mehrweniger

Projektträger:

F+E Projekt mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz

Laufzeit:

2004 - 2005

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

Kasseler Institut für Ländliche Entwicklung

Projektmitarbeiter:

Dr. Lisa Hartmann

TRANSHUMOUNT-Projectmehrweniger

Projektträger:

EU-funded Project (5th framework)

Laufzeit:

2002 - 2004

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick (Teilprojekt)

Projektpartner:

  • Alterra (NL) | responsible,
  • University de Alcalá de Henares (ES) | Madrid,Dept of Ecology,
  • Eidgenössische Forschungsanstalt Agrarökologie und Landbau (FAL) | (CH) | Zürich,
  • European Forum on Nature Conservation and Pastoralism | EFNCP,
  • Sogn og Fjordane University College | Institute of Landscape Ecology | (HSF) | (N) Sogndal

Modellstudie zur betrieblichen Entwicklung und zum Weidemanagement des Projektes “Federseelamm“ mehrweniger

Projektträger:

NABU Bad.-Württ., Stiftung Naturschutzfonds (Ministerium Ländlicher Raum Bad.-Württ.)

Laufzeit:

2004

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektmitarbeiter:

Dr. Florian Wagner

PASTORAL-Project mehrweniger

Projektträger:

EU-funded Concerted Action Project 5th framework

Laufzeit:

2001 - 2003

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Scotisch Agricultural College (SAC),
  • EFNCP (UK),
  • ESA-IPCB (SP, CPE (SP),
  • ALTERRA (NL),
  • IEEP (UK),
  • ARPA (SP),
  • UAM (SP)

Analyse und Evaluierung der Umsetzung von Agrar-Umweltprogrammen aus der Sicht des Umwelt-, Natur- und Ressourcenschutzes: Effektivität, Schwachstellen, weitere Entwicklung mehrweniger

Projektträger:

F & E Projekt des Bundesamtes für Naturschutz

Laufzeit:

2002 - 2003

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

Universität GH Kassel, Institut für Ländliche Entwicklung

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Lisa Hartmann

Download:

High Nature Value Farming -Project (hnv) - Developing area indicators for the EU member states mehrweniger

Projektträger:

European Environmental Agency (EEA), Copenhagen (DK)

Laufzeit:

2002 - 2003

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • Danish Centre for Forest, Landscape and Planning (FSL/DK, responsible),
  • Institute for European Environmental Policy (IEEP/ UK),
  • European Forum on Nature Conservation and Pastoralism (EFNCP/ UK),
  • Instituto de Desarrollo Rural Sostenible (IDRISI/ SP),
  • ALTERRA/ NL, LANDSIS/ L)

Untersuchungen zur Pflege und Entwicklung von Wiesen-Schutzgebieten im Lkr. Tübingenmehrweniger

Projektträger:

Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württemberg

Laufzeit:

2002 - 2003

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektpartner:

  • BNL Tübingen,
  • Universität Hohenheim,
  • Inst. f. Landschafts- und Pflanzenökologie

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Agrarbiol. Florian Wagner

Download:

Studie zur Konkretisierung von Modellgebieten zur Einführung großflächiger extensiver Weidesysteme als Strategie des Biotop- und Artenschutzes für extensives Wirtschaftsgrünlandmehrweniger

Projektträger:

Stiftung Naturschutzfonds Bad.-Württ. am Ministerium Ländlicher Raum Bad.-Württ.

Laufzeit:

2001 - 2002

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektmitarbeiter/innen:

Dipl.-Ing. Thomas Schneider (oicos Konzepte)

Downloads:

Extensivweidesysteme - Nachhaltige Landnutzungsformen und ihre Bedeutungen für Landwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflegemehrweniger

Projektträger:

BMBF im Rahmen des aFuE Programms

Laufzeit:

2001 - 2002

Projektverantwortung:

Prof. Dr. Rainer Luick

Projektmitarbeiter/innen:

Dr. Klaus Vowinkel

Download:

Stefan Pelz
Prof. Dr. Stefan Pelz

Professur für Forstnutzung – Holzverwendung und Holzenergie; Wissenschaftlicher Leiter des Institut für Angewandte Forschung (IAF); Studiengangsleiter M.Sc. Nachhaltige Energiewirtschaft und -technik (SENCE)

T. +49 7472/951-235
F. +49 7472/951-200
M. pelz@hs-rottenburg.de

Raum: 323, Südflügel

Katrin Schwineköper
Dr. Dipl.-Ing. agr. Katrin Schwineköper

Forschungsreferentin - Institut für Angewandte Forschung (IAF)

T. +49 7472/951-218
F. +49 7472/951-200
M. schwinekoeper@hs-rottenburg.de

Raum: 111, Westflügel

Jan Springorum
Dipl.-Geogr. Jan Springorum

Forschungsreferent - Institut für Angewandte Forschung (IAF)

T. +49 7472/951-210 oder -294
F. +49 7472/951-200
M. jan.springorum@hs-rottenburg.de

Raum: 111, Westflügel