Zentrallabor

Das Zentrallabor ist eine studiengangsübergreifende Einrichtung für die Lehre und praxisbezogene Forschung. Dementsprechend ist das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld des Zentrallabors recht weit. Es reicht von wasser- und bodenkundlichen Themen über verfahrenstechnische bis zu forst- und agrarwissenschaftlichen Themenstellungen. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden gliedert sich das Zentrallabor in die Bereiche „Analytisches Labor“, „Technische Labore“ und „Holzwerkstofftechnikum“.

Analytisches Labor

Im analytischen Labor werden biogene Festbrennstoffe, sowie Nebenprodukte aus der Verbrennung, Böden und Wasserproben auf deren physikalische und chemische Eigenschaften gemäß geltender europäischer und internationaler Normen untersucht. So können neben

  • flüchtigen Bestandteilen,
  • Wasser- und Aschegehalt von Brennstoffen
  • auch deren Brenn- bzw. Heizwert, 
  • Dichte und Stückigkeit, Feinanteil und Abrieb bestimmt werden.

Die Analyse des Ascheerweichungsverhaltens ist auch möglich.

Im nasschemischen Teil des Labors können Elementanalysen

  • C, H, N, Cl, S,
  • Aschebildner,
  • Schwermetalle,
  • Nitrat, Nitrit, Phosphat,
  • TOC und TN

aus wässrigen Medien, Brennstoffen und deren Aschen mittels Elementaranalyse, ICP-OES, AAS und IC bestimmt werden.
Alternativ können die meisten Parameter auch mit einem UV/Vis-Photo-, Turbido-, Konduktometer bestimmt werden.

Technische Labore

Für den Betrieb von Versuchsanlagen steht eine Versuchshalle als Technikum zur Verfügung die den verschiedenen Disziplinen der HFR vielfältige Möglichkeiten bietet.

So stehen sowohl zwei Kleinfeuerungsprüfstände als auch eine 180 kWth Rostfeuerungsanlage für vielfältige Untersuchungen zur Verfügung. Hierzu können auch die bei der Verbrennung entstehenden Abgase hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung untersucht werden. Weiterhin werden Druck-, Temperatur- und Strömungsmessungen an den Anlagen durchgeführt.

An einer semiindustriellen Pelletierpilotanlage können hochwertige Pellets aus verschieden Roh- und Zuschlagstoffen hergestellt werden und anschließend deren physikalische und chemische Eigenschaften untersucht werden. An einem Schnittschutzprüfstand können z.B. Schnittschutzhosen und Schnittschutzstiefel als Persönliche Schutzausrüstung von Waldarbeitern hinsichtlich der jeweiligen Schutzwirkung untersucht werden.

An einer größeren Zahl von Biogasreaktoren können Parameteruntersuchungen zur Vergärung von Nachwachsenden Rohstoffen zur Produktion von biogenen Gasen durchgeführt werden.

Für den Betrieb und die Weiterentwicklung der technischen Labore verfügt das Zentrallabor auch über eine mechanische Werkstatt in der Um- und Neubauten von Versuchsanlagen vorgenommen werden können.

Holzwerkstofftechnikum

Hier stehen neben einer umfangreich ausgestatteten Holzwerkstatt auch Versuchsanlagen z.B. zur Imprägnierung oder Alterung von Holzwerkstoffen oder zur Herstellung neuer und innovativer Verbundwerkstoffe zur Verfügung.
Weiterhin können auch Materialprüfungsuntersuchungen wie z.B. die Bestimmung des E-Moduls von Holzwerkstoffen durchgeführt werden. 

Schnittschutzprüfstand

Der Schnittschutzprüfstand der Hochschule Rottenburg wird aktuell in Forschungsprojekten zur Optimierung der Trageeigenschaften von Schnittschutzhosen und zur Entwicklung einer neuartigen Schnittschutzeinlage in Schnittschutzstiefeln eingesetzt.

Aufgrund seiner aufwendigen Messtechnik ist der Prüfstand als einziger Prüfstand in Europa in der Lage, den ca. 80 Millisekunden dauernden Prozess des Eindringens der Sägenkette in den Schnittschutz einer Hose sichtbar und vergleichbar abzubilden. Eine bei jedem Schnitt mitlaufende Hochgeschwindigkeitskamera, deren Zeitaufnahme mit der des Prüfstands synchronisiert ist, erzeugt zu den digitalen Messdaten entsprechendes Bildmaterial. Die Kombination dieser beiden Dokumentationselemente erlaubt die exakte Verfolgung und Interpretation ergebnisrelevanter Prozessabschnitte.

Harald Thorwarth
Prof. Dr.-Ing. Harald Thorwarth

Professur für Feuerungstechnik; Wissenschaftlicher Leiter Zentrallabor

T. +49 7472/951-142
F. +49 7472/951-200
M.thorwarth@dont-want-spam.hs-rottenburg.de

Raum: 6.03, Kienzle Bau

Rainer Kirchhof
Dr. Rainer Kirchhof

Betriebsleitung Zentrallabor

T. +49 7472/951-264
F. +49 7472/951-200
M.kirchhof@dont-want-spam.hs-rottenburg.de

Raum: 1.13, Labor

Carola Lepski
Dipl.-Ing. (FH) Carola Lepski

Akademische Mitarbeiterin - Zentrallabor

T. +49 7472/951-265
F. +49 7472/951-200
M.lepski@dont-want-spam.hs-rottenburg.de

Raum: 1.13, Labor