Kehlchenvielfalt im Maisfeld: ein diesjähriges weibliches Blaukehlchen, ein diesjähriges Braunkehlchen und ein junges Schwarzkehlchen -- eine neue Art für die Vogelfänge im Maisfeld! © N. Schöffski

Abbildung 0.1: Kehlchenvielfalt im Maisfeld: ein diesjähriges weibliches Blaukehlchen, ein diesjähriges Braunkehlchen und ein junges Schwarzkehlchen – eine neue Art für die Vogelfänge im Maisfeld! © N. Schöffski


Projektleitung:
Prof. Dr. Thomas Gottschalk

Projektmitarbeiter:innen:
Mirjam Rieger, László Kövér

ehrenamtliche Beringer:innen 2023:
Saskia Becker, Alfred Geiges, Elisabeth Haseloff, Wieland Heim, Wolfgang Herrmann, Sandra Huguenin, Markus Hundsdorfer, Dieter Kästner, Stella Klasan, Hauke Schneider, Thomas Stahl, diverse Helfer:innen

studentische Hilfskräfte 2023:
Max Ludwig, Anne Nevoigt, Lars Redetzke, Arne Rudolph, Nick Schöffski, Bennett Stolze, Aline Tridart, Clara Winter

Rottenburg, den 04.03.2024


1 Einleitung

Der Nutzen von Maisfeldern für die Vogeldiversität in der Agrarlandschaft wird generell als niedrig eingeschätzt. Allerdings gibt es dazu – vor allem außerhalb der Brutzeit – nur sehr wenige standardisierte Datenerfassungen (u.a. Gottschalk & Kövér 2016), weshalb seit 2016 in Zusammenarbeit mit der Markierungszentrale Radolfzell, der Beringungszentrale Hiddensee und der Markierungszentrale Helgoland bundesweite Netzfänge in Maisfeldern durchgeführt werden. Getragen wird das Projekt von einem Netz aus ehrenamtlichen Beringer:innen und Beringungshelfer:innen, welche seit 2022 zusätzlich durch hauptamtliche Fänge von einer Projektmitarbeiterin und einem Team aus studentischen Hilfskräften unterstützt werden. Ziel des Projektes ist es, Aussagen über die Vogeldiversität und -abundanz von Maisfeldern zu erhalten und diese auf mögliche Zusammenhänge zu ausgewählten Flächenparametern (bspw. Mais- oder Wald/Gehölzanteil im Umfeld, Lage der Netze im Feld, Wuchshöhe, Grad der Verunkrautung, …) zu prüfen. Von Juli bis zur Ernte der Felder im Herbst werden hierzu Vögel in Maisfeldern in unterschiedlichen Landnutzungsstrukturen mit Japannetzen gefangen und beringt. Anhand von Wiederfängen können wir darüber hinaus Erkenntnisse über Aufenthaltsdauern und Gewichtszunahmen gewinnen (Gottschalk 2017, Gottschalk & Kövér 2019), zudem wurden 2022 und 2023 Individuen ausgewählter Arten (Feldsperling, Rotkehlchen, Kohlmeise, Teichrohrsänger) mit Radiosendern ausgestattet, um deren Bewegungsmuster innerhalb von Maisfeldern und angrenzenden Strukturen zu untersuchen.


2 Methodik

2.1 Durchführung der Fänge

Die Durchführung der Fänge erfolgt nach einem standardisierten Protokoll, welches den Beringer:innen im Vorfeld zugeschickt wurde. Die Vögel wurden mit Japannetzen im Maisfeld zwischen Mitte Juli bis zur Ernte der Felder (2023 war dies Anfang September bis Ende Oktober) gefangen, wobei die einzelnen Fangtage möglichst gleichmäßig über den gesamten Zeitraum verteilt wurden. Um eine Standardisierung der Fänge zu gewährleisten, wurde für die Fangschneise jeweils eine Reihe Mais entfernt und an deren Stelle die Netze aufgestellt, zudem wurde die Netzzahl pro Fangplatz konstant gehalten. Die erforderliche minimale Fangzeit pro Fangtag betrug vier Stunden (mit vereinzelt wetterbedingten Abweichungen), zudem sollten (wenn möglich) mindestens 10 Fangsessions durchgeführt werden. Aufgrund früher Ernten gelang dies 2023 nicht auf allen Fangplätzen (Tab. 2.2).

Folgende Daten waren für jeden Fang zu erfassen: (1) Fangzeit, (2) Netznummer, (3) Netztasche, (4) Netzseite, (5) Ringnummer, (6) Vogelart, (7) Fangstatus (Erst- oder Wiederfang), (8) Geschlecht, (9) Alter, (10) Flügellänge und (11) Gewicht. Des Weiteren erfolgte pro Netz in regelmäßigen Abständen (etwa alle ein bis zwei Wochen) eine Erfassung der Verunkrautung des jeweiligen Feldabschnittes und der Maishöhe, sowie eine einmalige Einmessung der Lage eines jeden Netzes (gemessen an der Netzmitte). Mithilfe der Netzkoordinaten wurde der minimale Abstand der Netze zum Maisfeldrand bestimmt. Die Kartierung der Landnutzungsstruktur innerhalb eines 1000 m Radius um die Netze wurde 2023 selbstständig von allen Beringer:innen durchgeführt.

2.2 Untersuchungsgebiete

Seit dem Start des Projektes in 2016 wurde jährlich an acht bis 22 Standorten in insgesamt elf Bundesländern im Mais gefangen (Abb. 2.1, Tab. 2.1). Drei Beringer nahmen bisher jedes Jahr an den Untersuchungen teil, zudem konnten wir mit Saskia Becker eine neue Beringerin für das Projekt gewinnen. 2022 sowie 2023 wurden die ehrenamtlichen Fänge durch hauptamtliche Fänge von Mirjam Rieger und einem Team aus studentischen Hilfskräften unterstützt. Somit waren 2023 insgesamt sechzehn Beringer:innen auf 22 Fangplätzen tätig (Abb. 2.1, Tab. 2.1).

Während der Saison 2023 wurde zwischen dem 18. Juli und 28. Oktober auf einer Gesamtlänge von 1781 Netzmetern (Gesamtnetzfläche: 4348 m²) an insgesamt 257 Tagen gefangen (Tab. 2.1 und 2.2) und somit ein Gesamtaufwand von über 263000 hm² geleistet. Dies sind die höchsten Werte seit Beginn des Projektes, wobei vor allem von Anfang August bis Mitte September sehr hohe Fangaktivitäten verzeichnet wurden (Tab. 2.1, Abb. 2.2). Die Fangdichte (Fänglinge pro 1000 hm²) der Erstfänge lag dieses Jahr ebenfalls im oberen Bereich, zudem wurde die bisher höchste Artenvielfalt festgestellt (Tab. 2.1).

Die teilnehmenden Beringer:innen von 2023 sowie die Verteilung der über 25 Fangplätze in Deutschland, an denen seit 2016 Vögel im Mais gefangen wurden.

Abbildung 2.1: Die teilnehmenden Beringer:innen von 2023 sowie die Verteilung der über 25 Fangplätze in Deutschland, an denen seit 2016 Vögel im Mais gefangen wurden.

Tabelle 2.1: Fangzeitraum, Fangaufwand und Fangzahlen in den Jahren 2016 bis 2023.
Anzahl
Erstfänge
Wiederfänge
Jahr Zeitraum Fangplätze Tage Stunden [h] Netzfläche [m²] Aufwand [hm²] Anzahl pro 1000hm² Anzahl pro 1000hm² Anzahl Arten
2016 20.07. - 28.10. 12 114 556 1776 85445 613 7,2 13 0,2 37
2017 06.07. - 20.10. 12 137 667 1639 94022 1059 11,3 89 0,9 43
2018 02.07. - 28.09. 10 85 395 1955 73702 511 6,9 91 1,2 31
2019 13.07. - 19.10. 10 110 576 1303 71058 518 7,3 14 0,2 31
2020 14.07. - 27.10. 12 150 784 1660 104051 1027 9,9 56 0,5 40
2021 22.07. - 25.10. 8 99 601 1074 76804 645 8,4 37 0,5 42
2022 17.07. - 02.11. 19 202 1089 4016 230781 2367 10,3 495 2,1 47
2023 18.07. - 28.10. 22 257 1288 4348 263832 2694 10,2 131 0,5 54
Aufsummierter Fangaufwand in Netzquadratmeterstunden (hm²) pro Woche und Jahr (2016 - 2023).

Abbildung 2.2: Aufsummierter Fangaufwand in Netzquadratmeterstunden (hm²) pro Woche und Jahr (2016 - 2023).

Tabelle 2.2: Teilnehmer:innen und Orte der 22 Fangplätze an denen 2023 im Maisfeld Vögel gefangen wurden. Zudem ist der zeitliche und materielle Fangaufwand angegeben. Anmerkung: hinter ‘Mirjam Rieger et al.’ verbergen sich das Team aus studentischen Hilfskräften sowie Mirjam Rieger.
Fangtage
Netz
Beringer:in Standort Kürzel Stunden [h] Juli Aug Sept Okt Nov Sum Länge [m] Höhe [m] Fläche [m²]
Mirjam Rieger et al.  Diedersdorf A1 BB-A1-23 61 0 4 6 1 0 11 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Diedersdorf A2 BB-A2-23 61 0 4 6 1 0 11 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Vierlinden B1 BB-B1-23 83 0 4 5 6 0 15 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Vierlinden C1 BB-C1-23 94 0 4 10 5 0 19 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Vierlinden C2 BB-C2-23 88 0 4 7 5 0 16 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf D1 BB-D1-23 58 0 3 6 1 0 10 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf D2 BB-D2-23 75 0 5 8 0 0 13 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf D3 BB-D3-23 49 0 2 6 0 0 8 50 2.5 125,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf E1 BB-E1-23 56 0 5 5 0 0 10 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf F1 BB-F1-23 35 0 4 2 0 0 6 100 2.5 250,0
Mirjam Rieger et al.  Zeschdorf F2 BB-F2-23 35 0 4 2 0 0 6 100 2.5 250,0
Hauke Schneider Lottstetten BW-HS-23 44 0 6 5 0 0 11 40 2 80,0
Wieland Heim Mimmenhausen BW-WH-23 33 5 1 2 0 0 8 79 2.5 197,5
Thomas Stahl Brandstätt BY-TS-23 57 0 6 4 0 0 10 40 2.5 100,0
Elisabeth Haseloff Hanstorf MV-EH-23 88 0 8 7 5 0 20 115 2.4 276,0
Stella Klasan Rosenthal MV-SK-23 53 1 7 4 0 0 12 50 2.5 125,0
Alfred Geiges Goldenstedt NI-AG-23 45 0 5 5 0 0 10 60 2.4 144,0
Sandra Huguenin Brackel NI-SH-23 40 3 5 2 0 0 10 66 2.5 165,0
Dieter Kästner Haßloch- Ellerstadt RP-DK-23 48 0 3 5 0 0 8 115 2.2 253,0
Markus Hundsdorfer Frankenthal RP-MH-23 105 1 7 8 7 0 23 60 2.5 150,0
Saskia Becker Schwarzenholz SL-SB-23 40 0 8 2 0 0 10 40 2.5 100,0
Wolfgang Herrmann Dessau- Mosigkau ST-WH-23 41 1 4 5 0 0 10 66 2 132,0
Gesamt 1288 11 103 112 31 0 257 1781 4347,5

3 Ergebnisse und Diskussion

3.1 Landschaftsanteile

2023 umfasste der Maisanteil im Umfeld von 500 m um die Untersuchungsflächen zwischen 3 % bis 95 % (SL-SB-23 bzw. BB-D1-23) und im Umfeld von 1000 m zwischen 5 % bis 80 % (MV-SK-23 bzw. BB-D3-23). Der Anteil von Wald und Gehölzen lag innerhalb eines Radius von 500 m zwischen 2 % und 49 % (MV-EH-23 bzw. BW-HS-23) und bei 1000 m zwischen 4 % und 53 % (BB-A2-23 bzw. SL-SB-23). Ähnliche Spannen erreichte der Grünlandanteil mit 0 % bis 59 % (BB-F2-23 bzw. SL-SB-23) für 500 m und 1 % bis 33 % (RP-MH-23 bzw. SL-SB-23) für 1000 m. Vergleicht man die Anteile der beiden Radien, so fällt auf, dass mit höherem Radius der Maisanteil überwiegend kleiner wird, wohingegen vor allem der Anteil Wald und Gehölze sowie Siedlungen ansteigt (Abb. 3.1). Welcher Radius letztendlich den bedeutendsten Einfluss auf die Vogeldiversität und -abundanz hat, wird noch eingehend statistisch geprüft. Nach wie vor fehlen dafür Flächen mit hohem Mais- und/oder Wald- und Gehölzanteil (idealerweise > 30 %, Abb. 3.2), worauf bei der Auswahl der Fangplätze in der Saison 2024 verstärkt geachtet werden sollte. Detaillierte Auswertungen zu Fangdichten in Abhängigkeit von Landschaftsanteilen finden sich in Kapitel Fangaufwand und Fangdichten.

Prozentualer Anteil ausgewählter Landnutzungstypen in 2023 innerhalb eines 500 m bzw. 1000 m Radius um die Fangplätze. *Anmerkung: 'sonstiges' beinhaltet alle restlichen Landnutzungstypen, bspw. (abgeerntetes) Getreide, Soja, Raps, Gemüse und (Blüh)brachen.*

Abbildung 3.1: Prozentualer Anteil ausgewählter Landnutzungstypen in 2023 innerhalb eines 500 m bzw. 1000 m Radius um die Fangplätze. Anmerkung: ‘sonstiges’ beinhaltet alle restlichen Landnutzungstypen, bspw. (abgeerntetes) Getreide, Soja, Raps, Gemüse und (Blüh)brachen.

*Links:* Anteil Mais sowie Wald- und Gehölzstrukturen pro Fangplatz innerhalb eines 1000 m Radius um den Fangplatz von 2018 bis 2023. *Rechts:* Histogramm der Mais- (*oben*) sowie Wald- und Gehölzanteile (*unten*) von 2018 bis 2023.

Abbildung 3.2: Links: Anteil Mais sowie Wald- und Gehölzstrukturen pro Fangplatz innerhalb eines 1000 m Radius um den Fangplatz von 2018 bis 2023. Rechts: Histogramm der Mais- (oben) sowie Wald- und Gehölzanteile (unten) von 2018 bis 2023.

3.2 Flächenbegleitende Parameter

Ausschlaggebend für die Nutzung von Maisfeldern durch Singvögel ist neben der umgebenden Landnutzung vermutlich auch die Verunkrautung der Fläche, da Ackerwildkräuter sowohl Insekten anziehen als auch Sämereien produzieren und somit eine wichtige Nahrungsgrundlage für Singvögel darstellen. 2023 schwankte die mittlere Verunkrautung in den Maisfeldern zwischen 2 % und 88 % (BY-TS-23 bzw. ST-WH-23) und die mittlere Maishöhe zwischen 160 cm (RP-MH-23) und 326 cm (NI-AG-23) (Tab. 3.1, Abb. 3.3 oben). Zudem gab es insbesondere bei der Verunkrautung auch innerhalb der jeweiligen Fläche Schwankungen im Jahresverlauf , sowie zwischen den einzelnen Netzen (Abb. 3.3 oben).

Ein weiterer wichtiger Parameter ist die Lage der Netze im Maisfeld, genauer gesagt der minimale Abstand des Netzes zum Maisfeldrand (Tab. 3.1, Abb. 3.3 unten). Erste Analysen legen nahe, dass häufige Arten verstärkt Randbereiche des Maisfeldes nutzen (Details siehe Kapitel Fangaufwand und Fangdichten).

*Oben:* Verunkrautung (*links*) sowie Maishöhe (*rechts*) im Saisonverlauf 2023 pro Fangplatz. Einzelmesswerte pro Netz sind als Punkte dargestellt, mittlere Werte pro Fangplatz als Linien. Der julianische Tag bezeichnet hierbei die durchlaufende Tagesnummer: 200 wäre bspw. der 19. Juli, 225 der 13. August, 250 der 07. September und 275 der 02. Oktober 2023. *Unten:* kleinster Abstand der Netzmitte zum Maisfeldrand für die Saison 2023. * *Anmerkung: Für eine übersichtlichere Darstellung wurden die Flächen von Mirjam Rieger et al. als BB-MR-23 zusammengefasst.*

Abbildung 3.3: Oben: Verunkrautung (links) sowie Maishöhe (rechts) im Saisonverlauf 2023 pro Fangplatz. Einzelmesswerte pro Netz sind als Punkte dargestellt, mittlere Werte pro Fangplatz als Linien. Der julianische Tag bezeichnet hierbei die durchlaufende Tagesnummer: 200 wäre bspw. der 19. Juli, 225 der 13. August, 250 der 07. September und 275 der 02. Oktober 2023. Unten: kleinster Abstand der Netzmitte zum Maisfeldrand für die Saison 2023. * Anmerkung: Für eine übersichtlichere Darstellung wurden die Flächen von Mirjam Rieger et al. als BB-MR-23 zusammengefasst.

Tabelle 3.1: Struktur und flächenbegleitende Parameter der Maisfelder an den 22 Fangplätzen in 2023. Die Lage der Netze beschreibt den minimalen Abstand der Netzmitte zum Maisfeldrand. k.A. = keine Angabe
Fangplatz Lage der Netze (min, max) [m] Breite der Schneise [cm] Maishöhe (min, max) [cm] Unterwuchs (min, max) [%] Anbautyp Bewirtschaftung Pestizid
BB-A1-23 29 (13, 50) 150 207 (170, 250) 56 (35, 80) k.A. konventionell k.A.
BB-A2-23 169 (155, 186) 150 245 (215, 270) 80 (50, 95) k.A. konventionell k.A.
BB-B1-23 60 (15, 111) 80 211 (175, 250) 31 (10, 80) Körner ökologisch Nein
BB-C1-23 47 (8, 90) 80 237 (180, 285) 29 (5, 80) Körner ökologisch Nein
BB-C2-23 38 (11, 84) 80 233 (180, 270) 51 (10, 85) Körner ökologisch Nein
BB-D1-23 50 (18, 87) 150 247 (180, 290) 10 (0, 35) Körner konventionell Ja
BB-D2-23 97 (16, 162) 150 262 (205, 295) 13 (0, 50) Körner konventionell Ja
BB-D3-23 11 (10, 12) 150 208 (180, 245) 42 (10, 80) Körner konventionell Ja
BB-E1-23 62 (14, 95) 150 214 (180, 250) 10 (5, 20) Körner konventionell Ja
BB-F1-23 92 (18, 157) 150 206 (175, 250) 16 (5, 50) Körner konventionell Ja
BB-F2-23 120 (18, 191) 150 245 (190, 280) 15 (5, 35) Körner konventionell Ja
BW-HS-23 24 (11, 29) 150 324 (320, 330) 5 (5, 15) Biogas konventionell Ja
BW-WH-23 42 (12, 61) 150 172 (100, 250) 68 (20, 85) Silo konventionell k.A.
BY-TS-23 37 (23, 52) 150 188 (130, 235) 2 (0, 5) Silo konventionell k.A.
MV-EH-23 39 (20, 45) 140 219 (170, 250) 26 (5, 60) Körner konventionell Ja
MV-SK-23 22 (7, 32) 120 166 (100, 235) 22 (15, 35) Silo konventionell k.A.
NI-AG-23 24 (23, 24) 165 326 (300, 340) 7 (5, 10) Silo konventionell k.A.
NI-SH-23 22 (19, 28) 160 241 (155, 280) 18 (0, 80) Biogas konventionell Ja
RP-DK-23 25 (6, 43) 120 170 (120, 200) 78 (70, 80) k.A. konventionell k.A.
RP-MH-23 13 (7, 27) 150 160 (150, 170) 19 (5, 30) Körner konventionell k.A.
SL-SB-23 43 (42, 44) 140 173 (60, 200) 66 (40, 80) Körner ökologisch Nein
ST-WH-23 39 (38, 42) 120 224 (200, 230) 88 (60, 100) Körner & Silo konventionell Ja

3.3 Fangaufwand und Fangdichten

Wie in den Vorjahren konzentrierte sich der Fangaufwand vor allem auf August und Anfang September, nur einige wenige Flächen konnten im Oktober noch befangen werden (Abb. 3.4 links). Die wöchentliche Dichte der Fänglinge hingegen stieg sowohl 2023 als auch gesamt im Laufe des Augusts an, um dann im September und Oktober ihren Höhepunkt zu erreichen (Abb. 3.4 rechts). Im Gegensatz zum Vorjahr, als diese hohen Dichten hauptsächlich durch Buchfinken verursacht wurden, setzten sich die hohen Fangzahlen zum Ende der Saison 2023 aus verschiedenen Arten zusammen (u.a. Blaumeise, Kohlmeise und ‘sonstige’ Arten, Abb. 3.5).

Die höchste relative Fangdichte (gut 33 Erstfänge pro 1000 hm²) konnte 2023 in Rosenthal, Mecklenburg-Vorpommern (MV-SK-23) ermittelt werden, wobei auf dieser Fläche Feldsperlinge knapp die Hälfte der Fänglinge ausmachten (Tab. 3.2, Abb. 3.8). In Lottstetten, Baden-Württemberg (BW-HS-23), Zeschdorf, Brandenburg (BB-D3-23) und Diedersdorf, Brandenburg (BB-A1-23) konnten mit 25 bzw. 16 Fänglingen pro 1000 hm² ebenfalls hohe Fangdichten erzielt werden (Tab. 3.2). Die geringste Fangdichte mit weniger als vier Erstfängen pro 1000 hm² gab es in Diedersdorf A2, Brandenburg (BB-A2-23) (Tab. 3.2). Die Fangdichten bei den Wiederfängen lagen – mit zwei Ausnahmen – unter einem Fängling pro 1000 hm².

Erste Auswertungen bezüglich der Fangdichte in Abhängigkeit der Lage der Netze sowie des Mais- und Wald- und Gehölzanteils innerhalb eines 1 km Radius lieferten bereits interessante vorläufige Ergebnisse, welche jedoch mit Vorsicht interpretiert werden müssen, da bisher nur ein Teil der Daten (2022 und 2023) enthalten ist. So nahmen für die fünf häufigsten Arten (Blaumeise, Buchfink, Kohlmeise, Teichrohrsänger und Zilpzalp) die Fangdichten mit steigendem Abstand der Netze zum Maisfeldrand ab (Abb. 3.6 oben). Wichtig ist hier zu betonen, dass alle Daten ab 75 m Entfernung zum Maisfeldrand ausschließlich aus Brandenburg stammen und hierfür noch weitere Daten aus anderen Bundesländern benötigt werden (Abb. 3.3 unten). Es wäre daher wünschenswert, wenn in der kommenden Saison 2024 pro Fläche ein Teil der Netze in größerem Abstand zum Feldrand gestellt wird (bspw. eine T-Formation, siehe auch Kapitel Ausblick). Für die Fangdichte in Abhängigkeit von Mais- beziehungsweise Wald- und Gehölzanteilen innerhalb eines 1 km Radius zeigte sich ein weniger deutliches Bild. Dies liegt vor allem daran, dass sich beide Anteile bis zu einem gewissen Grad gegenseitig beeinflussen. So können Flächen mit hohem Wald- und Gehölzanteil beispielsweise nur einen niedrigen bis maximal mittleren Maisanteil aufweisen und vice versa (Abb. 3.6 unten). Darüber hinaus weisen die Kombinationen der beiden Landschaftsanteile noch einige Lücken auf, welche in der kommenden Saison 2024 verstärkt berücksichtigt werden sollten (jeweils Anteile > 30 %, siehe auch Kapitel Ausblick). Die Auswertungen lassen vermuten, dass Fangdichten von Blaumeise und Buchfink mit zunehmendem Maisanteil abnehmen, wohingegen für Kohlmeise, Teichrohrsänger und Zilpzalp keine Trends ersichtlich sind (Abb. 3.6 unten). Der Wald- und Gehölzanteil beeinflusste die Fangdichten des Teichrohrsängers negativ und die des Zilpzalps positiv, für Blaumeise, Buchfink und Kohlmeise zeigten sich hingegen keine Trends (Abb. 3.6 unten).

*Links:* Aufsummierter wöchentlicher Fangaufwand pro Fangplatz in 2023 (*oben*) und pro Jahr (*unten*). *Rechts:* Mittlere wöchentliche Fangdichten (Erst- und Wiederfänge) pro Fangplatz in 2023 (*oben*) und gesamt (*unten*). Graue Striche geben die mittlere wöchentliche Fangdichte aller dargestellten Fangplätze von 2023 wieder, schwarze Striche die mittlere wöchentliche Fangdichte von 2016 bis, 2023. * *Anmerkung: Für eine übersichtlichere Darstellung wurden die Flächen von Mirjam Rieger et al. als BB-MR-23 zusammengefasst.*

Abbildung 3.4: Links: Aufsummierter wöchentlicher Fangaufwand pro Fangplatz in 2023 (oben) und pro Jahr (unten). Rechts: Mittlere wöchentliche Fangdichten (Erst- und Wiederfänge) pro Fangplatz in 2023 (oben) und gesamt (unten). Graue Striche geben die mittlere wöchentliche Fangdichte aller dargestellten Fangplätze von 2023 wieder, schwarze Striche die mittlere wöchentliche Fangdichte von 2016 bis, 2023. * Anmerkung: Für eine übersichtlichere Darstellung wurden die Flächen von Mirjam Rieger et al. als BB-MR-23 zusammengefasst.

Phänologie (= zeitliches Auftreten) der häufigsten sieben Vogelarten pro Jahr im Mais basierend auf wöchentlichen Fangdichten (nur Erstfänge). Schwarze Striche geben die mittlere wöchentliche Fangdichte für alle Jahre wieder. Man beachte die unterschiedlichen y-Achsen Skalierungen. *Anmerkung: 'sonstiges' beinhaltet alle gefangenen Arten, die nicht einzeln aufgelistet wurden (siehe Tab 3.3).*

Abbildung 3.5: Phänologie (= zeitliches Auftreten) der häufigsten sieben Vogelarten pro Jahr im Mais basierend auf wöchentlichen Fangdichten (nur Erstfänge). Schwarze Striche geben die mittlere wöchentliche Fangdichte für alle Jahre wieder. Man beachte die unterschiedlichen y-Achsen Skalierungen. Anmerkung: ‘sonstiges’ beinhaltet alle gefangenen Arten, die nicht einzeln aufgelistet wurden (siehe Tab 3.3).

Tabelle 3.2: Fangaufwand, -zahlen und -dichten der 22 Fangplätze von 2023, sowie Wiederfangraten (Anteil Wiederfänge an der Gesamtsumme). hm² = Fangstunden x Netzfläche.
Anzahl
Erstfänge
Wiederfänge
Fangplatz Tage Stunden [h] Aufwand [hm²] Anzahl pro 1000hm² Anzahl pro 1000hm² Anzahl Arten Wiederfangrate [%]
BB-A1-23 11 61 15250 245 16,1 13 0,8 22 5,0
BB-A2-23 11 61 15250 53 3,5 2 0,1 14 3,6
BB-B1-23 15 83 20750 151 7,3 16 0,8 24 9,6
BB-C1-23 19 94 23375 264 11,3 16 0,7 27 5,7
BB-C2-23 16 88 21875 162 7,4 13 0,6 27 7,4
BB-D1-23 10 58 14500 104 7,2 1 0,1 12 1,0
BB-D2-23 13 75 18750 127 6,8 3 0,2 24 2,3
BB-D3-23 8 49 6125 103 16,8 6 1,0 20 5,5
BB-E1-23 10 56 13875 195 14,1 7 0,5 21 3,5
BB-F1-23 6 35 8750 44 5,0 1 0,1 14 2,2
BB-F2-23 6 35 8750 33 3,8 0 0,0 13 0,0
BW-HS-23 11 44 3520 88 25,0 4 1,1 11 4,3
BW-WH-23 8 33 6098 53 8,7 2 0,3 14 3,6
BY-TS-23 10 57 5725 85 14,8 4 0,7 15 4,5
MV-EH-23 20 88 24242 273 11,3 10 0,4 26 3,5
MV-SK-23 12 53 6625 222 33,5 12 1,8 22 5,1
NI-AG-23 10 45 6480 95 14,7 4 0,6 11 4,0
NI-SH-23 10 40 6600 42 6,4 1 0,1 13 2,3
RP-DK-23 8 48 12081 59 4,9 2 0,2 11 3,3
RP-MH-23 23 105 15750 179 11,4 9 0,6 21 4,8
SL-SB-23 10 40 4050 41 10,1 2 0,5 8 4,7
ST-WH-23 10 41 5412 76 14,0 3 0,6 15 3,8
Fangdichten (Erst- und Wiederfänge) der häufigsten fünf Arten pro Netz und Tag in Abhängigkeit zum Abstand der Netze zum Feldrand (*oben*) und zum Mais- sowie Wald- und Gehölzanteil (*unten*) für die Jahre 2022 und 2023. Dichten von 0 (= kein Fang dieser Art) sind grau dargestellt, Dichten > 0 farbig. Die graue gestrichelte Linie trennt den Bereich möglicher Landschaftsanteil-Kombinationen (die Summe darf 100% nicht überschreiten) von dem Bereich nicht-möglicher Kombinationen. *Anmerkung: aus dem Jahr 2022 sind lediglich Daten der hauptamtlichen Flächen aufgeführt, da die exakten Netzkoordinaten der ehrenamtlichen Flächen überwiegend noch fehlen.*

Abbildung 3.6: Fangdichten (Erst- und Wiederfänge) der häufigsten fünf Arten pro Netz und Tag in Abhängigkeit zum Abstand der Netze zum Feldrand (oben) und zum Mais- sowie Wald- und Gehölzanteil (unten) für die Jahre 2022 und 2023. Dichten von 0 (= kein Fang dieser Art) sind grau dargestellt, Dichten > 0 farbig. Die graue gestrichelte Linie trennt den Bereich möglicher Landschaftsanteil-Kombinationen (die Summe darf 100% nicht überschreiten) von dem Bereich nicht-möglicher Kombinationen. Anmerkung: aus dem Jahr 2022 sind lediglich Daten der hauptamtlichen Flächen aufgeführt, da die exakten Netzkoordinaten der ehrenamtlichen Flächen überwiegend noch fehlen.

3.4 Artzusammensetzung

2023 wurden mit 54 Arten so viele Arten wie noch nie im Mais gefangen (Tab. 2.1), zudem konnten im Rahmen des Projektes acht neue Arten (Schwarzkehlchen, Elster, Turmfalke, Mehlschwalbe, Fasan, Feldlerche, Rohrschwirl, Haubenmeise) im Maisfeld nachgewiesen werden, weshalb sich die Gesamtzahl aller gefangenen Arten seit 2016 auf 74 beläuft (Abb. 3.7, von einigen Neufängen gab es leider keine Fotos).

Auch 2023 waren Blaumeisen die am häufigsten gefangenen Individuen (Tab. 3.3). Zusammen mit Kohlmeise und Zilpzalp machten sie somit – auch in der Gesamtbilanz – über 45 % der Erstfänge aus. Die wöchentlichen Fangdichten von Blau- als auch Kohlmeisen lagen zu Beginn der Saison 2023 unter den durchschnittlichen Dichten seit 2016, stiegen mit fortschreitender Saison an und übertrafen dann das Jahresmittel (Abb. 3.5). Die Phänologie des Zilpzalps aus der Saison 2023 lag vor allem zur Hauptzugzeit deutlich unter dem Gesamtdurchschnitt seit 2016, übertraf diesen jedoch zu Beginn und Ende der Saison (Abb. 3.5). Auch Buchfink und Rotkehlchen zeigten diese Saison (mit wenigen Ausnahmen) niedrigere Dichten als im Durchschnitt, wohingegen Feldsperlinge durchschnittliche Fangergebnisse erzielten (Abb. 3.5, Tab. 3.3). Ebenfalls zu den Top 10 der Vogelarten im Mais gehören Teichrohrsänger welche 2023 mit 9 % der Erstfänge besonders häufig gefangen wurden (Tab. 3.3) und überdurchschnittliche Fangdichten erzielten (Abb. 3.5). Vergleichbar hohe Fangdichten für Teichrohrsänger gab es bisher nur in den Jahren 2016 und 2018 (Tab. 3.3). Auffällig waren 2023 die vergleichsweise hohen Fangdichten sonstiger Arten zu Beginn und Ende der Saison (Abb. 3.5), welche unter anderem durch die hohen Anzahlen an Goldammern, Rohrammern, Sumpfrohrsängern und Schilfrohrsängern bedingt wurden (Tab. 3.3). Erwähnenswert sind hier auch die 25 Schwarzkehlchen auf insgesamt 6 Flächen (BB-C1-23, BB-C2-23, BB-D2-23, MV-EH-23, MV-SK-23, RP-MH-23), da diese Art 2023 im Zuge des Projektes erstmalig im Maisfeld festgestellt wurde. Verhältnismäßig selten wurden 2023 neben Zilpzalp, Rotkehlchen und Buchfink unter anderem auch Fitis, Heckenbraunelle, Stieglitz, Amsel und Grünfink gefangen (Tab. 3.3).

70% aller Erst- und knapp 80% aller Wiederfänge setzten sich 2023 aus den acht häufigsten Arten zusammen, jedoch kam es zwischen den Fangplätzen zu großen Unterschieden in der Artzusammensetzung (Abb. 3.8). Besonders hervorzuheben sind hier große Anteile an Blau- und/oder Kohlmeise (BB-A1-23, BB-A2-23, BB-B1-23, BB-E1-23, BY-TS-23, NI-AG-23, ST-WH-23), Feldsperling (MV-SK-23), Teichrohrsänger (BB-A2-23, BB-D2-23, BB-F1-23, BB-F2-23, RP-MH-23) und Zilpzalp (BB-D1-23, BW-HS-23, BW-WH-23, SL-SB-23). Darüber hinaus gab es Fangplätze, auf denen die häufigsten acht Arten lediglich die Hälfte (oder weniger) aller Erstfänge ausmachten (BB-C2-23, BW-WH-23, MV-EH-23) oder es (fast) keine Fänge von Blau- und Kohlmeisen gab (BW-WH-23, MV-SK-23, SL-SB-23).

Seltenheiten der Saison 2023 (das Schwarzkehlchen befindet sich auf dem Titelbild), jeweils von links nach rechts: *Oben:* eine der vier **Feldlerchen**, gefangen am 24.08.2023 in Vierlinden C2, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © M. Rieger, eine adulte **Haubenmeise**, gefangen am 07.09.2023 in Zeschdorf E1, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © T. Gottschalk, sowie einer der beiden diesjährigen **Rohrschwirle**, gefangen am 04.08.2023 in Vierlinden B1, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © M. Rieger. *Mitte:* ein adulter **Turmfalke**, gefangen am 14.10.2023 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz (eine neue Art für das Projekt) © M. Hundsdorfer, einer von drei **Feldschwirlen**, gefangen am 10.08.2023 in Hanstorf, Mecklenburg-Vorpommern © E. Haseloff, sowie eines der drei **Wintergoldhähnchen**, gefangen am 08.10.2023 in Hanstorf, Mecklenburg-Vorpommern © E. Haseloff. *Unten:* eine diesjährige **Nachtigall**, gefangen am 10.09.2023 in Zeschdorf F2, Brandenburg © C. Winter, einer der vier **Eisvögel**, gefangen am 23.08.2023 in Vierlinden C2, Brandenburg © M. Rieger, sowie einer von zwei diesjährigen **Trauerschnäppern**, gefangen am 07.09.2023 in Zeschdorf D2, Brandenburg © M. Rieger.

Abbildung 3.7: Seltenheiten der Saison 2023 (das Schwarzkehlchen befindet sich auf dem Titelbild), jeweils von links nach rechts: Oben: eine der vier Feldlerchen, gefangen am 24.08.2023 in Vierlinden C2, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © M. Rieger, eine adulte Haubenmeise, gefangen am 07.09.2023 in Zeschdorf E1, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © T. Gottschalk, sowie einer der beiden diesjährigen Rohrschwirle, gefangen am 04.08.2023 in Vierlinden B1, Brandenburg (eine neue Art für das Projekt) © M. Rieger. Mitte: ein adulter Turmfalke, gefangen am 14.10.2023 in Frankenthal, Rheinland-Pfalz (eine neue Art für das Projekt) © M. Hundsdorfer, einer von drei Feldschwirlen, gefangen am 10.08.2023 in Hanstorf, Mecklenburg-Vorpommern © E. Haseloff, sowie eines der drei Wintergoldhähnchen, gefangen am 08.10.2023 in Hanstorf, Mecklenburg-Vorpommern © E. Haseloff. Unten: eine diesjährige Nachtigall, gefangen am 10.09.2023 in Zeschdorf F2, Brandenburg © C. Winter, einer der vier Eisvögel, gefangen am 23.08.2023 in Vierlinden C2, Brandenburg © M. Rieger, sowie einer von zwei diesjährigen Trauerschnäppern, gefangen am 07.09.2023 in Zeschdorf D2, Brandenburg © M. Rieger.

Tabelle 3.3: Anzahl Erstfänge (N) sowie deren Anteil (%) an der jährlichen Gesamtsumme pro Vogelart , die 2016 - 2023 im Mais gefangen wurden.
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
Gesamt
Vogelart N % N % N % N % N % N % N % N % N %
Blaumeise 67 10,93 214 20,21 61 11,94 71 13,71 221 21,52 150 23,26 491 20,74 615 22,83 1890 20,03
Zilpzalp 69 11,26 146 13,79 98 19,18 89 17,18 216 21,03 71 11,01 328 13,86 319 11,84 1336 14,16
Kohlmeise 55 8,97 160 15,11 73 14,29 73 14,09 133 12,95 88 13,64 307 12,97 326 12,10 1215 12,88
Buchfink 37 6,04 51 4,82 12 2,35 47 9,07 19 1,85 48 7,44 326 13,77 116 4,31 656 6,95
Teichrohrsänger 77 12,56 68 6,42 47 9,20 34 6,56 60 5,84 24 3,72 88 3,72 243 9,02 641 6,79
Feldsperling 12 1,96 39 3,68 63 12,33 47 9,07 32 3,12 34 5,27 219 9,25 180 6,68 626 6,64
Rotkehlchen 65 10,60 71 6,70 19 3,72 25 4,83 37 3,60 52 8,06 89 3,76 83 3,08 441 4,67
Fitis 31 5,06 53 5,00 44 8,61 31 5,98 42 4,09 17 2,64 92 3,89 52 1,93 362 3,84
Goldammer 15 2,45 12 1,13 13 2,54 1 0,19 24 2,34 9 1,40 73 3,08 98 3,64 245 2,60
Mönchsgrasmücke 26 4,24 60 5,67 4 0,78 4 0,77 49 4,77 12 1,86 32 1,35 55 2,04 242 2,57
Rohrammer 48 7,83 13 1,23 4 0,78 3 0,58 8 0,78 13 2,02 23 0,97 124 4,60 236 2,50
Sumpfrohrsänger 25 4,08 10 0,94 3 0,59 4 0,77 7 0,68 22 3,41 14 0,59 78 2,90 163 1,73
Heckenbraunelle 4 0,65 20 1,89 16 3,13 15 2,90 18 1,75 7 1,09 32 1,35 18 0,67 130 1,38
Stieglitz 1 0,16 12 1,13 0 0,00 0 0,00 63 6,13 16 2,48 16 0,68 12 0,45 120 1,27
Amsel 11 1,79 28 2,64 11 2,15 5 0,97 20 1,95 10 1,55 10 0,42 19 0,71 114 1,21
Grünfink 7 1,14 16 1,51 0 0,00 1 0,19 12 1,17 0 0,00 38 1,61 11 0,41 85 0,90
Singdrossel 9 1,47 18 1,70 2 0,39 0 0,00 6 0,58 6 0,93 9 0,38 28 1,04 78 0,83
Gartenrotschwanz 3 0,49 12 1,13 2 0,39 6 1,16 3 0,29 5 0,78 20 0,84 26 0,97 77 0,82
Haussperling 1 0,16 2 0,19 3 0,59 21 4,05 3 0,29 2 0,31 20 0,84 21 0,78 73 0,77
Hausrotschwanz 1 0,16 2 0,19 1 0,20 13 2,51 4 0,39 1 0,16 39 1,65 9 0,33 70 0,74
Dorngrasmücke 6 0,98 4 0,38 15 2,94 2 0,39 3 0,29 5 0,78 13 0,55 15 0,56 63 0,67
(Wiesen)Schafstelze 6 0,98 1 0,09 4 0,78 6 1,16 1 0,10 7 1,09 8 0,34 21 0,78 54 0,57
Bluthänfling 4 0,65 4 0,38 0 0,00 0 0,00 16 1,56 7 1,09 9 0,38 11 0,41 51 0,54
Baumpieper 6 0,98 3 0,28 2 0,39 1 0,19 4 0,39 6 0,93 5 0,21 23 0,85 50 0,53
Star 0 0,00 3 0,28 3 0,59 0 0,00 0 0,00 6 0,93 10 0,42 19 0,71 41 0,43
Schilfrohrsänger 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,10 3 0,47 7 0,30 28 1,04 39 0,41
Sumpfmeise 3 0,49 1 0,09 0 0,00 1 0,19 4 0,39 3 0,47 9 0,38 14 0,52 35 0,37
Neuntöter 1 0,16 3 0,28 3 0,59 3 0,58 1 0,10 0 0,00 2 0,08 16 0,59 29 0,31
Schwarzkehlchen 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 25 0,93 25 0,26
Gartengrasmücke 3 0,49 5 0,47 1 0,20 0 0,00 4 0,39 3 0,47 1 0,04 7 0,26 24 0,25
Zaunkönig 2 0,33 1 0,09 0 0,00 0 0,00 1 0,10 2 0,31 6 0,25 9 0,33 21 0,22
Braunkehlchen 4 0,65 1 0,09 1 0,20 4 0,77 0 0,00 1 0,16 0 0,00 9 0,33 20 0,21
Klappergrasmücke 0 0,00 4 0,38 0 0,00 2 0,39 1 0,10 2 0,31 2 0,08 7 0,26 18 0,19
Bachstelze 2 0,33 0 0,00 0 0,00 1 0,19 2 0,19 1 0,16 3 0,13 5 0,19 14 0,15
Rauchschwalbe 0 0,00 3 0,28 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,13 5 0,19 11 0,12
Feldschwirl 0 0,00 1 0,09 0 0,00 2 0,39 1 0,10 0 0,00 3 0,13 3 0,11 10 0,11
Trauerschnäpper 0 0,00 1 0,09 0 0,00 0 0,00 2 0,19 0 0,00 4 0,17 2 0,07 9 0,10
Weidenmeise 4 0,65 1 0,09 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,11 8 0,08
Drosselrohrsänger 0 0,00 1 0,09 0 0,00 1 0,19 0 0,00 1 0,16 1 0,04 4 0,15 8 0,08
Blaukehlchen 0 0,00 0 0,00 1 0,20 0 0,00 1 0,10 0 0,00 1 0,04 5 0,19 8 0,08
Nachtigall 2 0,33 1 0,09 1 0,20 1 0,19 0 0,00 1 0,16 0 0,00 1 0,04 7 0,07
Gartenbaumläufer 0 0,00 3 0,28 0 0,00 0 0,00 1 0,10 0 0,00 0 0,00 3 0,11 7 0,07
Waldlaubsänger 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,58 3 0,29 0 0,00 0 0,00 1 0,04 7 0,07
Kleiber 2 0,33 2 0,19 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 1 0,04 0 0,00 6 0,06
Mehlschwalbe 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 6 0,22 6 0,06
Sommergoldhähnchen 0 0,00 0 0,00 1 0,20 0 0,00 0 0,00 1 0,16 2 0,08 1 0,04 5 0,05
Eisvogel 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,10 0 0,00 0 0,00 4 0,15 5 0,05
Kleinspecht 1 0,16 1 0,09 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 1 0,04 0 0,00 4 0,04
Wintergoldhähnchen 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 3 0,11 4 0,04
Feldlerche 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 4 0,15 4 0,04
Buntspecht 0 0,00 3 0,28 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,03
Gelbspötter 0 0,00 3 0,28 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,03
Bergfink 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 2 0,08 0 0,00 3 0,03
Sperber 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 3 0,13 0 0,00 3 0,03
Girlitz 1 0,16 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 0 0,00 2 0,02
Schlagschwirl 1 0,16 0 0,00 1 0,20 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 2 0,02
Gimpel 0 0,00 2 0,19 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 2 0,02
Rebhuhn 0 0,00 0 0,00 1 0,20 0 0,00 0 0,00 1 0,16 0 0,00 0 0,00 2 0,02
Tannenmeise 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,19 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 2 0,02
Misteldrossel 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,10 0 0,00 1 0,04 0 0,00 2 0,02
Wendehals 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,10 0 0,00 1 0,04 0 0,00 2 0,02
Wacholderdrossel 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 2 0,31 0 0,00 0 0,00 2 0,02
Rohrschwirl 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 2 0,07 2 0,02
Wiesenpiper 1 0,16 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Ortolan 0 0,00 0 0,00 1 0,20 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Waldbaumläufer 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,10 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Grauammer 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Grauschnäpper 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Schwanzmeise 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,16 0 0,00 0 0,00 1 0,01
Gelbbrauenlaubsänger 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 0 0,00 1 0,01
Elster 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 1 0,01
Fasan 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 1 0,01
Haubenmeise 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 1 0,01
Turmfalke 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 1 0,04 1 0,01
Artzusammensetzung der Erst- (*innerer Kreis*) und Wiederfänge (*äußerer Ring*) pro Fangplatz sowie die Summe aller dargestellten Fangplätze ('Sum', *unten rechts*) in 2023. Die Zahlen hinter dem Flächenkürzel geben die Anzahl Erst- und Wiederfänge an. *Anmerkung: 'sonstiges' beinhaltet alle gefangenen Arten, die nicht einzeln aufgelistet wurden.*

Abbildung 3.8: Artzusammensetzung der Erst- (innerer Kreis) und Wiederfänge (äußerer Ring) pro Fangplatz sowie die Summe aller dargestellten Fangplätze (‘Sum’, unten rechts) in 2023. Die Zahlen hinter dem Flächenkürzel geben die Anzahl Erst- und Wiederfänge an. Anmerkung: ‘sonstiges’ beinhaltet alle gefangenen Arten, die nicht einzeln aufgelistet wurden.

3.5 Wiederfänge und Wiederfunde

2023 gab es eine relativ niedrige Wiederfangrate von 4.6%, der Gesamtdurchschnitt seit 2016 liegt bei 8.9%. Durchschnittlich können vor allem ab der 34. Kalenderwoche (Mitte August) besonders hohe Wiederfangraten erzielt werden, wobei 2023 erst ab Kalenderwoche 40 höhere Wiederfangraten erzielt wurden (Abb. 3.9).

Im Jahr 2023 konnten bisher drei Wiederfunde erbracht werden. In Frankenthal, Rheinland-Pfalz (17.10.2023) als auch in Vierlinden, Brandenburg (13.10.2023) wurde jeweils eine adulte männliche Rohrammer gefangen. Das Individuum aus Rheinland-Pfalz wurde am 11.11.2021 in Châteauneuf-sur-Isère in Frankreich als diesjähriges Männchen erstberingt und somit 562 km vom Erstberingungsort entfernt wiedergefangen. Zu der Rohrammer aus Brandenburg liegen derzeit noch keine Daten vor. Einen traurigen Wiederfund gab es von einer im Oktober in Hanstorf, Mecklenburg-Vorpommern beringten Kohlmeise, welche einige Wochen später frischtot in einer nahe gelegenen Landwirtschaftshalle aufgefunden wurde.

Wöchentliche Wiederfangraten pro Jahr (farbige Punkte) sowie Gesamt (schwarze Balken).

Abbildung 3.9: Wöchentliche Wiederfangraten pro Jahr (farbige Punkte) sowie Gesamt (schwarze Balken).

3.6 Telemetrie

Um detailliertere Informationen über die Nutzung von Maisfeldern sowie angrenzender Habitate zu sammeln, wurden Individuen ausgewählter Arten (Rotkehlchen, Feldsperling, Teichrohrsänger, Kohlmeise) mit Radiosendern ausgestattet (Abb. 3.10 Mitte links). Bei dieser Art von Telemetrie werden die Radiosignale der Sender mithilfe von Empfangsstationen automatisiert aufgezeichnet (Abb. 3.10 links). Wenn mehrere solcher Stationen das Signal zeitgleich empfangen, kann für den jeweiligen Zeitpunkt die ungefähre Aufenthaltsposition des Vogels berechnet werden. Mithilfe dieser Daten wollen wir ermitteln, in welchen Bereichen des Maisfeldes sich die Tiere aufhalten (Rand vs. Mitte), welche angrenzenden Habitate verwendet werden und wie lange sich die Individuen jeweils im Maisfeld aufhalten. Die Auswertung der Telemetriedaten ist noch nicht beendet, weshalb in der nachfolgenden Abbildung lediglich beispielhaft die im Laufe eines Tages gesammelten Positionen eines Teichrohrsängers (Abb. 3.10 Mitte rechts) sowie einer Kohlmeise (Abb. 3.10 rechts) dargestellt sind.

Eindrücke der durchgeführten Radiotelemetrie. *Links:* eine Empfangsstation mit vier Antennen. *Mitte links:* ein Rotkehlchen mit Sender (nur die Antenne ist sichtbar). *Mitte rechts:* Bewegungsmuster eines besenderten Teichrohrsängers am 03.09.2023. *Rechts:* Bewegungsmuster einer besenderten Kohlmeise am 03.09.2023. © B. Stolze (Links), L. Redetzke (Mitte links)

Abbildung 3.10: Eindrücke der durchgeführten Radiotelemetrie. Links: eine Empfangsstation mit vier Antennen. Mitte links: ein Rotkehlchen mit Sender (nur die Antenne ist sichtbar). Mitte rechts: Bewegungsmuster eines besenderten Teichrohrsängers am 03.09.2023. Rechts: Bewegungsmuster einer besenderten Kohlmeise am 03.09.2023. © B. Stolze (Links), L. Redetzke (Mitte links)


4 Ausblick für die Fangsaison 2024

Um den Einfluss des Landnutzungskontextes besser zu erfassen, wollen wir uns 2024 im letzten Erfassungsjahr des bundesweiten Projektes vor allem auf den Anteil Mais sowie Wald und Gehölz innerhalb des 1000 m Radius konzentrieren. Um die Standardisierung und Repräsentativität dieser Ergebnisse zu erhöhen, benötigen wir daher weiterhin Standorte mit einem Maisanteil > 30 % innerhalb eines 1000 m Radius, ebenso Flächen mit einem Gehölz- und Waldanteil > 30 % (Abb. 3.2 und 3.6). Nur durch eine ausgeglichene Verteilung dieser Landnutzungsanteile sind wir in der Lage, fundierte Aussagen zum Einfluss der Landnutzungsumgebung auf die Nutzung von Maisfeldern zu machen. Ebenso benötigen wir weitere Daten von Netzen mit größerem Abstand zum Maisfeldrand (Abb. 3.3 und 3.6). Optimal sind Flächen mit variablen Abständen zum Feldrand, beispielsweise durch einen T-förmigen Netzaufbau, sodass ein Teil der Netze parallel zum Feldrand verläuft (bspw. im Vorgewende) und der andere Teil tiefer in das Maisfeld hinein ragt.


5 Dank

Ein besonderer Dank gebührt allen ehrenamtlich tätigen Beringer:innen und Helfer:innen des Projektes, welche uns teilweise schon seit 2016 unterstützen, sowie dem Team aus studentischen Hilfskräften, welche zusammen mit Mirjam Rieger weitere Flächen bearbeitet haben. Ebenso bedanken wir uns bei den Landwirt:innen, die ihre Maisfelder für die Untersuchung zur Verfügung gestellt haben. Seit April 2022 wird das Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. 2016, 2018, 2019 und 2020 wurde das Projekt vom Deutschen Maiskomitee e.V. (DMK) und 2017 von der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft e.V. (DO-G) finanziell unterstützt. Die Arbeit und der Aufenthalt von László Kövér wurde von 2017 bis 2021 durch das Projekt EFOP-3.6.3.-VEKOP-16-2017-00008 finanziert.


6 Literatur

Gottschalk, T. & Kövér, L. 2016. Gast- und Rastvögel im Sommer und Herbst in einem Maisfeld bei Gießen. Vogelwarte, 54 (1): 1-14.
Gottschalk, T. 2017. Nutzung von Maisfeldern durch Vögel im Sommer und Herbst. Mais 44:134-137.
Gottschalk, T. & Kövér, L. 2019. Wie viele Vögel nutzen Maisfelder im Sommer und Herbst? Mais 46:181-184.