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Zehn Jahre Hochschulregion Tübingen-Hohenheim

Veröffentlicht am: 10. Dezember 2015

Rektorate der Hochschulen ziehen positive Zwischenbilanz – Verstärkte Zusammenarbeit in der Lehre beschlossen

Die Rektorate der Hochschulregion Tübingen-Hohenheim haben zehn Jahre nach Gründung der Kooperation eine positive Zwischenbilanz gezogen. Vor allem bei den studiennahen Dienstleistungen, aber auch auf Themenfeldern wie Beschaffung und IT habe es sichtbare Erfolge gegeben, erklärten die Rektoren und Prorektoren der sechs beteiligten Hochschulen. Im Bereich Studium und Lehre gebe es eine zunehmende Zahl gemeinsamer Vorhaben. Die Hochschulleitungen verwiesen in diesem Zusammenhang auf die gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen sowie die Einrichtung gemeinsamer Studiengänge.

Die sechs Hochschulen der Region Tübingen Hohenheim sind entschlossen, ihre Zusammenarbeit in Studium und Lehre weiter auszubauen. Dabei wollen sie sich vor allem auf die Themenbereiche Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit und Mobilität konzentrieren. So sind derzeit Vorlesungen zu den Themen Energie, Nachhaltigkeit und Umwelt in Vorbereitung, die ab Sommersemester 2016 in elektronischer Form oder in Form einer integrierten Lehrveranstaltung (“Blended Learning“) angeboten werden sollen. Bereits heute gibt es einen gemeinsamen Lehramtsstudiengang für das Schulfach Naturwissenschaft und Technik, bei dem die Hochschule Rottenburg und die Universität Tübingen kooperieren. Die Masterstudiengänge Umweltschutz und Data Science, werden in Kooperation mit mindestens zwei Mitgliedshochschulen der Hochschulregion und weiteren Partnern angeboten. Auch eine Reihe von gemeinsamen Forschungsprojekten konnte in den letzten Jahren auf den Weg gebracht werden.

Sichtbarstes Zeichen der Kooperation sei zweifellos die Schaffung eines gemeinsamen Studierendenwerks im Jahre 2007, erklärten die Rektorate. Wesentliche studiennahe Dienstleistungen wie der Betrieb von Mensen und Wohnheimen würden seither effizient, serviceorientiert und kostengünstig angeboten. Auch die Schaffung einer gemeinsamen Chipkarte sei ein Erfolg der Hochschulkooperation. Mithilfe dieser Karte, die zugleich als Studierendenausweis gilt, können Studentinnen und Studenten an allen Mitgliedshochschulen Mensen, Kopierer und Drucker nutzen.

Die Universität Tübingen, die Universität Hohenheim, die Hochschule Albstadt-Sigmaringen, die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, die Hochschule Reutlingen und die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg hatten 2005 eine weitgehende Kooperation beschlossen. Seit 2014 fördert das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft und Kunst die Hochschulregion aus Mitteln des Innovations- und Qualitätsfonds (IQF).

Beispiele für größere Projekte im Rahmen der Hochschulregion:
organisatorisch:

  • 2007: gemeinsames Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim
  • 2008: gemeinsame Chipkarte als Studierendenausweis mit hochschulübergreifenden Einsatzmöglichkeiten bei Mensen, Kopierer, Druckern und Bibliotheken
  • Semesteranschlusstickets in die Nachbarverkehrsverbünde,
  • gemeinsames Beschaffungswesen
  • gemeinsames SAP Rechenzentrum mit dem Land
  • 2014: neue Organisationsstruktur, regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Bereich Umweltmanagement („Eco Management and Audit Scheme“) der Hochschulen
  • 2015: gemeinsamer Internetauftritt, gemeinsame Austauschplattform, Zusammenarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit für die Hochschulregion

Inhaltlich:

  • 2005: gegenseitige Anerkennung von Studienleistungen
  • gemeinsame Projekte in der Forschung
  • Errichtung hochschulübergreifender Masterstudiengänge, Kooperationen beim Lehraustausch (z.B. im Fach NwT bei der Lehrerbildung)
  • 2014: gemeinsames Führungskräfteprogramm
  • 2015: gemeinsame Schulungen für MitarbeiterInnen der Hochschulen
  • ab 2016 in Planung: gemeinsame Konzeption von Blended und/oder E-Learning-Modulen zu den Themenbereichen Energie sowie Nachhaltigkeit und Umweltmanagement

Die Rektorate der Hochschulregion verwiesen auf eine McKinsey-Studie zu den Feldern mit der größten Wertschöpfung in Baden-Württemberg bis 2020. Zukunftsthemen der Region sind danach die Bereiche Nachhaltige Mobilität, Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Pflege, Embedded Systems und IT Dienstleistungen. Mit ihren Schwerpunkten seien die Mitglieder der Hochschulregion auf allen genannten Feldern in Forschung und Lehre präsent.

Kontakt:

Geschäftsstelle der Hochschulregion Tübingen-Hohenheim
c/o Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg
Schadenweilerhof
72108 Rottenburg a.N.

info@dont-want-spam.hochschulregion.de 

Ansprechpartnerin:
Silke Lippert
Tel: 07472/951-257