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Mit dem Segway-Rolli durch den Nationalpark

Veröffentlicht am: 13. Juli 2015

Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur die Natur zu schützen, sondern auch die Lebensqualität von Menschen zu fördern, unabhängig von Handicap oder Alter. In einem Ideenwettbewerb entwickelten Studierende der Hochschule Rottenburg Gründungsideen, die die Philosophie des Nationalparks Schwarzwald in konkrete Produkte übersetzen.

Fotos: © Petra Rösch: Teilnehmerinnen des Wettbewerbs

Welche unternehmerischen Chancen ergeben sich auf Basis des Nationalparks Schwarzwald? Dieser Frage gingen Studierende des Studiengangs Nachhaltiges Regionalmanagement an zwei Workshop-Tagen nach. Unter der Leitung von Dr. Hartmut Rösch und Johanna Kutter vom generator Startup Center der Hochschule der Medien in Stuttgart entwickelten fünf Teams ganz unterschiedliche unternehmerische Ideen. Diese fußen alle auf der Philosophie des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“. Im Zentrum der Gründungsideen stehen daher grüne Produkte, die einerseits den Menschen die Natur erlebbar machen, auf der anderen Seite eine besondere Umsicht bei der Verwendung von natürlichen Ressourcen aufweisen.

Im Ergebnis sind spannende Geschäftsideen entstanden. Ein Erlebnispfad soll die Besucherinnen und Besucher mit den Besonderheiten der Natur der Nationalparkregion vertraut machen. Vom Wurzelwerk der Bäume, über die bodennahen Pflanzen und Tiere führt der Erlebnispfad über drei perspektivische Ebenen hinauf bis in die Baumkronen. Zwei Reiseangebote dicht an der Natur holen hingegen Menschen in die Nationalparkregion, für die Natur Inspiration und Krafttanken bedeutet, die aber nicht auf Qualität verzichten möchten. An diese Zielgruppe richtet sich die Idee der „Wander-Cubes“: ein Konzept auf Basis traditioneller Schwarzwälder Architektur, die in Form von Wanderhütten bereitgestellt wird. Der Clou: Selbstversorgung auf Basis hochwertiger regionaler Produkte. Zweitens könnten Besucher der Nationalparkregion in Zukunft „direkt unter dem Sternenhimmel übernachten“. GPS-Daten führen den Gast zu mobilen Schutzhütten, die ganz individuell und nur vorrübergehend in der Natur platziert sind – Abenteuerlust und Minimalismus in Perfektion.

Dabei konnten die Studierenden auf das Wissen und die Erfahrung der Nationalparkverwaltung und der Nationalparkregion zurückgreifen: „Wir haben diesen Workshop der HFR gern unterstützt“, so Dr. Kerstin Ensinger, Leiterin des Sachgebietes Erholung & Tourismus der Nationalparkverwaltung: „denn es kommt darauf an, gute Ideen rund um den Nationalpark zu fördern, damit nicht nur die Natur, sondern auch die Region profitiert“. Mit ihren Kollegen Urs Reif (leitender Nationalparkranger) und Natalie Beller (Beauftragte für Tourismus & Verkehr) war sie an die Hochschule gekommen. Unterstützt wurde sie von Tourismusdirektor Patrick Schreib, der den Studierenden mitgab, die Kernkompetenzen der Region zu suchen: „Wichtig ist zu erspüren, was die Region wirklich gut kann und wer sie eigentlich ist“, so Patrick Schreib, „ nur dann entstehen authentische touristische Produkte“.

„Die Ideen der Studierenden faszinieren durch ihre Realitätsnähe“ so Michael Baukloh von der IHK Reutlingen, „Einiges könnte man direkt so umsetzen“. Dies bestätigten auch die weiteren Jurymitglieder, Philipp Nawroth von der Gründerplattform Startup Neckar-Alb, Prof. Dr. Steffen Abele von der HFR und Ernst Kafka, ehrenamtlicher Nationalparkranger, die die Geschäftsideen am Ende des zweiten Workshoptages bewerteten. Dennoch gab es gute Hinweise, wie die Ideen weiterentwickelt werden könnten.

Steffen Abele
Prof. Dr. Steffen Abele

Professur für Ökonomie ländlicher Räume; Studiengangsleiter B.Sc. Nachhaltiges Regionalmanagement

T. +49 7472/951-277
F. +49 7472/951-200
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Raum: 203, Barockbau

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