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Neues Projekt zum Schutz von Lichtwaldarten auf der Schwäbischen Alb

Veröffentlicht am: 19. Mai 2022

Finanziert mit Mitteln aus dem Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt startet die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg ab Juli 2022 ein landkreisübergreifendes Projekt zum Schutz gefährdeter Waldschmetterlinge.

Perlmutterfalter

Unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Gottschalk (Professur für Naturraum- und Regionalentwicklung) sollen seltene Tagfalter und Widderchen in den Wäldern der mittleren und östlichen Schwäbischen Alb detailliert erfasst und Schutzmaßnahmen konzipiert werden.

Bei der Umsetzung von Maßnahmen, die in enger Abstimmung mit den Waldbesitzern, Forstbetrieben, Naturschutzverbänden und Behörden erfolgt, kann auf Erfahrungen aus dem Alb-Donau-Kreis zurückgegriffen werden. Dort erforscht die Hochschule seit 2019 die Ökologie und Habitate gefährdeter Lichtwaldarten, wie das Bergkronwicken-Widderchen und den vom Aussterben bedrohten Blauschwarzen Eisvogel. „Wir haben herausgefunden, dass lichtreiche Strukturen eine Schlüsselrolle spielen und ein landkreisübergreifendes Netz lichter Waldbiotope erforderlich ist, um die stark gefährdeten Schmetterlingspopulationen zu retten“, so Projektmitarbeiter Heiko Hinneberg.

Im neuen Projekt soll es deshalb vor allem darum gehen, lichte Waldbiotope zu pflegen und besser miteinander zu vernetzen. Nur so können die notwendigen Metapopulationen für gefährdete Lichtwaldarten geschaffen werden. Die Umsetzung der Maßnahmen wird evaluiert, sodass für die Zukunft ein Katalog mit Maßnahmenempfehlungen entsteht.