Zurück zur Übersicht

Praxishandbuch zur Aufarbeitung von Gebrauchtholz veröffentlicht

Veröffentlicht am: 19. Mai 2026

Im Rahmen des Forschungsprojekts StoGBau „Stoffliche Verwendung von Gebrauchtholz als Bauprodukt“ wurde ein Praxishandbuch zur Aufarbeitung von Gebrauchtholz erfolgreich fertiggestellt und steht ab sofort zur Verfügung.

Titelblatt des Handuchs: Praxishandbuch - Aufarbeitung von Gebrauchtholz in Zimmerei- und Holzbauunternehmen

Das Handbuch richtet sich insbesondere an Zimmerei- und Holzbauunternehmen und zeigt praxisnahe Verfahren zur Bewertung, Aufarbeitung und stofflichen Wiederverwendung von Gebrauchtholz auf.

Das Handbuch beschreibt einen bislang nicht geregelten, von der aktuellen Altholzverordnung abweichenden Ansatz zur stofflichen Nutzung von Gebrauchtholz, der langfristig in reguläre Verfahren überführt werden soll. Ziel ist es, einen orientierenden und flexibel anpassbaren Rahmen bereitzustellen, der Zimmerei- und Holzbauunternehmen bei der praktischen Umsetzung unterstützt.

Dargestellt werden kompakte und leicht anwendbare Vorgehensweisen – von der Sortierung über die Prüfung bis hin zur Weiterverarbeitung des Gebrauchtholzes. Die beschriebenen Verfahren stellen Optionen zur Vorgehensweise dar, die je nach betrieblichen Anforderungen angepasst, erweitert oder in bestehende Arbeitsabläufe integriert werden können.

Das Praxishandbuch wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Zimmerei- und Schreinereibetrieb Bühler Bau aus Reutlingen entwickelt. Die praxisorientierte Einbindung eines Handwerksbetriebs ermöglichte es, das Verfahren gezielt auf die Anforderungen und Abläufe kleiner und mittlerer Unternehmen abzustimmen.

Die stoffliche Wiederverwendung von Gebrauchtholz eröffnet Zimmerei- und Holzbauunternehmen sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Potenziale. Vorhandene Ressourcen können effizient genutzt, Materialkosten reduziert und die Abhängigkeit von schwankenden Holzpreisen sowie Lieferengpässen gemindert werden. Gleichzeitig sinkt der Entsorgungsaufwand, da weniger Gebrauchtholz kostenpflichtig entsorgt oder thermisch verwertet werden müsste.

Mit der Veröffentlichung wird ein zentrales Projektergebnis des StoGBau-Vorhabens für die Praxis zugänglich gemacht und ein Beitrag zur Stärkung der Kaskadennutzung von Holzressourcen im Bauwesen geleistet.

Gefördert wird das Vorhaben durch die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg im Rahmen des Programms „Zirkuläres Bauen: Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft“. Begleitagentur ist der Projektträger Jülich (im Forschungszentrum Jülich).

Ansprechpartner/-innen:

M.Sc. Melissa Christ (christ@dont-want-spam.hs-rottenburg.de)
Prof. Dr. Marcus Müller (mueller@dont-want-spam.hs-rottenburg.de)

Geldgeber:

Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg
 

Logo: Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg