Wahlpflichtfach „Sägeindustrie 1“ - Praxisnahe Vertiefung der Rundholz- und Schnittholzsortierung
Veröffentlicht am: 03. August 2026

Ende Juli fand für Studierende der Holzwirtschaft aus dem 4. und 6. Semester das zweitägige Wahlpflichtfach „Sägeindustrie 1“ im Bildungszentrum der Säge- und Holzindustrie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Göppingen-Bartenbach statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die praxisorientierte Vermittlung zentraler Arbeitsabläufe in einem Sägewerk – von der Rundholzsortierung über die Planung des Rundholzeinschnitts bis hin zur Ausbeutekalkulation und der Festigkeitssortierung von Schnittholz.
Zu Beginn der Veranstaltung setzten sich die Teilnehmenden zunächst mit den Grundlagen der Rundholzsortierung nach der Rahmenvereinbarung für Rundholz (RVR) sowie der Planung des Rundholzeinschnitts am Beispiel von mittelstarken Fichtenstämmen sowie Eichen- beziehungsweise Eschenstarkholz auseinander. Aufbauend darauf wurden die Zusammenhänge zwischen Einschnittplanung, Schnittholzausbeute und wirtschaftlicher Nutzung des Rohstoffs Holz anhand einer Ausbeutekalkulation behandelt und intensiv diskutiert.
Den Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung bildete aber das Erlernen und v.a. selbstständige Anwenden der Sortierregeln für Bretter, Dielen, Kanthölzer und Latten nach ihrer Festigkeit entsprechend der DIN 4074/EN 14081 (Nach Festigkeit sortiertes Bauholz für tragende Zwecke mit rechteckigem Querschnitt). Nach einer theoretischen Einführung sortierten die Teilnehmenden jeweils zahlreiche Holzprodukte eigenständig. Im Anschluss präsentierten sie ihre Sortierergebnisse der Gruppe und erläuterten ihre Entscheidungen. Auf diese Weise konnten die theoretisch vermittelten Inhalte unmittelbar praktisch umgesetzt und gemeinsam reflektiert werden.
Das Wahlpflichtfach verbindet damit theoretisches Grundlagenwissen mit intensiven praktischen Übungen und vermittelte den Teilnehmenden wesentliche Kompetenzen für die Beurteilung und Sortierung von Rund- und Schnittholz nach den geltenden Normen. Nach zwei intensiven, interessanten und abwechslungsreichen Tagen steht nun bei vielen Studierenden noch die finale Ausarbeitung von Hausarbeiten an, bevor die vorlesungsfreie Sommerzeit beginnt.







