Treppenhaus als Rettungsweg
Veröffentlicht am: 19. Mai 2026
Im Rahmen des von der HFR geführten Forschungsvorhaben "Entwicklung eines „alternativen Rettungswegkonzeptes“ für Gebäude und Aufstockungen in den GK 4 und 5 - ALREKO" (GK meint Gebäudeklassen nach MBO) wurden Anfang Dezember 2025 im Zentrum für Brandschutz (ZeBra) der Technischen Universität Braunschweig nach einer Reihe von Kleinversuchen vier großmaßstäbliche Realbrandversuche durchgeführt.

Abb: Versuchsaufbau - "Entwicklung eines „alternativen Rettungswegkonzeptes“ für Gebäude und Aufstockungen in den GK 4 und 5 - ALREKO"
Im Rahmen des Forschungsvorhabens geht es darum, für den Fall von Aufstockungen oder Dachgeschossausbauten v.a. anhand von Brandversuchen die Sicherheit von Treppenräumen als einzigen Rettungsweg im urbanen Wohnungsbau zu bewerten. Ziel ist es, für bestehende Treppenräume bzw. Wohnungszugänge die Lösungen zur Nachrüstung dieser zu entwickeln, damit z.B. für den Fall von Aufstockungen es keines weiteren, kostenintensiven Treppenhauses als bauordnungsrechtlich zwingend vorgeschriebenen zweiten Rettungswegs bedarf.
Im Anschluss an einen der Realbrandversuche veröffentlichte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) im Dezember 2025 einen Beitrag, der in der Mediathek des NDR abgerufen werden kann.
Projektpartner sind neben der HFR das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) der Technischen Universität Braunschweig sowie der Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit der Hochschule Magdeburg Stendal.
Projektträger des Vorhabens ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) in Verbindung mit einer Gruppe von unterstützenden Unternehmen und Verbänden aus der Holzwirtschaft bzw. dem Sektor des technischen Brandschutz.
Kontakt:
Prof. Dipl.-Ing. Architekt Ludger Dederich (dederich@hs-rottenburg.de)
