Studierende des Nachhaltigkeitsmanagements untersuchen Zukunft des Gesundheitstourismus in Oberschwaben
Veröffentlicht am: 15. Juni 2026

Im Rahmen einer Lehrfahrt besuchten Studierende des Studiengangs Nachhaltigkeitsmanagement in der Raumentwicklung der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) die Region Oberschwaben. Ziel der Exkursion war es, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven des Gesundheitstourismus im ländlichen Raum kennenzulernen und mit Fachleuten zu diskutieren.
Nach der Anreise informierte Johanne Gaipl von der Stadt Bad Wurzach über die Bedeutung des Gesundheitstourismus für die Kommune sowie über zentrale Herausforderungen bei der Entwicklung gesundheits- und naturtouristischer Angebote. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der traditionelle Kurort angesichts der sich verändernder Zielgruppen, aber auch vor dem Hintergrund eines absehbaren Endes des regionalen Torfabbaus weiterentwickeln kann. Diskutiert wurde zudem, wie die Bevölkerung frühzeitig in größere Tourismusprojekte eingebunden werden kann.
Im Anschluss erläuterte Albert Rinn von BTE Tourismus das Besucherlenkungskonzept der Stadt. Dieses fußt auf der Vernetzung zentraler Anlaufpunkte im Stadtraum mithilfe einer durchgängigen und leicht lesbaren Beschilderung. Bei einem Stadtrundgang wurde deutlich, wie wichtig räumliche Wegweisung für die Orientierung von Gästen ist.
Am Nachmittag besuchten die Studierenden die feelMOOR Therme. Christian Heil, Hotelmanager des feelMOOR Gesundresorts, stellte die Entwicklung des Moorheilbads, zentrale Besuchergruppen sowie die Bedeutung der Therme für die Region vor. In der Diskussion wurde der Umgang mit Nachhaltigkeitsfragen, insbesondere die Zukunft des Torfabbaus, intensiv erörtert. Dabei stellte sich auch die Frage, welche Rolle Thermen für die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Räume spielen.
Zum Abschluss der Lehrfahrt berichteten Margit Vaut und Kerstin Beck aus Bad Buchau über die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Naturschutz am Federsee. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, wie durch die enge Kooperation sowohl die touristische Attraktivität des Ortes als auch der Schutz sensibler Naturräume gewährleistet werden können.
Die Exkursion bot den Studierenden wertvolle Einblicke in die komplexen Wechselwirkungen zwischen Tourismus, Nachhaltigkeit und Regionalentwicklung und verdeutlichte die Bedeutung von regionaler Zusammenarbeit für die Zukunft des Gesundheitstourismus. Wir danken allen Praxispartnern der Exkursion ganz herzlich, insbesondere Johanne Gaipl, Albert Rinn, Christian Heil, Margit Vaut und Kerstin Beck, für die einzigartigen Einblicke, die offene Diskussion und die Zeit, die sie unseren Studierenden geschenkt haben.