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Sommerferienangebot der HFR

Veröffentlicht am: 11. August 2026

Gemeinsam den Wald mit verschiedenen Sinnen erleben

Kinder halten gefundene Eicheln und Zapfen in die Kamera

Am vergangenen Donnerstag veranstaltete die HFR erneut ein Sommerferienprogramm für Rottenburger Grundschulkinder. Dieses Mal stand der Wald im Mittelpunkt. Im Fokus lag dabei das Erleben der Natur mit verschiedenen Sinnen: hören, sehen, riechen und fühlen.

Bei einer kleinen Wanderung durch den Rammert wurden die Kinder spielerisch an den Wald herangeführt. Entlang des Weges wurden verschiedene Übungen gemacht, die die Wahrnehmung der Kinder schärften und ihnen den Wald auf besondere Weise näherbrachten. Zu Beginn durften die Kinder symbolisch durch ein gespanntes Seil springen und „tauchten“ somit in die Welt des Waldes ein. 

Nach einer kurzen Einführung begann die erste Übung. Die Kinder richteten ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst auf die Geräusche des Waldes. Gemeinsam gingen sie leise durch den Wald und entdeckten, wie vielfältig die Geräusche dort sein können: das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Windes in den Baumkronen, herabfallende Äste oder auch die Stimmen anderer Waldbesucher.

Anschließend stand ein weiterer Sinn im Mittelpunkt, das Fühlen. In Zweierteams führte jeweils ein Kind das andere mit verbundenen Augen zu einem Baum. Dort wurde die Rinde aufmerksam ertastet und ihre Struktur eingeprägt. Nachdem die Kinder wieder zum Ausgangspunkt zurückgeführt worden waren, bestand die Herausforderung darin, den zuvor erfühlten Baum allein anhand seiner Rinde wiederzufinden.

Danach ging es noch tiefer in den Wald zum Barfußpfad. Dort konnten die Kinder mit ihren Füßen verschiedene Materialien wie Steine, Moos, Sand, Zapfen, Holzschnitzel und Wasser erleben. Im Anschluss wurde gemeinsam besprochen, welche Sinne dabei besonders angesprochen wurden und welche Materialien sich angenehm oder eher ungewohnt anfühlten.

Während der anschließenden kurzen Vesperpause am Wildschweingehege konnten die Kinder die vielen Eindrücke auf sich wirken lassen. Währenddessen zeigten sich einige neugierige Wildschweine und sogar zwei Frischlinge.

Zu Beginn der Veranstaltung hatten die Kinder außerdem die Aufgabe erhalten, während der Wanderung einen persönlichen „Waldschatz“ zu sammeln. Diese Fundstücke kamen später bei einem gemeinsamen Spiel zum Einsatz. Dafür setzten sich alle Kinder in einen Kreis und gaben ihre Waldschätze hinter ihrem Rücken jeweils an die nächste Person weiter. Die Gegenstände wurden ausschließlich ertastet, sodass jedes Kind überlegen musste, um welchen Waldschatz es sich handeln könnte. Erst nachdem der eigene Schatz wieder in den eigenen Händen lag, wurde aufgelöst. Dabei zeigte sich, dass die Kinder ganz unterschiedliche Schätze gefunden hatten: Von Zapfen und besonderen Ästen bis hin zu Moos, Blättern oder Steinen hatte jedes Kind seinen ganz persönlichen Waldschatz gefunden.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz erwarteten die Kinder weitere spannende Übungen. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete schließlich ein Naturbingo. Dabei machten sich die Kinder auf die Suche nach verschiedenen Gegenständen aus dem Wald. Wer vier gefundene Objekte in einer Reihe auf seiner Bingokarte markieren konnte, durfte laut „Bingo!“ rufen.

Als Erinnerung an den erlebnisreichen Tag und für ihre erfolgreiche Teilnahme erhielten alle Kinder eine Urkunde, die sie stolz mit nach Hause nehmen durften.