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Fachlicher Austausch zwischen Landesforsten Rheinland-Pfalz und der HFR

Veröffentlicht am: 04. Mai 2026

Die Teilnehmer stehen im Wald und hören dem Referenten zu

Am 31. März und 1. April 2026 fand im Pfälzer Wald ein intensiver fachlicher und persönlicher Austausch zwischen Landesforsten Rheinland-Pfalz und den Studiengängen für Forstwirtschaft (Bachelor und Master) der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) statt. An dem zweitägigen Programm nahmen der Rektor der Hochschule, Professorinnen und Professoren sowie die Studiengangkoordinatorinnen und -koordinatoren teil.

Das Programm begann im Forstamt Annweiler. Es liegt im Biosphärenreservat Pfälzerwald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Nach der Begrüßung durch Herrn Niklas Tappmeyer, Abteilungsleiter Ressourcenmanagement bei der Zentralstelle der Forstverwaltung, und seinem Team informierten Forstamtsleiter Gregor Seitz und Revierleiter Holger Spindler über die Besonderheiten der Wälder im Grenzgebiet zu Frankreich. Thematisiert wurden die Auswirkungen des Klimawandels, Sturmschäden und Trockenjahre, neue Baumarten in der Waldverjüngung, der Wasserrückhalt im Wald sowie der Artenschutz am Beispiel der großen Vielfalt waldbewohnender Insektenarten.

Der kulinarische Ausklang des Tages im Weingut Klein in Hainfeld gab allen Beteiligten Raum für weitere Gespräche. 

Der zweite Tag führte zuerst in die Zentralstelle der Forstverwaltung (ZdF) nach Neustadt. Direktor Stefan Asam begrüßte die Gäste und gab zusammen mit den Abteilungsleitern der ZdF einen tiefen Einblick in Struktur und Aufgaben der rheinland-pfälzischen Forstverwaltung.

Beim nachfolgenden Besuch des Forstamts Bad Dürkheim stellten nach einer Begrüßung durch die Regionalleiterin Dr. Ute Fenkner-Gies der Forstamtsleiter Frank Stipp und der Leiter des Forstreviers Wallberg, Bastian Hock, aktuelle Themen der Erholungsnutzung vor. Ein Thema waren Nutzungskonflikte zwischen Wandernden und Mountainbikern sowie mögliche Lösungsansätze und damit gemachte Erfahrungen. Die Gastgeber berichteten eindrücklich über das hohe Waldbrandrisiko am Haardtrand und die Vorkehrungen, die das Forstamt Bad Dürkheim zur Brandbekämpfung durchführt. Ein interessanter Punkt war ein für die Rückkehr des Ziegenmelkers vorbereiteter, stark aufgelichteter Kiefernbestand. Schließlich ging es um die Herausforderungen des Klimawandels am Rand des Oberrheingrabens, einschließlich der Waldverjüngung mit heimischen, aber auch nicht heimischen Baumarten wie Edelkastanie und Seestrandkiefer. 
Das Programm bot viel Raum für einen intensiven fachlichen Dialog zu aktuellen forstlichen Fragestellungen sowie für den persönlichen Austausch und diente auch der Erörterung und weiteren Stärkung der sehr guten Zusammenarbeit von Hochschule und Landesforsten. Die Intensität und der Erfolg dieser Zusammenarbeit sind beispielgebend. HFR und Landesforsten verbindet sowohl das Engagement für die Wälder, als auch das gemeinsame Ziel, junge Waldexpertinnen und -experten auszubilden und sich dafür gut aufeinander abzustimmen.

Das Team der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg bedankt sich herzlich bei den Landesforsten Rheinland-Pfalz für das vielseitige, informative Programm, die offene Gastfreundschaft und den bereichernden fachlichen Austausch.