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DIN-Norm fertig: "Biobasierte und unter Waldbedingungen biologisch abbaubare Wuchshüllen"

Veröffentlicht am: 15. April 2026

Titelseite der DIN SPEC 35808

Das Normungskonsortium DIN SPEC 35808 „Wuchshülle-Wald“ war erfolgreich und die Arbeiten haben das wesentliche Projektziel erreicht: Die deutsche Fassung der DIN SPEC 35808 mit dem Titel „Unter Waldbedingungen biologisch abbaubare Wuchshüllen aus nachwachsenden Rohstoffen – Anforderungen und Prüfverfahren“ steht bei DIN-Media zum kostenfreien Download bereit. Die englischsprachige Fassung mit dem Titel „Under forest conditions biodegradable tree shelters made of renewables – Requirements and test methods“ wird beim DIN e.V. zurzeit erarbeitet und ist in Kürze ebenfalls verfügbar. 

Mit der Entwicklung der DIN SPEC 35808 für unter Waldbedingungen biologisch abbaubare Wuchshüllen aus nachwachsenden Rohstoffen (inkl. Anforderungen und Prüfverfahren) wird eine klare Orientierung für die forstliche Praxis und produzierende Marktteilnehmer geschaffen - mit dem Definitionsziel, solche Wuchshüllen sofort erkennbar zu machen, die aufgrund Ihrer Materialeigenschaften sowie zum Ausschluss von Mikroplastik in Waldböden aus umweltökologischer Sicht keinen Rückbau benötigen.

Die erfolgreiche Vorarbeit aus dem Projekt „TheForestCleanup“ wurde seit Anfang August 2024 als Folgeprojekt „DIN SPEC 35808“ fortgesetzt. Die Weiterentwicklung von Prüfverfahren und die Finalisierung der DIN SPEC 35808 wurde durch die Projektpartner Hohenstein Innovations gGmbH und Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg realisiert bzw. koordiniert. Gefördert wurden die Arbeiten durch den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) aus Mitteln des BMLEH im Rahmen des Förderprogramms Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen (Förderzeichen 2223NR072A/B, August 2024 - Januar 2027). 

Breite Unterstützung erhielten die Arbeiten aus der Industrie (z.B. Wuchshüllen-Hersteller und -Zulieferer) und insbesondere aus der Forstwirtschaft (z.B. ForstBW, vollständige namentliche und institutionelle Nennung siehe Normdokument) durch Mitarbeit im Normungskonsortium, wodurch viel forstpraktisches, prüftechnisches und fertigungsindustrielles KnowHow in die DIN SPEC 35808 eingehen konnte. Neben dem Konsortium haben auch die Mitglieder des Projektbeirats (Prof. Dr. Bonten – Institut für Kunststofftechnik, Uni-Stuttgart; Prof. Noll – Institut für Bioanalytik, Hochschule Coburg; Prof. Schäffer – HFR; Dr. Weber/ Lott – Hydra Marine Sciences, Kehl) die Arbeiten maßgeblich vorangetrieben. 

In den verbleibenden Monaten des FNR-Projektes stehen nun die Anfertigung von Begleitpublikationen und die Durchführung von Info-Veranstaltungen für Industrie und Waldpraxis im Vordergrund.

Das Projektteam unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Sebastian Hein und Dr.-Ing. Silke Feifel dankt allen Mitstreitern und Unterstützern für die konstruktive Zusammenarbeit!

Kontakt: 

Sebastian HEIN: hein@dont-want-spam.hs-rottenburg.de
Silke FEIFEL: feifel@dont-want-spam.hs-rottenburg.de

Link: 

Logos: Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.