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Wald erleben, Zukunft pflanzen

Veröffentlicht am: 24. März 2026

Achtklässler unterstützen nachhaltigen Waldbau im Rammert

Schüler beim Bepflanzen einer Kahlfläche

Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Frei.Raum.Schule“ haben Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen der Rottenburger Realschule im Kreuzerfeld gemeinsam mit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg eine umfangreiche Baumpflanzaktion im Rammert durchgeführt. Unter Anleitung von Prof. Dr. Sebastian Hein, Studierenden der HFR sowie Fachkräften der Unteren Forstbehörde setzten die Jugendlichen an drei Vormittagen rund 300 junge Douglasien auf einer neu zu begründenden Waldfläche.

Die Schülerinnen und Schüler übernahmen dabei sämtliche Arbeitsschritte selbst: vom fachgerechten Ausheben der Pflanzlöcher über das korrekte Einsetzen der Bäume bis hin zu Schutzmaßnahmen gegen Insektenbefall. Die Aktion vermittelte nicht nur konkrete Methoden des Waldbaus, sondern zeigte auch, wie langfristig forstliche Entscheidungen wirken – denn die heute gepflanzten Bäume werden erst in etwa 100 Jahren genutzt werden können. Darüber hinaus bietet das praktische Arbeiten im Wald zahlreiche Anknüpfungspunkte, die im Unterricht normalerweise theoretisch vermittelt werden. So etwa mathemische Fragestellungen zur erforderlichen Pflanzenzahl aufgrund des benötigten Flächenbedarfs pro Baum oder der Gesamtkosten der Pflanzung. Prof. Hein von der Hochschule für Forstwirtschaft kommentiert: „Hochschuldidaktisch ist diese Situation für meine Studierenden ein sehr hochwertiges Lernen: im letzten Semester gerade selbst noch neu erlernt, sind sie jetzt im Rollentausch und müssen nun ihrerseits das Thema anderen in verständlicher Weise aber dennoch fachlich korrekt nahebringen.“

Das Modellprojekt „Frei.Raum.Schule“, das seit September 2025 läuft, verfolgt das Ziel, Jugendlichen neue Lernzugänge außerhalb des Klassenzimmers zu eröffnen. Jede der drei achten Klassen verbringt wöchentlich einen Praxistag an der Hochschule und im umliegenden Wald und setzt dort konkrete Aufgaben und Projekte um. Durch diese gemeinsamen Aktivitäten entstehen räumliche, soziale und pädagogische Lernräume, die den Jugendlichen ermöglichen, eigene Stärken kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und praktische Kompetenzen zu entwickeln. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Schule, Hochschule und lokalen Partnern.