Zurück zur Übersicht

Praxisprojekt Waldpolitik: Studierende beginnen mit der Auswertung der erhobenen Daten – eine Beschreibung der Methodenvielfalt

Veröffentlicht am: 07. Januar 2026

Nachdem im vergangenen November Studierende des Masterstudienganges Forstwirtschaft im Stadtwald Heidelberg Umfragen zur Erholungsnutzung des Waldes durchgeführt haben, beginnt nun die Auswertung der erhobenen Daten. Die Rottenburger Studierenden fuhren am 18. Dezember erneut nach Heidelberg, um ihre Erhebungen abzuschließen. Einige Teilgruppen des Projekts führten noch weitere persönliche Befragungen, z.B. von Mountainbike-Fahrern und Waldbesuchern am Königsstuhl oder von Besuchern der Waldschenke am Heiligenberg durch. Ein anderer Teil der Gruppe baute währenddessen die an sieben verschiedenen Waldorten aufgestellten Pfähle mit QR-Codes und Waldbriefkästen zurück.

Am 13. November hatten die Studierenden Pfähle mit QR-Codes zu Online-Umfragen sowie Waldbriefkästen mit Fragebögen an sieben Erholungsschwerpunkten aufgestellt, um ein Meinungsbild der Heidelberger Bürger über den Stadtwald und sein Erholungsangebot einzuholen. Durch die Nutzung digitaler und analoger Umfragemethoden sollte eine möglichst große Bandbreite an Besuchern (z.B. unterschiedlicher Altersgruppen) zur Teilnahme animiert werden. Die Fragebögen wurden zudem noch auf anderen Wegen an die Waldbesuchenden herangetragen: Um die Nutzung des als Kur- und Heilwald ausgewiesenen Gebiets rund um die Kohlhofklinik zu erfassen, wurden Fragebögen an die Patienten der Klinik ausgegeben, Briefkästen innerhalb des Klinikgeländes aufgestellt und das Klinikpersonal befragt. An der Waldschenke Heiligenberg wurden eigens dafür entworfene Bierdeckel und Sticker mit QR-Codes ausgelegt, um die Gäste beim Warten auf Speisen und Getränke einzubeziehen. Zudem wurden an allen untersuchten Standorten Experteninterviews durchgeführt. Befragt wurden beispielsweise Naturschutzbeauftragte, Revierleiter und die Heidelberg Marketing GmbH.

Nachdem nun alle Daten erhoben und durch die Gruppe digitalisiert wurden, widmen sich die Masterstudierenden der statistischen Auswertung. Zum Einsatz kommt dabei die Statistik-Software SPSS. Ziel ist die Aufbereitung der qualitativen und quantitativen Daten in Form eines Berichts und eines wissenschaftlichen Posters. Die gewonnenen Informationen ermöglichen den Studierenden und dem Forstamt Heidelberg als Auftraggeber einen Einblick in die Wünsche und Bedürfnisse der Waldnutzenden. Die Ergebnisse werden am 28. Januar 2026 im Rahmen eines Kolloquiums dem Forstamt und weiteren am Projekt beteiligten Personen präsentiert und mit ihnen diskutiert