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HFR begrüßt zum Sommersemester 2026 neue Studierende im Masterstudiengang Forstwirtschaft

Veröffentlicht am: 13. April 2026

Studierende wandern auf einem schmalen Wanderweg durch den Wald

Zum Sommersemester 2026 haben sich 8 Studierende neu für das Masterprogramm Forstwirtschaft an der HFR eingeschrieben. Zusammen mit Studierenden, die schon 2025 begonnen haben, absolvieren sie das kommende Fachsemester.

Prorektor Prof. Dr. Matthias Scheuber begrüßte am 16.03.26 die Erstsemester der zwei Studiengänge Master Forstwirtschaft und Bachelor Erneuerbare Energien. Bei der Begrüßung stellten sich auch Hochschuleinrichtungen wie das International Office oder der Bereich Informationssicherheit & Datenschutz vor. Anschließend wurden die Studierenden in den Studiengängen in das Ausbildungskonzept sowie das Programm des Sommersemesters eingeführt.

Nachmittags führte die erste Exkursion für die Studierenden im Master Forstwirtschaft ins Katzenbachtal, ein geologisch, landschaftlich und auch forstlich interessantes Naturschutzgebiet bei Bad Niedernau.

Die Professoren Jürgen Schäffer (Bodenkunde und Standortsökologie), Steffi Heinrichs (Botanik und Waldökologie), Christoph Schurr (Waldpolitik) und Holger Jäckle (Forsteinrichtung und Geoinformation) vermittelten den Studierenden Einblicke in viele spannende Themen, mit denen sie sich im Masterstudium beschäftigen werden. Das sind Themen wie Waldbau, Waldbewirtschaftung im Körperschaftswald und Kleinprivatwald, Bodenschutzwald, Erholungswald, Konfliktpotentiale und Lenkung bei der Walderholung, Verkehrssicherheit, Kulturlandschaft, Waldgeschichte, Gewässerökologie, Geologie, Wasserschutz durch Wald, Bodendenkmale, wilde Abfallablagerungen oder Schutzgebiete und ihre Zusammenhänge mit der Waldbewirtschaftung.

Vom ehemaligen Kurhaus Bad Niedernau ging es über die ehemalige Römerquelle zur Wolfsschlucht. Die Römerquelle geht auf die römische Besiedlung der Region zurück; bis 2003 wurde hier noch Mineralwasser abgefüllt.

Prof. Dr. Schäffer berichtete über die Entstehung der Wolfsschlucht am Ende der letzten Eiszeit durch Schmelzwasserabflüsse. Sie ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen und wird von einem Premiumwanderweg erschlossen. Die feuchte und schattige Schlucht bietet eine besondere Vielfalt an Mikroklimata und Lebensräumen.

Die Waldbewirtschaftung an den Steilhängen im Katzenbachtal ist extensiv.  
Besonders wertvoll sind die Biotopkomplexe der alten Buchen-, Hang- und Schluchtwälder. Sie dienen als Wasser- und Klimaregulator und sind wahre Biodiversitäts-Hotspots.

Das Katzenbachtal ist ein Beispiel dafür, wie Natur, Wald und Mensch in einem sensiblen Ökosystem zusammen gedeihen können –mit großem Wert für die Biodiversität und die Landeskultur.