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Neues Handbuch zur Regiejagd veröffentlicht

Veröffentlicht am: 13. März 2026

Praxisleitfaden zeigt Wege für moderne und eigenbewirtschaftete Jagd

Cover: Handbuch Regiejagd

Die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg hat ein neues „Handbuch Regiejagd – Ein Leitfaden für die Eigenbewirtschaftung der Jagd“ veröffentlicht. Der praxisorientierte Leitfaden richtet sich insbesondere an Kommunen, Jagdgenossenschaften und Waldbesitzende, die neue Wege in der Organisation der Jagd gehen möchten.

Das Handbuch zeigt, wie die sogenannte Eigenbewirtschaftung der Jagd – auch „Regiejagd“ genannt – funktionieren kann. Dabei organisieren Grundeigentümer oder Jagdgenossenschaften die Jagd selbst, statt sie langfristig zu verpachten. Ziel ist es, Jagd, Waldentwicklung und Naturschutz stärker miteinander zu verzahnen und flexibler auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können.

Besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels gewinnt dieses Modell an Bedeutung. Eine angepasste Bejagung kann dazu beitragen, dass sich Wälder besser natürlich verjüngen und klimaresiliente Mischwälder entstehen. Gleichzeitig eröffnet die Eigenbewirtschaftung neue Möglichkeiten für Transparenz, regionale Wertschöpfung und die Einbindung engagierter Jägerinnen und Jäger.

Der Leitfaden basiert auf einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Professur für Wildökologie und Jagdwirtschaft der Hochschule Rottenburg. Für die Veröffentlichung wurden Erfahrungen aus bestehenden eigenbewirtschafteten Jagden in Baden-Württemberg und Bayern ausgewertet und in praxisnahe Handlungsempfehlungen übertragen.

Neben rechtlichen Grundlagen und organisatorischen Fragen behandelt das Handbuch auch wirtschaftliche Aspekte, den Aufbau von Jagdteams sowie Möglichkeiten der Wildbretvermarktung.

Ziel des Projektes ist es, Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage zu geben, wenn sie über neue Modelle der Jagdbewirtschaftung nachdenken.

Das Handbuch ist ab sofort verfügbar: