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Energie in eigener Hand

Veröffentlicht am: 27. Februar 2026

H2-Wandel Netzwerktreffen am Energie- und Umweltinstitut der Hochschule Rottenburg

Prof. Dr.-Ing. Harald Thorwarth am Rednerpult stellt das Energie- und Umweltinstitut der Hochschule Rottenburg vor

Unter dem Titel „Energie in eigener Hand – Erfolgsbeispiele und Finanzierungswege für Wasserstoffprojekte in kleinen und mittleren Unternehmen“ lud das Energie- und Umweltinstitut (EUI) der Hochschule Rottenburg gemeinsam mit dem Verein H2-Wandel zum Netzwerktreffen nach Rottenburg ein.

Die Veranstaltung brachte Fördermittelgeber, Banken, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Vertreterinnen und Vertreter von Forschungsinstituten zusammen, um konkrete Perspektiven für die Umsetzung von Wasserstoffprojekten in der Region aufzuzeigen. Im Fokus standen praxisnahe Vorträge zur Förderung und Finanzierung von Wasserstoffherstellung, Erfahrungsberichte erfolgreicher Best-Practice-Projekte sowie Einblicke in aktuelle Forschungs- und Demonstrationsvorhaben.

Ein zentrales Thema war dabei das Projekt H2-Grid der Hochschule Rottenburg. Die Anlage der Hochschule mit ihrem 100 kW Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher und einer 8 kW-Brennstoffzelle ist Bestandteil dieses Leuchtturmprojekts. H2-Grid ist eingebettet in die H2-Wandel – Modellregion Grüner Wasserstoff Baden-Württemberg und wird vom Land Baden-Württemberg und über das EFRE-Programm der EU finanziert. Ziel dieser Modellregion ist es, bis 2027 einen kompletten Wertschöpfungskreislauf rund um grünen Wasserstoff in der Region zu etablieren. Die Eröffnung der Anlage auf dem Campus der Hochschule Rottenburg stellt dafür einen wichtigen Meilenstein dar. 

Der Verein H2-Wandel, der die Modellregion koordiniert, ist zugleich Mit-Sponsor des künstlerischen Wettbewerbs zur Gestaltung der Wasserstoffanlage. Im Rahmen der Veranstaltung fand die feierliche Bekanntgabe des Siegerentwurfs statt. Aus insgesamt 57 eingereichten Beiträgen wurde der Entwurf von Johannes Blinkle ausgewählt. Er stellte sein Konzept persönlich vor und gab Einblicke in die künstlerische Idee hinter der Neugestaltung des Technikcontainers.

Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird von den Sponsoren, dem Verein H2-Wandel e.V., den Stadtwerken Rottenburg, der Kreissparkasse Tübingen sowie der Volksbank in der Region bereitgestellt. Erst durch das Engagement der Sponsoren konnte der Wettbewerb realisiert werden. Ziel des Wettbewerbs ist es, Technik und Ästhetik zu verbinden und die Wasserstoffanlage als sichtbares Zeichen für Zukunftsenergie im Campusalltag zu stärken.

Im Anschluss an das Vortragsprogramm hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, den Elektrolyseur samt Wasserstoffinfrastruktur der Hochschule Rottenburg vor Ort zu besichtigen. Die Anlage dient nicht nur der Forschung, sondern auch der Lehre und Öffentlichkeitsarbeit und stellt einen wichtigen Baustein für die Entwicklung regionaler Wasserstoffkompetenz dar.

Mit dem Netzwerktreffen „Energie in eigener Hand“ wurde erneut deutlich, wie eng Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzierungsinstitutionen und öffentliche Akteure in der Region zusammenarbeiten, um die Energiewende konkret und praxisnah voranzubringen.