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Hochschule im Dialog: Intensive Diskussionen zur Zukunft unserer Wasserressourcen

Veröffentlicht am: 30. März 2026

Die Referenten stehen auf der Bühne der Aula.

Mehr als 100 Teilnehmende folgten der Einladung des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser zur Veranstaltungsreihe „Hochschule im Dialog“ an die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Unter dem Titel „Wird unser Wasser knapp? Die Zukunft unserer Wasserressourcen“ stand die zentrale Lebensgrundlage Wasser im Fokus der Veranstaltung.

Die zahlreichen, oft fachkundigen Gäste (u.a. Mitarbeitende von Wasserversorgungsunternehmen, Wasserbehörden und Ingenieurbüros) sowie Hochschulangehörige und viele Studierende gewährleisteten einen besonders intensiven und qualifizierten Austausch.

In drei thematischen Blöcken boten Lehrende der Hochschule sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Planungspraxis innerhalb von rund drei Stunden fundierte Einblicke und vielfältige Diskussionsanstöße. Die Veranstaltung begann am späten Nachmittag und wurde von einem regen Austausch sowie zahlreichen vertiefenden Fragen aus dem Publikum begleitet. Auch Alumni des Studiengangs nutzten die Gelegenheit zum Wiedersehen und fachlichen Gesprächen. Beim anschließenden Ständerling mit Getränken und Brezeln wurde die Diskussion in informeller Atmosphäre fortgeführt.

Themenblock 1: Gewährleistung der Wasserversorgung in Deutschland

Zum Auftakt beleuchtete Prof. Megerle die zunehmende Bedeutung von Wasser als auch in Deutschland immer stärker unter Druck geratende Ressource. Herr Gall, technischer Geschäftsführer der Bodenseewasserversorgung, stellte die Arbeit und Herausforderungen der regionalen Trinkwasserversorgung vor. Ergänzend thematisierte Prof. Eberle die Gefahren durch PFAS im Trinkwasser und deren Relevanz für die zukünftige Versorgungssicherheit.

Themenblock 2: Zwischen Hochwasserkatastrophe und Dürremanagement

Prof. Bold ging auf die zunehmenden Schwankungen im Wasserhaushalt ein und stellte das Konzept der „Schwammstadt“ als mögliche Anpassungsstrategie vor. Prof. Schurr erläuterte die Bedeutung unterschiedlicher Einzugsgebiete für die Trinkwassergewinnung und hob die Vorteile waldreicher Gebiete hervor. Dr. Beck betonte die zentrale Rolle von Mooren für den Klimaschutz und gab einen Überblick über deren Vielfalt und Verbreitung.

Themenblock 3: Weltweite Verknüpfungen – betreffen uns die Wasserprobleme außerhalb Europas?

Im dritten Block rückten globale Zusammenhänge in den Fokus. Prof. Megerle machte deutlich, dass Wasser zunehmend ein Konfliktfaktor ist und in vielen Regionen sowohl Verfügbarkeit als auch hygienische Bedingungen kritisch sind. Herr Jeromin gab Einblicke in seine Arbeit in Afrika und berichtete über die Herausforderungen bei der Umsetzung von Wasserprojekten vor Ort. Abschließend stellte Prof. Kaiser die historische Entwicklung und heutige Forschungsstärke der Hochschule dar und erläuterte die Entstehungsgeschichte und Bedeutung des Studienganges Ressourcenmanagement Wasser an einer Hochschule für Forstwirtschaft.

In einem kurzen Fazit fasste Prof. Megerle die zentralen Erkenntnisse zusammen und betonte die Dringlichkeit, Wasser als lebenswichtige Ressource nachhaltig zu sichern – sowohl regional als auch global.