Forschungsprojekte

Angewandte und praxisnahe Forschung spielt an unserer Hochschule eine zentrale Rolle. Unser hochmodernes Technikum bietet hierfür ideale Voraussetzungen.

Die nachfolgenden Links bieten Informationen über laufende Forschungsprojekte im Studiengang „Ressourceneffizientes Bauen“.

Lehr- und Lernprojekt „Mobile Module“ mehr weniger

Projektträger:

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Laufzeit:

2 Jahre (01.01.2019- 31.12.2020)

Projektverantwortung:

Prof. Dr.-Ing. Jochen Wüst

Projektkoordination:

M.Sc. Patricia Harprecht

Didaktische Begleitforschung:

M.A. Gabriele Hägele

Beschreibung:

Im Zuge derzeitiger Diskussionen um Ressourceneffizienz und Flächenknappheit beschäftigt sich das Lehr- und Lernprojekt „Mobile Module“ mit den Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens. Unter den Aspekten Mobilität, variable Nutzung und dem ressourcenschonenden Einsatz von Baumaterialien werden bis Ende 2020 auf dem Campus der Hochschule für Forstwirtschaft zwei sogenannte mobile Module gebaut werden- MOLLIE und MOSES.

Den Studierenden wird in diesem interdisziplinären Projekt die Möglichkeit gegeben, in Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen und Studierenden unter praxisnahen Bedingungen problemorientiert an einer realen Fragestellung zu arbeiten, wie sie auch in ihrem späteren Berufsleben auftreten kann. Sowohl der Entwurf als auch die statische Konstruktion werden durch Studierende erstellt und durch die am Projekt beteiligten Professor*innen und Mitarbeiter*innen fachlich geprüft. Verschiedene Arbeitsgruppen arbeiten an Themen wie Gebäudetechnik, nachhaltige Klettergriffe oder auch vertical gardening.

Der Baubeginn der Module ist für März 2020 vorgesehen, die Fertigstellung ca. zum Ende des entsprechenden Sommersemesters.

Kontakt:

momo@dont-want-spam.hs-rottenburg.de 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auch unter www.hs-rottenburg.de/momo 

Verwendung von schwachem Laubholz für die Produktion von Brettsperrholz [BSP-Laub] mehrweniger

Logos: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

PROJEKTTRÄGER:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms "Nachwachsende Rohstoffe" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

LAUFZEIT:

3 Jahre (01.07.2016 bis 30.06.2019)

PROJEKTVERANTWORTUNG:

Prof. Dr. Bertil Burian und Prof. Dr. Marcus Müller

PROJEKTMITARBEITERIN:

M.Sc. Sabrina Puttmann

BESCHREIBUNG:

Als Folge des naturnahen und standortangepassten Waldbaus kommt es in Deutschland seit einigen Jahren zu einem starken Anstieg der Laubholzvorräte. Der Anteil der stofflichen Nutzung von Laubholz sinkt jedoch stetig. Ein großer Anteil des Laubholzaufkommens, insbesondere schwächere Holzdimensionen und qualitativ minderes Holz, wird der energetischen Nutzung zugeführt, bei der die im Holz gespeicherten CO2-Anteile wieder freigesetzt werden. Doch gerade die minderen Holzqualitäten und schwächeren Holzdimensionen fallen heute und in Zukunft in großen Mengen an. Eine Ausweitung des stofflichen Nutzungspotentials von Laubholz ist daher dringend erforderlich, um einerseits volkswirtschaftlich eine höchstmögliche Wertschöpfung aus dem Rohstoff Holz zu erzielen und andererseits einen positiven Beitrag zum Klimaschutz durch die langfristige Bindung des CO2 in Holzprodukten zu leisten.

Das Projektvorhaben wird der aktuellen Brisanz des hohen Laubholzaufkommens gerecht, da durch eine mögliche Anwendung als Brettsperrholz eine neue stoffliche und konstruktive Verwendung, insbesondere des Buchenholzes, angestrebt wird. Laubholzarten, wie die Buche, zeichnen sich durch sehr hohe mechanische Eigenschaften aus, besitzen jedoch eine sehr geringe Dimensionsstabilität. Eine Verwendung als Konstruktionsmaterial war daher bislang nicht, oder nur sehr eingeschränkt, möglich. Um die Eigenschaften der Laubhölzer im Hinblick auf das Quell- und Schwindverhalten zu optimieren, werden in diesem Projekt verschiedene Verfahren der Holzmodifizierung eingesetzt. In Verbindung mit einer gezielten Verklebung soll so das Buchenholz den Anforderungen einer BSP-Wand gerecht werden und den Weg in die konstruktive Verwendung finden.

Dieses Projekt soll daher folgende Produktinnovationen ermöglichen:

  • Erhöhung der Dimensionsstabilität von Laub-Schwachholz durch neuartige Holzmodifizierungsverfahren.
  • Die Herstellung von Vollholzwänden, sogenannten Brettsperrholzelementen (BSP), aus Laub-Schwachholz und minderen Holzqualitäten.

Die mitwirkenden Projektpartner vertreten hierbei die gesamte Wertschöpfungskette Holz: Vom Rohstofferzeuger, über den Einschnitt und die Trocknung des Holzes bis hin zur industriellen Fertigung einer Brettsperrholzwand sind alle Produktionsschritte beteiligt.