Termindetails
Datum
03.12.2020 | 18:00 Uhr
Ort
Livestream aus der Aula der Hochschule Rottenburg

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Studium Generale

03.12.2020 | 18:00 Uhr

FORSCHEN mit Holz

Auch in diesem Herbst wird es an der Hochschule für Forstwirtschaft ein Studium Generale geben.

Zum Thema: „Wood it is. Was Holz für uns leistet.“ referieren in fünf interessanten Vorträgen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft.

WANN?
03.12.2020, 18 Uhr FORSCHEN mit Holz

WO?
Livestream aus der Aula der Hochschule Rottenburg
Der Vortrag findet aufgrund der aktuellen, coronabedingten Entscheidungen der Bundesregierung und des Landes Baden-Württemberg nicht als Präsenzveranstaltung, sondern ausschließlich online statt.
Da einige Zuschauer, aufgrund der Begrenzung der Zuschaueranzahl, Schwierigkeiten hatten den Stream zu starten, wurde die Anzahl der Zuschauerplätze nun erhöht.

Der Link zum Live-Stream wird am Veranstaltungstag auf dieser Seite veröffentlicht.

THEMEN:
Den ersten Teil des Abends referiert Prof. Dr. Marcus Müller, der seit 2014 die Professur für Materialentwicklung und Fertigungstechnik hier an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Rottenburg innehat. Nach Abschluss seines Studiums der Forstwissenschaften und Waldökologie 2008 promovierte Prof. Müller im Studiengang „Wood Biology and Wood Technology“ an der Georg- August- Universität Göttingen, während er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Holzbiologie und Holzprodukte an der Georg- August- Universität Göttingen tätig war. Nach seiner anschließenden beruflichen Tätigkeit als Senior Researcher am Kompetenzzentrum Holz GmbH in Linz im Bereich Massivholz und Holzverbundwerkstoffe übernahm Prof. Müller die Professur und die Mitbetreuung der Studiengänge B.Sc. Holzwirtschaft und M.Sc. Ressourceneffizientes Bauen in Rottenburg.

Zu Prof. Müllers Vortrag: Als Folge des naturnahen und standortangepassten Waldbaus kommt es in Deutschland seit einigen Jahren zu einem starken Anstieg der Laubholzvorräte. Der Anteil der stofflichen Nutzung von Laubholz sank jedoch in den letzten Jahren auf 8,5 % des jährlichen Gesamtaufkommens. Der restliche Anteil des Laubholzaufkommens, insbesondere schwächere Holzdimensionen und qualitativ minderes Holz, wird der energetischen Nutzung zugeführt, bei der die im Holz gespeicherten CO2-Anteile wieder freigesetzt werden. Eine Ausweitung des stofflichen Nutzungspotentials von Laubholz ist daher dringend erforderlich, um einerseits volkswirtschaftlich eine höchstmögliche Wertschöpfung aus dem Rohstoff Holz zu erzielen und andererseits einen positiven Beitrag zum Klimaschutz durch die langfristige Bindung des CO2 in Holzprodukten zu leisten. Im Vortrag werden auf Basis zweier Forschungsvorhaben neue Verwendungsmöglichkeiten (Brettsperrholz und Gitarrengriffbretter) von Buchenholz vorgestellt.

Im zweiten Teil des Abends wird Prof. Dr. Artur Petkau über holzbasierte Bioökonomie im Dialog sprechen und Transformationsprozesse aus sozioökonomischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive erläutern.

Prof. Petkau ist mit der Professur für Forstökonomie und Forstbetriebsmanagement seit 2009 an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Rottenburg tätig, an der er 1998 sein Studium als Dipl. Ing. (FH) Forstwirtschaft mit der Staatsprüfung für den gehobenen Forstdienst abgeschlossen hatte. Nachdem er einige Zeit als Sachbearbeiter für Controlling und Holzverkauf in einem Großprivatforstbetrieb und anschließend als stellvertretender Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Kempten sowie als Geschäftsführer der Holzhandels- und Logistikgenossenschaft in.Silva eG gearbeitet hatte, wechselte er als Holzhandels- und Logistiknetzwerkmanager zur Österreichischen Bundesforste AG. Aktuell ist er unter anderem ehrenamtlich Präsident des Baden-Württembergischen Forstvereins und vom Präsidium direkt berufenes Mitglied im Ausschuss für Betriebswirtschaft des Deutschen Forstwirtschaftsrats.

Zu Prof. Petkaus Vortrag: Bioökonomie im Allgemeinen und auch holzbasierte Bioökonomie im Besonderen werden zunehmend politisch gefordert und durch Regierungen gefördert. Ziel ist es dabei das mineralölbasierte Wirtschaften aus Klimaschutzgründen durch biobasiertes Wirtschaften zu ersetzen. Dass dabei Holz als nachwachsendem Rohstoff eine besondere Rolle zukommt, ist ebenso leicht nachvollziehbar, wie es verständlich ist, dass durch stärkere Bedeutung der Bioökonomie auch Interessenskonflikte entstehen oder verstärkt werden. In einem Forschungsprojekt der Hochschule für Forstwirtschaft und des Ludwig-Uhland-Instituts der Eberhard-Karls-Universität Tübingen werden aktuell hemmende und treibende Faktoren bei der Etablierung einer holzbasierten Bioökonomie ermittelt und analysiert. Erste Erkenntnisse aus diesem Projekt werden präsentiert.

 Durch den Abend führt Prof. Dr. Bertil Burian.

Weitere Termine:
14.12.2020, 18 Uhr ZUKUNFT mit Holz

Bereits stattgefundene Veranstaltungen:

22.10 BAUEN mit Holz
05.11 WOHNEN mit Holz
19.11 GESUND mit Holz

Von den Referenten freigegebene Präsentationen finden Sie zur Ansicht bis zum 23.12.20 unter: 
https://bwsyncandshare.kit.
edu/s/KARTSkMAWZbLsR9