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Tourismusexperten stellen „Walderlebnis“ in den Fokus der Tourismusforschung des Wissensdialogs Nordschwarzwald (WiNo)

Veröffentlicht am: 01. Februar 2016

Im Rahmen eines Expertentreffens der Hochschule für Forstwirtschaft und der IHK Tourismus Akademie Baden-Württemberg / IHK Freudenstadt wurden Forschungsschwerpunkte im Teilprojekt „Gesundheitstourismus“ des Wissensdialogs Nordschwarzwald konkretisiert. Im Fokus steht dabei das „Walderlebnis“. Im weiteren Projektverlauf gestalten regionale Akteure auch weiterhin die Forschungstätigkeit mit.

Tourismusforschung des Wissensdialogs Nordschwarzwald

Teilnehmer des Expertentreffens, von links: Klaus Mack (TANS), Natalie Beller (NLP Schwarzwald), René Skiba (Tourismus GmbH nördl. Schwarzwald), Elke Schönborn (IHK Tourismus Akademie), Mareike Garms (NLP Schwarzwald), Heide Glasstetter (Schwarzwald Tourismus GmbH), Holger Rothfuß (Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH), Alexander Trauthwein (TouristInfo Sasbachwalden), Matthias Greilach (Renchtaltourismus), Prof. Dr. Monika Bachinger (Hochschule Rottenburg), Adrian Probst (Naturpark Schwarzwald Mitte / Nord). Nicht im Bild: Hannes Rau (Hochschule Rottenburg)

Bei „WiNo“ geht es darum herauszufinden, welche Impulse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung der neu geschaffene Nationalpark im Schwarzwald in die umliegende Region senden kann. Dabei soll keine Forschung „im Elfenbeinturm“ betrieben werden. Bereits im Juni 2015 waren die Öffentlichkeit und regionale Akteure dazu eingeladen, im Rahmen der Veranstaltung „Wissensdialog Nordschwarzwald“ ihre Interessen und ihre Anliegen in den verschiedensten Bereichen zu äußern. Denn bei „WiNo“ nehmen regionale Akteure Einfluss auf Forschungsthemen und stehen den Wissenschaftlern mit Ihrer Expertenkenntnis über das gesamte Projekt zur Seite.

Beim Expertentreffen an der IHK Nordschwarzwald stand die Konkretisierung eines geeigneten touristischen Kernthemas im Mittelpunkt, welches im Rahmen des Forschungsprojektes weiter untersucht werden soll. Aus dem Austausch der Experten ging hervor, dass insbesondere die Aspekte „Gesundheit“ und „Wald“ Stärken des Schwarzwaldes darstellen, die verstärkt Eingang in die Gestaltung und die Vermarktung touristischer Produkte finden könnten. Als ein mögliches Leitthema für die weitere Forschungsarbeit wurde daher der Begriff des „Walderlebnisses“ diskutiert.

Touristische Angebote im Bereich des Walderlebnisses machen aus Sicht der Experten auch deshalb Sinn, weil Werte wie Nachhaltigkeit und Gesundheit eine immer stärkere Bedeutung bei der Entscheidung, wie und was konsumiert wird haben. Insbesondere Natur- und Waldthemen sind dabei in den vergangenen Jahren immer stärker in die Mitte der Gesellschaft gerückt. Natur und Wald als Erholungsräume scheinen von immer größeren Teilen der Bevölkerung als Teil des eigenen Lebensstils nachgefragt zu werden. Die daraus entstehenden Marktchancen könnten durch den Schwarzwald genutzt werden.

Das Teilprojekt „Gesundheitstourismus“ im „Wissensdialog Nordschwarzwald“ wird auf Basis dieser Erkenntnisse Beiträge zu den Grundlagen für eine erfolgreiche Produktentwicklung leisten. Durch eine regionale Analyse von relevantem Wissen zum Thema „Walderlebnis“ werden Fähigkeiten und Kompetenzen der Region aufgedeckt und die Akteure dabei miteinander vernetzt. Dabei orientiert sich das wissenschaftliche Vorgehen an dem Werkzeug einer „Wissensbilanz“. Hierbei werden neben Wissensbeständen der Akteure auch Beziehungen zwischen den Akteuren untersucht und bewertet.

Forschungsprojekt „Wissensdialog Nordschwarzwald – ein Reallabor Projekt“: www.wissensdialog-nordschwarzwald.de