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Licht ins Dunkel – Die Nachtjagd im Fokus

Veröffentlicht am: 31. Mai 2016

Kritisch-konstruktive Beleuchtung eines Tabuthemas am 16.07.2016

Gemeinsame Vortragsveranstaltung der Hochschule Rottenburg und des Ökologische Jagdvereins Baden-Württemberg zum Thema Nachtjagd

Ein wesentlicher Teil der Jagdstrecke des Schwarzwildes wird nach Einbruch der Dämmerung erlegt. Einerseits verlangt die rasant ansteigende Schwarzwildpopulation jagdliches Handeln auch in der Nacht, andererseits entwickeln sich die technischen Möglichkeiten mit immer besseren Jagdoptiken und legalen „Nachtjagdlösungen“ weiter und machen - auch ohne Vollmond und Schnee - das Jagen bis weit in die Nacht hinein möglich. In der Schweiz werden Nachtzielgeräte und künstliche Lichtquellen zur Schwarzwildreduktion bereits eingesetzt. In Bayern wurden diese im Rahmen eines Forschungsprojektes versuchsweise zugelassen. Vielfach wird auch bei anderen Schalenwildarten über eine Bejagung in der Nacht diskutiert.

Aber was macht die jagdliche Aktivität während der Nacht eigentlich mit dem Wild?
Welche Effekte treten auf und wie verändert sich sein Verhalten?
Was sind die Nachteile oder bietet die Nachtjagd auch Chancen?

Was sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland?
Welche Entwicklungen und Perspektiven zeichnen sich ab?

Was berichten Jagdpraktiker über ihre Erfahrungen mit Nachtzieltechnik?

Welche technischen Möglichkeiten und Grenzen gibt es und was kann die Technik überhaupt leisten?

Diesen Fragen will die Veranstaltung nachgehen und in der Diskussion mit den Referenten erörtern.

Referenten:

Dr. Rudi Suchant leitet den Arbeitsbereich Wildtierökologie bei der Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg. Die Auswirkungen jagdlicher Aktivitäten in der Nacht auf das Verhalten von Wildtierpopulationen stehen im Mittelpunkt seines Vortrages.

Dr. Roman Kistler ist Leiter der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau. Dr. Kistler wird über die jagdpraktischen Erfahrungen mit Nachtzielgeräten in der Schweiz berichten.

Rechtsanwalt Alexander Eichener aus Freiburg hat sich seit 14 Jahren im Verwaltungsrecht spezialisiert, mit besonderem Schwerpunkt im Waffenrecht, Jagdrecht und Sprengstoffrecht. Er wird über das rechtliche Umfeld der Nachtjagd und die Perspektiven referieren.

Die Firma IEA Mil-Optics GmbH aus Nagold ist einer der fachlich versiertesten Anbieter optischer Zielsysteme mit Schwerpunkt Nachtsichttechnik. In ihrer Präsentation wird die Firma IEA die aktuellen Möglichkeiten der Technik aufzeigen und in einer praktischen Vorführung demonstrieren.

Ablauf der Veranstaltung:

09.30 Uhr Einlass, Kaffee und Brezeln

10.00 Uhr Veranstaltungsbeginn

ca. 12.00 Uhr – 13.00 Uhr Mittagspause

ca. 14.15 -14.30 Uhr Kaffeepause

ca. 16.00 Uhr Veranstaltungsende

Bei Einlass ist eine Tagespauschale in Höhe von 20 Euro für Speisen und Getränke zu entrichten.

Der Eintritt ist frei.

Zur besseren Planung ist eine Voranmeldung bis zum 11. Juli 2016 erforderlich mit Angabe von Namen und Personenzahl unter der Mailadresse nachtjagd@dont-want-spam.hs-rottenburg.de