Zweitägige Exkursion der Master Studierenden Forstwirtschaft nach Rheinland-Pfalz

03. Juni 2019

Studierende des Masterstudiengangs auf Exkursion im Forstamt Soonwald

Studierende begutachten eine Naturverjüngung

„Organisation und Reorganisation als Führungsaufgabe“

Themenstellung des ersten Exkursionstages in das Forstamt Soonwald war eine kritisch-konstruktive Betrachtung verschiedener Reorganisationsprozesse der Landesforsten Rheinland-Pfalz. Seit den 1990er Jahren wurde in Rheinland Pfalz der Holzbereitstellungsprozess in mehreren Schritten organisatorisch und technisch optimiert und dabei galt es u. a. auch Zuständigkeiten zu funktionalisieren und zu zentralisieren. Mit Mitarbeiter*innen und Führungskräften konnten die Masterstudierenden sehr offen diskutieren, welche Tücken in einer solchen Reorganisation liegen, vor welche Herausforderungen es Mitarbeiter*innen und Führungskräfte stellt und wie man als Führungskraft durch den offenen Dialog die Akzeptanz für Neuerungen fördern kann.

„Landschaftsveränderungen und der Einfluss auf Biodiversität/Artenschutz“.

Am zweiten Tag der Exkursion ging es für die Studierenden um Fragen des Artenschutzes. Dies wurde am Beispiel des Landschaftsschutzes im LIFE-Projekt Soonwald betrachtet. Wasser ist ein wichtiges Thema im Soonwald. Auf nässegeprägten Standorten entwickeln sich heute wieder natürliche Feucht- und Nasswälder, die unter Entwässerungsmaßnahmen der Vergangenheit stark gelitten hatten. Lebendige Wälder mit einer vielfältigen Kraut-, Strauch- und Baumschicht, mit alten, dicken Laubbäumen und stehendem Totholz, mit kleinen, versteckten Lichtungen und Waldlücken mit Naturverjüngung sind beispielsweise Paradiese für die Wildkatze. Diese Lebensräume sind ausreichend vorhanden. Im Soonwald lebt daher eine stabile Wildkatzenpopulation. An konkreten Maßnahmen wie Hutewaldpflege, Entfichtung und Wieseneinrichtung auf ehemaligen Waldstandorten wurden Umfang, Durchführung und Wirksamkeit diskutiert.

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