Wie kann eine nachhaltige Energieholznutzung und regionale Wertschöpfung gelingen?

01. Dezember 2014

Ergebnisse des Workshops „Nachhaltiges Waldmanagement und regionale Wertschöpfung“ am 20. November 2014.

Am 20.11.2014 wurde an der HS Rottenburg der Projektworkshop „Nachhaltiges Waldmanagement und regionale Wertschöpfung“ ausgerichtet. Der Workshop ist eingebettete in das laufende Forschungsvorhaben "Erneuerbare Energien aus holzartiger Biomasse: Versorgungspotenziale, Auswirkungen auf Nachhaltigkeits- und Biodiversitätsziele, Waldbaumodelle und Unternehmensstrategien", das durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird.

Auf dem Workshop wurde von Vertretern aus Forst- und Energieholzwirtschaft, der Politik und der Wissenschaft die Ergebnisse des Projektes sowie die Beiträge anderer Forschungsvorhaben und von Forstakteuren diskutiert. Im Fokus stand eine nachhaltige Energieholzproduktion und –nutzung.

Prof. Dr. Rainer Luick von der HS Rottenburg betonte: „Eine übergeordnete Fragestellung bei der Waldenergieholznutzug ist es, in wieweit Synergien oder Konflikte zwischen der Energieholznutzung und dem Schutz der biologischen Vielfalt bestehen und ggf. optimiert werden können.“ Durch die Betrachtung zahlreicher Facetten der Energieholznutzung von ökologischen, ökonomischen bis hin zu sozialen Aspekten konnte das Thema in seiner ganzen Breite diskutiert werden. Dabei zeigte sich, dass Probleme und Herausforderungen von den unterschiedlichen Akteuren in ähnlicher Weise gesehen wurden. Im Sektor der Energieholznutzung besteht eine hohe Sensibilität zum Erreichen hoher Nachhaltigkeitsanforderungen. Dies ist zum einen durch das Selbstverständnis einer nachhaltigen Forstwirtschaft bedingt, aber auch durch die Sorge, dass das negative öffentliche Image der Biokraftstoff- und der Biogasnutzung auf die Energieholznutzung übertragen werden könnte.

Prof. Dr. Stefan Ruge der HS Rottenburg betonte zum Ende des Workshops: „Sowohl von den Wirtschaftsakteuren als auch von Seiten der Naturschutzverbände besteht eine hohe Bereitschaft im Bereich der Energieholznutzung an der gesellschaftlichen Herausforderung des Erhalts der biologischen Vielfalt gemeinsam zu arbeiten.“

Die Dokumentation des Workshops finden Sie hier:

Vorträge:

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