HUMUS-Lehrprojekte an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

11. April 2018

Wie können Studierende noch mehr für die Themen in der Lehre motiviert werden und was kann dafür sorgen, dass der Lern- und Forschungsgedanke überspringt? Diese Fragen sind Ausgangspunkt für die HUMUS-Lehrprojekte an der HFR.

„Das HUMUS-Projekt "Tools für die Energiewirtschaft" hat bereits belegt, dass Studierende hoch motiviert sind, sich über den eigentlichen Unterricht hinaus für Ihr Fach zu begeistern. Mit der zweiten Förderung kann dieses Interesse in interaktive Lernmaterialien durch Studierende umgesetzt und auf www.energiestudium.de veröffentlicht werden. Besonders spannend und auch wichtig für unsere Hochschule finde ich dabei, dass wir mit dem Projekt den Kontakt zur Bundesnetzagentur ausbauen können und bei der Nutzung der neuen Energiemarkt-Datenbank SMARD exklusiv kooperieren werden“, resümiert Prof. Veith.

Bereits in der ersten Ausschreibungsrunde Januar 2017-Januar 2018 wurde das Projekt "Tools für die Energiewirtschaft" von Prof. Veith umgesetzt. Der begonnene Ansatz kann mit den Studierenden weitergeführt werden.

Die weiteren Themen der Lehr-Projekte erstrecken sich von der intensiven Auseinandersetzung mit Nachhaltiger Entwicklung beim Thema Sustainable Developement Goals (SDG) im Stiftungswesen, über Simulation der Ressourcenvorkommen weltweit mithilfe eines RESSOURCEN-BAUKASTENs oder die persönliche Herausforderung, eine Postwachstumstheorie ganz konkret mit einer 30-TAGE-CHALLENGE umzusetzen. „Kann so eine Theorie auch im Alltag funktionieren? Das haben sich die Studierenden im letzten Semester bei der Auseinandersetzung mit der Postwachstumstheorie gefragt. Ich freu mich, dass wir mithilfe des HUMUS-Projektes nun die Chance haben, eine Idee aus der Lehrveranstaltung mit einem ganz konkreten Selbst-Experiment weiterzuentwickeln. Das ist ein enormer Anreiz für die intensive Auseinandersetzung mit der Theorie und dem, wie sie in der Praxis funktionieren könnte. Ich bin selbst gespannt auf unser Experiment und die Erfahrungen, die wir hier sammeln können“, freut sich Prof. Rumberg.

Ein weiteres Projekt knüpft an die hochschulspezifische internationale Kooperation an und schlägt eine Brücke zwischen den promovierenden Jungwissenschaftler*innen und deren Einbindung in Lehrveranstaltungen.

HUMUS-Lehr-Projekte an der HFR 2018:

  • Prof. Dr. Bastian Kaiser: Cross-fertilization-effects of Higher Education by the Exchange of international PhD students (COFED)
  • Prof. Dr. Heidi Megerle und Fr. Dr. Katharina Braig: Motivation durch öffentlichkeitswirksame Partizipation (MOP): Erarbeitung von Datenblätter zu SDG im Stiftungswesen
  • Prof. Dr. Michael Rumberg: RESSOURCEN-BAUKASTEN - Ein Spielfeld zur Simulation von Ressourcenvorkommen in aller Welt
  • Prof. Dr. Michael Rumberg: Von der Theorie zur Praxis: Die Postwachstumstheorie in einer 30-TAGE-CHALLENGE
  • Prof. Dr. Tobias Veith: Learning & Teaching Tools für die Energiewirtschaft

Die Projekte gehören zu dem HUMUS-Projekt der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg, das in Kooperation mit der Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik (GHD) umgesetzt wird. Es wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) Baden-Württemberg im Rahmen der Förderlinie „Wissenschaft lernen und lehren – WILLE“ gefördert.

Mit den Lehrprojekten sollen die Studierenden in ihrer Eigenmotivation und Neugier angesprochen und zu selbstgesteuertem Lernen angeregt werden.

Wir freuen uns auf spannende Erfahrungen in der Lehre und wünschen diesen fünf Projekten gutes Gelingen.

Die Beschreibung der bisherigen HUMUS-Lehrprojekte sind unter lehrforum.de  veröffentlicht.

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