Hoher Besuch aus Mexiko an der HFR

10. Oktober 2018

Ohne Sombreros und ohne die typische mexikanische Musik der Mariachis, aber mit viel Interesse an der Arbeit der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR), besuchten die Konsulin Mexikos in Deutschland, drei Minister und Staatssekretäre aus zwei mexikanischen Bundesstaaten sowie vier Universitätsrektorinnen und Rektoren die Hochschule und trafen hier auch die Wissenschaftsministerin des Landes, Theresia Bauer. Anders als viele andere Delegationen blieben sie über Nacht und machten sich auch ein Bild von der Stadt und ihren Angeboten – zum Beispiel für junge Studierende aus Mexiko.

Im Februar besuchte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, die Bundesstaaten Aguascalientes und San Luis Potosí im Zentrum des riesigen lateinamerikanischen Landes. Mit dabei war auch der Rektor der HFR, Bastian Kaiser. Er unterhält als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) bereits seit einiger Zeit enge Kontakte zu einer mexikanischen Rektorenkonferenz (ANUIS) und einigen Universitäten dieser Region, in der sich auch viele deutsche Unternehmen angesiedelt haben. Ziel der Reise war ein Austausch über anwendungsorientierte Lehr- und Forschungsformate im Hochschulsystem sowie die Zusammenwirkung der dualen Ausbildung und anwendungsorientierter Studiengänge in Deutschland mit den Unternehmen in ihrer Region. Klar, dass auch die in Mexiko ansässige deutsche Wirtschaft ein Interesse daran hat, sich dazu auszutauschen und die Systeme miteinander kompatibel zu machen. Dies könnte auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel hierzulande sein und zugleich neue Impulse in das Ausbildungssystem Mexikos geben.

Nun ist die mexikanische Delegation zum Gegenbesuch in Baden-Württemberg, besucht zwei HAW, die Duale Hochschule sowie die Pädagogische Hochschule Heidelberg, um vor Ort mit Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ins Gespräch zu kommen. Dass sie dabei einen längeren Termin an der HFR hatten und sogar in Rottenburg übernachteten, war nicht nur der Programmplanung geschuldet, sondern auch dem großen Interesse an der Hochschule, ihren Studienangeboten und ihrer Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft in der Region sowie auf internationaler Ebene.

Rottenburg – so viel ist sicher – hat den Besucherinnen und Besuchern nicht nur gefallen, sondern Stadt und Hochschule haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die der Delegation angehörenden vier Rektorinnen und Rektoren mexikanischer Universitäten nutzten die Gelegenheit, mit der HFR Absichtserklärungen für eine engere Zusammenarbeit zu unterzeichnen, in deren Folge unter anderem die Studierenden beider Seiten Praktika und Auslandssemester absolvieren können und gemeinsame Forschungsprojekte entwickelt werden sollen.

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