HFR mit Beitrag auf der Bundesgartenschau in Heilbronn

16. Juli 2019

Die HFR wird mit der Forschungsstudie Wuchshülle³ (WH³) unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Hein auf der Bundesgartenschau (BUGA) 2019 in Heilbronn vertreten sein.

Blick auf eine Aufforstung mit Wuchshüllen aus Plastik

Im Zeitraum vom 14. – 25. August findet auf 125 m² eine Dauerausstellung im Treffpunkt Baden-Württemberg unter dem Motto „Schaufenster in die Zukunft – Leben in einer nachhaltigen Bioökonomie“ statt. Hier werden die Arbeiten in der Studie WH³ während des gesamten Zeitraums ausgestellt und bekommen am Freitag, 23. August einen Schwerpunkttag gewidmet. Die HFR lädt mit Blick auf den 23. August herzlich dazu ein, den Auftritt des Projektes zu besuchen. Anhand anschaulicher Beispiele wird der Ablauf der Forschungsstudie vorgestellt und angeregt, über das Thema Plastik im Wald nachzudenken.

Ziel der Forschungsstudie WH³ ist die Grundlage für die Entwicklung einer biobasierten und unter Waldbedingungen rückstandslos bioabbaubaren Wuchshülle zu legen. Neue waldkonforme Wuchshüllen sollen in ihrer Funktionalität äquivalent zu herkömmlichen Modellen sein und zusätzlich eine bessere Ökobilanz aufweisen.

Wuchshüllen haben sich in einer beeindruckenden Innovationsbiographie über die vergangenen 40 Jahre entwickelt. Sie sind bewährte Instrumente zum Schutz vor Kontakt mit Herbiziden (nur in der Landwirtschaft, Landschaftsgestaltung, Gartenbau), auch als Schutz vor Verbiss oder Fegen durch Weide- und Wildtiere und vor Mäusefraß (Forstwirtschaft). Wuchshüllen verringern die Mähverluste bei der forstlichen Kultursicherung, ebenso die Spätforstgefahr, sie stabilisieren die Pflanzen in der Anwuchsphase, erlauben die Verwendung kleinerer Pflanzsortimente (Kostenersparnis), bringen eine Wuchsbeschleunigung (Baumhöhe) und verkürzen damit die Pflegezeit zur Kultursicherung. Auch Ausfälle und kostspielige Nachbesserungen werden reduziert. Jedoch sind Wuchshüllen bislang aus fossilem Plastik hergestellt!

In der Vorstudie arbeitet die HFR mit dem renommierten Biokunststoffhersteller Tecnaro (www.tecnaro.de), dem Forschungszentrum der Hohenstein Institute (www.hohenstein.de) sowie der Landesgesellschaft für Themen der Bioökonomie, BIOPRO (www.bio-pro.de) zusammen. Letztere sind die Initiatoren für den Auftritt auf der Bundesgartenschau und haben zusammen mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) (www.mlr.baden-wuerttemberg.de) das Konzept für diesen Teil der BUGA erarbeitet.

Neben dieser besonderen Forschungsstudie der HFR zeigt die Ausstellung anhand anschaulicher Beispiele, welche innovativen Lösungskonzepte und biobasierte Produkte es schon gibt und welche Ideen dazu in Zukunft in Baden-Württemberg umgesetzt werden könnten. Die Ausstellung befindet sich im Ostflügel des Fruchtschuppens, direkt in der Nähe des Haupteingangs.

Kontakt:

Prof. Dr. Sebastian Hein (hein@dont-want-spam.hs-rottenburg.de)

Yannic Graf (graf@dont-want-spam.hs-rottenburg.de)

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