Gesunder Wald – Aufatmen ohne Stress

27. Februar 2019

Studierende präsentieren Konzepte für die touristische Entwicklung der Nationalparkregion

Gruppenfoto Studierende und Projektpartner

„Ich sage jetzt einmal die Atemtechnik an und dann können Sie gerne mitmachen“. Nein, es ist kein Yoga oder Achtsamkeitskurs, der am Abend des 20. Februar 2019 im Nationalparkzentrum Ruhestein stattfindet. Doch in ihrer Präsentation „Atemlos durch den Wald“, die konzeptionell von der Gemeinde Forbach und Herrn Thomas Hudeczek begleitet wurde, kombinieren die drei Studentinnen, Karolin Kleinz, Sophia Steimle und Johanna Scharf innovativ Elemente dieser Praktiken mit Ressourcen des Waldes, um Besuchern ein intensives „Atem-Wald-Erlebnis“ zu bereiten.

Auch das Konzept ihrer Kommilitonen Tobias Boneberger, Katharina Wagner und Leonie Münzer hat zum Ziel Menschen mehr in Einklang mit der Natur und damit auch mehr in Einklang mit sich selbst zu verhelfen. Sie haben gemeinsam mit ihrer Patin, Karin Beilharz, dabei die Zielgruppe des gestressten Büro-Menschen im Blick, der mit Hilfe des Waldes wieder zu Entspannen lernen kann. Dafür haben sie ein Konzept zum „Stressmanagment für Betriebe“ erarbeitet.

Im Rahmen des Wahlfachs „Wald und Gesundheit“ der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg haben die sechs Studierenden sich im WS 2018/19 intensiv mit diesen Themen auseinander gesetzt und zwei Konzepte entwickelt, die Potential bieten das Thema „Wald und Gesundheit“ in der Nationalparkregion weiter zu etablieren. Im Anschluss an die Präsentationen der Studierenden diskutieren Dr. Kerstin Ensinger, vom Nationalpark Schwarzwald, Axel Singer, Kurdirektor aus Bad Peterstal-Griesbach und die Projektpaten unter Leitung von Prof. Dr. Monika Bachinger, wie das Thema „Wald und Gesundheit“ dazu beitragen kann, den Tourismus in der Region nachhaltiger zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem, dass das achtsame Erleben von Natur die Verbundenheit von Menschen mit Natur fördern kann. Somit rücken Menschen näher an die Natur heran und sind bereiter, zu ihrem Schutz beizutragen. Notwendig dafür sind Wälder, die das unmittelbare Naturerleben ermöglichen und Netzwerke von regionalen Akteuren, die Menschen z.B. im achtsamen Zugang zur Natur unterstützen.

Das besondere Format des Reallaborprojekts „Wissensdialog-Nordschwarzwald“ soll dazu beitragen den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft zu fördern und nachhaltige Transformationsprozesse anzustoßen. Im Teilprojekt „waldbasierter Gesundheitstourismus“ geschieht dies dadurch, dass Studierende Projektideen von regionalen Akteuren zur Umsetzungsreife bringen. Im Sommersemester 2019 werden von sechs Konzepten, vier weiterbearbeitet und unter finanziellen Aspekten betrachtet.

Wie kann Wald noch besser für unsere Gesundheit genutzt werden? Und wie können touristische Angebote geschaffen werden, in denen Menschen die gesundheitlichen Wirkungen des Waldes erfahren können? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit 2015 im Rahmen des Wissensdialog-Teilprojekts „waldbasierter Gesundheitstourismus“ neben den Studierenden der Hochschule Rottenburg auch zahlreiche Akteure aus der Nationalparkregion. Weitere Informationen zum Projekt Wissensdialog Nordschwarzwald (WiNo) finden Sie hier: www.wissensdialog-nordschwarzwald.de  

Ansprechpersonen:

Prof. Dr. Monika Bachinger (bachinger@hs-rottenburg.de),

M.A. Katharina Díaz Méndez (diazmendez@hs-rottenburg.de)

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