DFWR-Präsident besucht die Hochschule Rottenburg

16. Mai 2019

Mit Georg Schirmbeck besuchte der wohl wichtigste Repräsentant der Wald- und Forstwirtschaft in Deutschland die Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg (HFR). Seit 2007 ist er Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und damit in etwa das, was der Präsident des Deutschen Bauernverbandes für die Landwirtschaft ist.

Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR), im Gespräch mit Studierenden und Mitarbeitern

Wichtigste Aufgabe und gewohntes Metier des früheren Landwirts und Bundestagsabgeordneten ist die Vertretung der Interessen von Waldbesitzern und der Forstwirtschaft gegenüber der Politik – insbesondere gegenüber der Bundesregierung, dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) von Julia Klöckner und dem Deutschen Bundestag. In dieser Aufgabe versucht er, die Positionen mehrerer forstlicher Verbände und Interessenvertretungen zu bündeln und sie in Berlin, Brüssel, Straßburg und über die Landesverbände der Wald- und Forstwirtschaft in der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in der öffentlichen Wahrnehmung zu stärken.

Georg Schirmbeck kam – und das ist ebenso ungewöhnlich wie bemerkenswert - auf Einladung der Studierenden des neuen Master-Studienganges für Forstwirtschaft nach Rottenburg. Im Austausch mit seinen jungen Gastgebern sowie im Rahmen eines Seminars mit Studierenden des Bachelor-Studiengangs für Forstwirtschaft gibt er Einblicke in seine Arbeit und macht sich umgekehrt selbst ein Bild davon, welche Interpretation einer modernen, zukunftsfähigen Forstwirtschaft der Ausbildung an der HFR zugrunde liegt und mit welchen Zielen und Erwartungen die zukünftigen Fachkräfte angetreten sind, die neue Generation der Forstleute in Deutschland zu werden.

„Es freut uns sehr, dass sich Herr Schirmbeck für den Austausch mit der Jugend Zeit nimmt und zwei Tage bei uns sein wird“, betont Prof. Christoph Schurr, Studiengangleiter des Master-Studienganges. „Darin kommt nicht nur sein großes Interesse, sondern auch eine hohe Wertschätzung gegenüber unseren Studierenden zum Ausdruck.“

Bei seiner Zusage mag für Georg Schirmbeck auch eine Rolle gespielt haben, dass die HFR bundesweit einer der Aktivposten in zahlreichen Gremien, Verbänden und Initiativen ist. Das gilt auf der Landesebene, aber auch für den von Schirmbeck geführten Deutschen Forstwirtschaftrat auf der Bundesebene, in dem die Hochschule in der Mitgliederversammlung und durch ihre Professoren in gleich vier wichtigen Ausschüssen vertreten und aktiv ist.

„Man kann sich nicht einerseits darüber ärgern, dass die Forstwirtschaft in Deutschland oft unabgestimmt und vielstimmig auftritt, ohne sich andererseits selbst für eine einheitlichere Position stark zu machen“, bekräftigt Rektor Bastian Kaiser. „Ich freue mich deshalb, dass sich viele meiner Kolleginnen und Kollegen auch außerhalb der Hochschule aktiv für Ihre und unsere sowie für die Anliegen unserer Fachdisziplinen einsetzen. Das dient auch unseren Studierenden, Absolventinnen und Absolventen.“

Es war der HFR deshalb wichtig, dass Georg Schirmbeck im Rahmen seines Besuchs auch in einen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der lokalen und regionalen Forstwirtschaft aller Waldbesitzarten (öffentlich, kommunal und privat) und der Landesebene kommt. Um nicht nur über den Wald und die Forstwirtschaft zu sprechen, sondern sich tatsächlich auch im Wald zu begegnen, hat die Hochschule dazu ganz bewusst in eine Waldhütte eingeladen.

„Der Hochschule Rottenburg und ihrer Ausbildung eilt ein ausgezeichneter Ruf voraus“, stellt Georg Schirmbeck fest. „Es ist deshalb eine Freude, mir selbst ein Bild von dieser Einrichtung zu machen und mit ihren Studierenden und Lehrenden ins Gespräch zu kommen.

Und ich muss sagen, dass sich mein Eindruck aus der Gremienarbeit auf Bundesebene eindrucksvoll bestätig hat: Der Eindruck von der hohen Kompetenz der Professoren, der Professionalität der Ausbildung und den für uns wichtigen Visionen von einer modernen, internationalen Forstwirtschaft. Ich habe hier eine tolle, idealistische und sehr gut ausgebildete junge Generation zukünftiger Forstleute getroffen. Das gibt mir Zuversicht für meine Arbeit.“

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