Besondere Post aus den USA für die HFR

14. Juni 2016

Der U.S. Forest Service hat der HFR auf der Basis der langjährigen, ausgezeichneten Erfahrungen mit Rottenburger Forststudentinnen und Forststudenten eine exklusive Partnerschaft angeboten.

Seit vielen Jahren absolvieren immer wieder Studierende aus Rottenburg ihr Praxissemester in den USA. Die ersten Kontakte reichen bis in die 80er Jahre zurück und wurden vom früheren Prorektor Professor Ulrich Bort geknüpft. Vor wenigen Wochen erhielt die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) erfreuliche Post aus Amerika: Der U.S. Forest Service hat der HFR auf der Basis der langjährigen, ausgezeichneten Erfahrungen mit Rottenburger Forststudentinnen und Forststudenten eine exklusive Partnerschaft angeboten. Außer der HFR kommt in ganz Europa nur noch die Universität Uppsala in Schweden in den Genuss dieser Vorzugsbehandlung durch die mächtige staatliche Forstorganisation. Eine nun geschlossene, exklusive Vereinbarung privilegiert die Rottenburger Studierenden und erleichtert die Suche sowie die Anbahnung einer konkreten Praktikumsstelle in den USA.

Eine Besonderheit fast aller Bachelorstudiengänge an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ist das integrierte Praktikum im fünften Semester. In diesem Zeitraum absolvieren die Studierenden ein mindestens fünfmonatiges Praktikum in In- oder Ausland. Im langjährigen Mittel nutzt die Hälfte der Studierenden der Hochschule Rottenburg diese Chance, um Auslandserfahrung zu sammeln. Beliebteste Länder sind dabei Kanada und Brasilien, aber auch die USA stehen ganz oben auf der Liste der Zielländer Rottenburger Forststudenten: Dem U.S. Forest Service in Washington D.C. fiel die hohe Ausbildungsqualität der Rottenburger Studentinnen und Studenten auf, die in verschiedenen Staaten der USA beim U.S. Forest Service eine Praxisphase absolvierten.

So erreichte die HFR im März dieses Jahres eine Anfrage aus Washington DC, ob Interesse an einem stärker formalisierten und exklusiven Studentenaustausch für Praktika bestünde. Diese erfreuliche Initiative führte nun zur Unterzeichnung eines sog. Memorandum of Understanding, also einer Kooperationserklärung zum International Forestry Fellows Program zwischen der großen amerikanischen Forstorganisation und der eher kleinen Forst-Hochschule in Rottenburg. Darin verpflichtet sich die HFR, Werbung für dieses Programm bei den Studierenden zu machen, qualifizierte Interessenten auszusuchen, die nach ihrem Fachwissen, Fähigkeiten und Sprachkenntnissen für ein Praktikum beim U.S. Forest Service besonders geeignet erscheinen, und diese bei der Stipendienbewerbung zu beraten.

Auch der U.S. Forest Service unterstützt die Praktika durch einen monatlichen Lohn für die Praktikantinnen und Praktikanten, durch Unterstützung bei der Visumsbeantragung, durch die fachliche Betreuung vor Ort und ist bei der Wohnungssuche behilflich. Das Ganze soll jedoch keine „Einbahnstraße“ bleiben. Deshalb verpflichtet sich die HFR, amerikanischen Forstpraktikantinnen und –praktikanten bei der Vermittlung von Praxisphasen in Deutschland behilflich zu sein.

Außer der HFR wurde in Europa für dieses Programm nur noch die Swedish University of Agricultural Sciences (SLU) ausgewählt, was für die HFR eine besondere Anerkennung ihrer Ausbildungsqualität ist.

„Wir freuen uns sehr über diese Anfrage aus den USA, die ausdrücklich auf dem ausgezeichneten Eindruck basiert, den unsere Studierenden dort hinterlassen haben“, freut sich der Wissenschaftliche Leiter des Akademischen Auslandsamtes der Hochschule, Prof. Stefan Ruge, „sie bedeutet auch, dass der U.S. Forest Service umgekehrt uns als Partner für die Praxisbetreuung ihres eigenen zukünftigen Personals identifiziert hat. Das ist eine bemerkenswerte Auszeichnung unserer Arbeit.“

Unmittelbar nach Unterzeichnung des Abkommens meldeten sich bereits vier Studierende der HFR, die im Herbst dieses Jahres ihr Praktikum in den Staaten Colorado, Idaho, Kalifornien und Michigan absolvieren wollen. Alle vier wurden angenommen. Dies wertet Professor Stefan Ruge als einen sehr guten Einstieg in das Programm und ist sich sicher, dass die Studierenden in ihrem künftigen Berufsleben fachlich, sprachlich und kulturell sehr davon profitieren werden.

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