Der Studiengang

Der Studiengang
Der Studiengang „Ressourcenmanagement Wasser“ vermittelt umfangreiche Kenntnisse zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser und ist im Schnittstellenbereich zwischen Natur-, Ingenieur- und Gesellschaftswissenschaften angesiedelt. Er wurde erfolgreich in der zweiten Tranche des Ausbauprogrammes Hochschule 2012 beantragt und zum Wintersemester 2009 / 2010 gestartet.

 

Die gesellschaftliche und wirtschaftliche Relevanz des Studiengangs

 

Ohne Wasser gibt es kein Leben!
Wasser ist neben Luft und Boden die wichtigste Ressource menschlichen Lebens. Weder unsere eigene Existenz noch jegliche Form der land-, forst- oder fischereiwirtschaftlichen Produktion sowie der Energiegewinnung sind ohne Wasser vorstellbar.

Es ist unser wichtigstes Lebensmittel, eines der Grundelemente der griechischen Philosophen, ein wichtiger ritueller Bestandteil zahlreicher Religionen und Kulturen, ein prägender und gestaltender Faktor in der Landschaft und schlussendlich Bestandteil vieler ökologisch hochwertiger und zumeist gefährdeter Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Selbst moderne technische Produkte und Entwicklungen wären ohne Wasser nicht entstanden. Die Sicherung ausreichender Wasserressourcen und ihre nachhaltige und verantwortungsvolle Bewirtschaftung sind entscheidende Überlebensfragen der menschlichen Gesellschaft.

Angesichts dieser Erkenntnis hat die UN im März 2005 das „Jahrzehnt des Wassers“ ausgerufen und in ihren Milleniumszielen die Verbesserung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser einbezogen. Auch im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte (IPWSKR) wird Wasser als integraler Bestandteil des Rechtes jeder Einzelperson auf einen angemessenen Lebensstandard sowie auf ein Höchstmaß an Gesundheit berücksichtigt.

 

Wasser als zunehmend kritische Umweltressource
Die in vielen Regionen der Erde natürlicherweise geringen Wasserressourcen führen in Verbindung mit Bevölkerungswachstum (v. a. in den Ländern der Dritten Welt), sowie dem durch wachsende gesellschaftliche und wirtschaftliche Ansprüche erheblich gestiegenen Wasserverbrauch zu einer zunehmenden Wasserknappheit. Diese wird noch durch die gleichzeitig schwindenden weltweit verfügbaren und global sehr einseitig verteilten Wasserressourcen sowie die Auswirkungen des Klimawandels verstärkt.
Schon heute ist in vielen Regionen der Wasserverbrauch höher als die natürliche Verfügbarkeit. Die scheinbar unbegrenzte Bereitstellungsmöglichkeit von Wasser durch Tiefbohrungen oder Leitungstransport über weite Entfernungen führt zu weiterhin steigendem Wasserbedarf, z.B. durch Ausdehnung der Bewässerungslandwirtschaft. In vielen Trockengebieten der Erde ist inzwischen eine absurde Spirale aus steigendem Wasserangebot und steigender Nachfrage entstanden, die vollkommen abgekoppelt von einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung mit den lokal verfügbaren Wasserressourcen verläuft.
Auch in Deutschland ist bereits heute der Ferntransport von Trinkwasser in viele Ballungsgebiete unerlässlich, genannt seien hier nur die Bodenseewasserversorgung, die weite Teile des zentralen Baden-Württembergs versorgt oder die Wasserversorgung aus dem Sauerland für Teile des Ruhrgebiets.

Wasser wird in zunehmenden Maße zu einer äußerst kritischen Umweltressource, die sowohl die menschliche Gesundheit, als auch den Zustand und die Funktion von Ökosystemen sowie die Entwicklungsfähigkeit ökonomischer und politischer Systeme bestimmt. Prognosen gehen davon aus, dass bis 2025 ungefähr zwei Drittel der Weltbevölkerung in Ländern leben werden, in denen regelmäßig Wasserstress auftritt. Die Ressource Wasser entwickelt sich somit auch zunehmend zu einem Konfliktstoff in globaler Dimension.

 

Wasser und Mensch
Erschwerend kommen zur zunehmenden Wasserknappheit die Konsequenzen der anthropogen verursachen Umweltbeeinträchtigungen dazu, die weltweit zu hohen Beeinträchtigungen der Wasserqualität führen. Insbesondere in den Entwicklungsländern haben geschätzt eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser; nahezu 2,5 Milliarden sind nicht an eine Abwasserversorgung angeschlossen. Diese katastrophalen Verhältnisse führen vor allem in den Slumgebieten der Megacities zu erheblichen gesundheitlichen Risiken mit hoher Kindersterblichkeit und Seuchen. Aber auch in Mitteleuropa sind nach wie vor teilweise gravierende Beeinträchtigungen der Wasserqualität durch Pestizideinträge u.ä. zu konstatieren.

Viele internationale Aktivitäten und Programme haben die zunehmende Wasserkrise in ihre Kernbereiche aufgenommen, allen voran die Millenium Development Goals (MDGs) der UN. Bis zum Jahr 2015 soll die Anzahl der Personen ohne Zugang zu sauberen Trinkwasser um die Hälfte reduziert werden und die nicht nachhaltige Nutzung von Wasser gestoppt werden. Dennoch ist bis heute kein explizites Menschenrecht Wasser in einem für alle Staaten verbindlichen Dokument verankert. Auch beim Weltwasserforum in Istanbul 2009 konnte hierzu kein Übereinkommen erzielt werden.

 

Wasser und Umweltschäden
Das andere „Gesicht“ der Ressource Wasser, mitbedingt durch die Auswirkungen des Klimawandels, zeigt sich in zunehmender Sommertrockenheit sowie verstärkten Dürreereignissen und in anderen Regionen wiederum durch zunehmende Niederschläge. Die Gefahren von Hochwasser, Erosion, Sturmfluten mit Deichbrüchen, Ernteverlusten u.ä. sind auch in Deutschland signifikant gestiegen. In diesem Kontext steht auch das für industrielle Gesellschaften spezifische Problem der Flächenversiegelung. Allein die ökonomischen Schäden, die durch das Elbe-Hochwasser im Sommer 2002 in Deutschland verursacht wurden, werden auf mehr als 25 Mrd. € geschätzt.

 

Wasser und Politik
Prof. Dr. Klaus Töpfer, früherer Umweltminister und Generalsekretär des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), hat anlässlich eines Vortrages zur Eröffnung des Studienganges SENCE (Sustainable Energy Competence) an der HFR seine Sorge zum Ausdruck gebracht, dass die Kriege von Morgen zweifellos um Ressourcen geführt werden, die heute in unseren Breiten noch als selbstverständlich gelten. Dies betrifft insbesondere Wasser und Biomasse.
Nur ein umfassendes professionelles Wassermanagement in enger Kooperation zwischen Forschung und Praxis kann daher die Sicherung der Ressource Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität gewährleisten. Dazu sind Strategien auf unterschiedlichen räumlichen und politischen Skalenebenen der vielfältigsten Handlungsfelder, sowie Entscheidungsstrukturen im Sinne des "Governance-Konzeptes“ dezentral, transparent, ergebnisorientiert und mit klaren Verantwortlichkeiten zu entwickeln. Problemfelder müssen dabei gleichzeitig auf globaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene gelöst werden. Die zunehmend komplexeren und interdisziplinären Fragestellungen in Zusammenhang mit dem Ressourcenmanagement Wasser, erfordern die gleichrangige Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte.

 

Hochschulpolitische Bedeutung des Studiengangs

 

Alleinstellungsmerkmale des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser
Der gesellschaftliche Umgang mit der Ressource Wasser erfordert sowohl in den Industrie-, als auch in den Entwicklungsländern zunehmend projektorientierte, multifunktionelle und inter- sowie transdisziplinäre Kompetenzen. In diesem Zusammenhang sind die vielfältigen Anforderungen an ein umfassendes Ressourcenmanagement Wasser zu sehen, welches Aspekte des Umgangs mit Risiken (Hochwasser-, Erosionsschutz etc), vielfältigen Nutzungskonflikten (Verfügbarkeit sowie Sauberkeit der Ressource) sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen (Wasserrahmenrichtlinie, politische Ökologie) angemessen integriert. Diesen anwachsenden Aufgaben und Entwicklungsprozessen muss die Hochschulausbildung durch entsprechende Studiengänge gerecht werden.

Der Studiengang „Ressourcenmanagement Wasser“ adressiert explizit nicht die klassischen Hochschulausbildungen wie Wasserbau oder Hydrologie, sondern sieht sich als dringend notwendige Ergänzung – sozusagen als Scharnier - zur gesellschaftlich-politischen Dimension im Handlungsfeld der Ressource Wasser. Der Fokus der Kompetenzvermittlung liegt in einer breit angelegten inter- und transdisziplinären Ausbildung und weniger in der bereits über existierende Studiengänge verfügbaren sektoralen Spezialisierung.

Eine aktuelle Analyse der Studiengänge an Universitäten und (Fach)-Hochschulen hat gezeigt, dass in keinem Bundesland Deutschlands bislang ein vergleichbarer Studiengang existiert. In Baden-Württemberg wird mit dem neuen Studiengang im Ausbildungsprofil der Hochschulen eine entscheidende Lücke zwischen den Studiengängen der Geographie, der Hydrologie und des Wasserbaus sowie den planungspraktischen Anforderungen im nachhaltigen Umgang mit Wasser geschlossen. Aufbauend auf der Grundlagenvermittlung ist der ständige Querbezug zu Praxis und Gesellschaft die zentrale Zielsetzung des innovativen Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser.

 

Konzeption und didaktische Ziele

 

Inhalte des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser
Der Bachelorstudiengang „Ressourcenmanagement Wasser“ ist als anwendungsorientierter, siebensemestriger Studiengang angelegt. Ansprüche und Ziele des Studienganges sind, für komplexe Planungs-, Steuerungs-, Management- und Koordinationsaufgaben hochqualifizierte Absolventen auszubilden.

Inhaltliche Schwerpunkte des Studienganges liegen einerseits in den naturwissenschaftlichen und ökologischen Aspekten der Ressource Wasser (wassergeprägte Ökosysteme, Naturschutz), andererseits in den gesellschaftspolitischen Zusammenhängen (Entwicklungszusammenarbeit; politische und planerische Rahmenbedingungen, etc.). Einen wichtigen Stellenwert haben jedoch gleichermaßen technische sowie ökonomische Fragestellungen (urbanes und industrielles Wassermanagement, wirtschaftliche Akteure, etc.) sowie auch das Handlungsfeld Politikberatung und Consulting.
 

Abb.: Kompetenzprofil der Absolventen des Studiengangs Ressourcenmanagement Wasser und die korrespondierenden Lehrveranstaltungen

Notwendige Ausbildungsprofile werden auch in der Entwicklung und Anwendung von Experten- und Decision Support Systemen, wasserwirtschaftlichen und geographischen Informationssystemen und der Modellierung und Simulation gesehen, die als Hilfsmittel zur Darstellung von komplexen Systemen und Prozessen sowie deren Optimierung eingesetzt werden.

Die sozialen Kompetenzen ergeben sich aufgrund der Interdisziplinarität des komplexen Themengebietes des Ressourcenmanagements Wasser, welches ein Arbeiten in Teams (in den Bereichen Forschung, Entwicklung und praktische Umsetzung) erfordert. Ein Teil der Module wird daher in Gruppenarbeit absolviert. Die Studierenden erfahren so den Mehrwert und die Herausforderungen von Teamarbeit hautnah. Sowohl im Modul „interdisziplinäres Projektmanagement“ als auch im Modul „Projektpraxis“ stehen die studentischen Projektteams vor der zusätzlichen Herausforderung, mit Planungspraktikern kooperieren zu müssen, um die gesetzten Projektziele erreichen zu können.

In verschiedenen Modulen (u.a. Management von Feuchtgebieten, Tourismus und Wasser sowie Projektpraxis) sind Methoden der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung sowie Kartierungen und weitere Geländearbeiten erforderlich. Den Studierenden werden hierbei mittels einer theoretischen Einführung und der betreuten Arbeit im Gelände die grundlegenden anwendungspraktischen Kenntnisse und Fähigkeiten zielgerichteter Datenerfassung vor Ort vermittelt.

Das einsemestrige Praktikum vermittelt ebenfalls in hohem Umfang soziale und anwendungspraktische Kompetenzen.

Letztendlich verleiht das Studium des Ressourcenmanagements Wasser den Studierenden die fachliche Kompetenz, selbstverantwortlich Aufgaben und Positionen zu übernehmen und erfolgreich auszufüllen, die sowohl naturwissenschaftliches, gesellschaftswissenschaftliches, technisches als auch betriebswirtschaftliches Spezialwissen im weitesten Sinne erfordern.

Der Studiengang Ressourcenmanagement Wasser profitiert von den bereits etablierten Netzwerken der Hochschule sowie der einzelnen Professoren in Forschung und Lehre. Insbesondere zu erwähnen sind hierbei Kooperationen in den Themenbereichen Landschaftsmanagement, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz, Ressourcenökonomie, Tourismus sowie Siedlungswasserwirtschaft. Dabei spielen selbstverständlich auch Aspekte des nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser eine wichtige Rolle.

Der Studiengang Ressourcenmanagement Wasser zeigt ferner zahlreiche Anknüpfungspunkte zu derzeit aktuellen Forschungsfragen auf (u.a. Hochwasserschutzmaßnahmen, innovative integrative Naturschutzstrategien, nachhaltige Tourismusmodule, Risikofaktor Wasser in der Entwicklungszusammenarbeit). Der Fokus der Ausbildung liegt allerdings eindeutig, wie für einen Bachelorstudiengang gefordert, in der berufsvorbereitenden Ausbildung.

 

Fachliche Ausrichtung – Arbeitsfelder

 

Arbeitsfelder und Arbeitgeber
Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs sollen in ihren späteren beruflichen Tätigkeitsfeldern relevante Beiträge auf kommunaler, regionaler, nationaler sowie auf europäischer und internationaler Ebene für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser leisten. Sie sollen hierbei Beiträge zur Umsetzung der ambitionierten Wasserschutz-Zielvorgaben leisten, die durch die Wasserrahmenrichtline, das Wasserhaushaltsgesetz, aber auch die Milleniums Development Goals der Vereinten Nationen und weitere formelle und informelle Vorgaben gesetzt werden.

Zu den Führungsaufgaben zählen insbesondere die Bereiche Projektverantwortung (z.B. in den Tätigkeitsbereichen Natur- und Umweltschutzprojekte; Entwicklungshilfe) mit den Teilaspekten Projektakquise, Budgetierung und fachliche Evaluierung, aber auch Personalverantwortung. Weiterhin erlangen die Absolventen die Fähigkeit, projektspezifische Informationen zu sammeln, aufzuarbeiten, zu bewerten, Chancen und Risiken unternehmerischen Handelns abzuwägen und Entscheidungen herbeizuführen. Diese Verantwortlichkeiten beziehen sich sowohl auf eine mögliche Tätigkeit in privatwirtschaftlichen Unternehmen als auch in öffentlichen Verwaltungseinheiten. Besonderer Wert wird auf die Vermittlung von Schnittstellen- und Methodenkompetenz gelegt, die die Absolventen dazu befähigt, inter- und transdisziplinär zusammengesetzte Projektteams zu leiten sowie mit Fachleuten der einzelnen Disziplinen kompetent und zielorientiert zu kommunizieren.

Im Bereich der privaten Dienstleister können die Absolventen bei Planungsbüros, im Consulting- sowie im kommunalen, regionalen und internationalen Politikberatungsbereich, aber auch bei privaten Wasserversorgungseinrichtungen und Tourismusorganisationen eine Anstellung finden. Die freie Wirtschaft bietet geeignete Arbeitsplätze in der Energiewirtschaft, als Umweltbeauftragte in Betrieben, bei beruflichen Interessenvertretern sowie im Bereich der Versicherungswirtschaft. Neue berufliche Nischen entstehen im Handlungsfeld des konkreten Risiko- und vorsorgenden Katastrophenschutzes. Insbesondere für diejenigen Absolventen, die sich in den höheren Semestern auf die entsprechenden Bereiche spezialisiert haben, kommen auch Berufsfelder in der Entwicklungszusammenarbeit sowie bei Verbänden und Nichtregierungsorganisationen in Frage, genauso wie im weiten Feld des Natur- und Umweltschutzes. Der Weiterbildungssektor eröffnet sowohl in der beruflichen Weiterqualifizierung Einstiegsmöglichkeiten, als auch in der außercurriculären Bildung.

Potentielle Arbeitgeber sind vielfältigste Behörden der öffentlichen Verwaltung entsprechend der unterschiedlichen Organisationsformen in den Bundesländern (u.a. Ämter für Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Landesämter für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Umweltämter, Landschaftsverbände), Planungsinstitutionen (u.a. Zweckverbände, Regionalverbände) und auch die vielfältigen Unternehmensformen der öffentlichen Trinkwasserversorgung.

 

Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung
Absolventen, die nach einem erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudienganges noch eine universitäre Weiterqualifizierung anstreben, haben mit ihrer soliden Grundausbildung vielfältige Möglichkeiten innerhalb und außerhalb der Hochschulregion Neckar-Alb. So bietet der Bachelorabschluss Ressourcenmanagement Wasser eine gute Ausgangslage für eine Weiterqualifizierung durch den von der HFR angebotenen Masterstudiengang SENCE (Sustainable Energy Competence) sowie durch die Masterstudiengänge des Geographischen Instituts der Universität Tübingen. Weitere Masterstudiengänge können im nationalen und internationalen Umfeld in Frage kommen.


Abb.: Berufsperspektiven und Weiterqualifizierungsmöglichkeiten der Absolventen des Bachelorstudienganges Ressourcenmanagement Wasser
 

 

Organisation des Studiengangs
Der nachfolgenden Modulübersicht sind die einzelnen Veranstaltungen des Studienganges zu entnehmen.

 

Grundstudium
Das Grundstudium dient schwerpunktmäßig der Vermittlung der erforderlichen Grundlagen. Hierbei liegt ein Schwerpunkt auf den Naturwissenschaften. Gesellschafts- sowie ingenieurwissenschaftliche Grundlagen finden sich in den Modulen der Humangeographie, der sozioökonomischen Aspekte sowie des urbanen und industriellen Wassermanagements. Einen wesentlichen Part nehmen auch die Schlüsselqualifikationen ein, die sowohl notwendige EDV-Kenntnisse, als auch Grundlagen der Moderation und Präsentation sowie des wissenschaftlichen Arbeitens integrieren. Eine entscheidende Rolle spielen Sprachkenntnisse. Hierbei kann aus unterschiedlichen Angeboten gewählt werden.

Schon im Grundstudium werden zahlreiche Module mit kurzen bis hin zu mehrtägigen Exkursionen kombiniert. Insgesamt müssen mindestens zwei mehrtägige Exkursionen belegt werden, die vielfältige Einblicke in verschiedene Aspekte des Ressourcenmanagements Wasser im In- und Ausland vermitteln.

An der HFR entsteht aktuell ein hochmodernes Laborgebäude, das in vielfältiger Weise zur Methodenvermittlung im Studiengang Ressourcenmanagement Wasser genutzt werden kann. Es konnte im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft in Rottenburg realisiert werden.

 

Hauptstudium
Der erste Teil des Hauptstudiums trägt v.a. zur Wissensvermittlung in den Bereichen biologischer Umweltschutz und Planung, Agrar- und Forstwirtschaft, politische und rechtliche Aspekte sowie technische Anlagen. Ergänzt wird dies durch Datenverarbeitung und Modellierung. Erstmalig arbeiten die Studierenden im Rahmen des interdisziplinären Projektmanagements über ein gesamtes Semester als kleines Team an einer konkreten, praxisrelevanten Fragestellung. Im Hauptstudium können nun auch individuelle Schwerpunktsetzungen durch den Besuch entsprechender Wahlpflichtfächer erfolgen.

Die Veranstaltungen im dritten und vierten Semester bereiten die Studierenden auf das Praxissemester (5. Fachsemester) vor, das einen umfassenden Einblick in die spätere berufliche Tätigkeit sowie den Aufbau von Kontakten zu potentiellen Arbeitgebern ermöglichen soll. Durch die gewählte Zeitdauer ist die Absolvierung des Praxissemester in einem internationalen Rahmen möglich. Dies eröffnet den Studierenden die Option, sich schon in diesem Stadium z.B. im Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit zu profilieren.

Generell haben die Studierenden durch die Wahl des Praktikums und des Themas der Bachelorarbeit sowie der fakultativen Lehrveranstaltungen (Wahlpflichtfächer) die Möglichkeit und die Pflicht, ihre individuelle Profilierung zu entwickeln. Hierbei sind die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg wie auch die beteiligten Partner der Hochschulregion, Behörden und Wirtschaftsvertreter behilflich.

Nach der Rückkehr aus dem Praxissemester haben die Studierenden genug Kenntnisse erworben, um sich nunmehr auch komplexeren Sachverhalten zuwenden zu können. Hierbei spielen zunehmend internationale Aspekte sowie Technikfolgenabschätzung eine wichtige Rolle. Durch den Besuch weiterer Wahlpflichtfächer kann die gewünschte Schwerpunktsetzung fundiert werden und ein Themenfeld für die Bachelorarbeit ausgesucht werden. Mit dieser stellen die Absolventen ihre Fähigkeiten unter Beweis, innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens eine Fragestellung umfassend zu bearbeiten und dabei den Anforderungen an korrektes wissenschaftliches Arbeiten gerecht zu werden.

Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudienganges stehen nun vielfältige Arbeits- und Tätigkeitsfelder offen oder alternativ eine wissenschaftliche Weiterqualifizierung im Rahmen eines Masterstudiums.

 

Internationale Kontakte
Ein hoher Grad an internationalen Erfahrungen wird für die Studierenden des neuen Studiengangs zu einem wichtigen Merkmal werden. Hierzu gibt es zahlreiche Angebote. Eine bereits erwähnte Möglichkeit ist die Absolvierung des Praxissemesters im Ausland. Ferner kann ein oder zwei Semester im Ausland studiert werden. Mit zahlreichen Partneruniversitäten arbeitet die HFR bereits seit Jahren erfolgreich zusammen. Förderungen sind über ERASMUS-, SOKRATES- oder auch über BAFÖG möglich. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.hs-rottenburg.net/international.html.

 

Ansprechpartner und weitere Informationen
Bei weiteren Fragen helfen Ihnen die zuständigen Mitarbeiter gerne weiter.

 

Studiengangsleiterin:
Prof. Dr. Heidi Megerle  
http://www.hs-rottenburg.net/831.html

 

Professur für Wasserwirtschaft, Hydrologie und Limnologie:
Prof. Dr. Matthias Friedle 
http://www.hs-rottenburg.net/830.html

 

Akademische Mitarbeiterin des Studienganges:

 

Dipl.-Biol. Katrin Altfelder

(Zi.Nr.103)
Tel: ++49 (0)7472/951-251
E-Mail: altfelder(at)hs-rottenburg.de

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